Mai 8

Creepypastas von Fans #54: Story about a beautiful doll

Es lebte einst ein alter Spielzeugmacher.

Er machte die kuscheligsten Teddys, die robustesten Spielzeugautos und die hübschesten Puppen. Sein Enkelsohn war begeistert von den Spielzeugen, die sein Großvater erschuf. Doch er war nicht von den Spielzeugautos und auch nicht von den Teddybären begeistert, sondern von den wunderschönen Puppen.

Sein Interesse widmete er auch nur einer Puppe. Der wunderschönsten von allen.

Der Junge betrachtete das himmelblaue Kleid der Puppe, das an den Ärmeln weiße Rüschen hatte und ein weißes Band in ihren prächtigen, langen schwarzen Haaren. Immer wieder verlor er sich in den goldenen Glasaugen der kleinen Puppe. Berühren wollte er sie, an ihrem Haar entlang streichen und ihre roten Lippen liebkosen.

Doch es war nur eine Puppe. Jeden Tag, nach der Schule, kam der Junge in den Laden seines Großvaters, um die eine Puppe zu sehen.

Der Großvater sagte, sie hieße „Celity“.

Celity.

Celity.

Der Junge sprach mit ihr, lachte mit ihr und weinte mit ihr.

Auch, wenn sie nie geantwortet hat, war er sich sicher, sie würde ihm zuhören und ihn verstehen.

Fünf Jahre vergingen und der Großvater wurde alt und krank. Der alte Mann musste seinen Laden verkaufen und somit konnte der Junge, der bereits sein 14. Lebensjahr erreicht hatte, seine Geliebte nicht mehr jeden Tag sehen. Sobald er den Laden betrat, verscheuchte man ihn.

Er sah mit seinen Lumpen nicht mehr gut genug für den Laden aus und vergraulte angeblich die Kundschaft.

Er durfte sie nicht mehr besuchen. Er musste erwachsen werden und sie vergessen.

Mit jedem Tag, mit dem er seine Puppe nicht sehen konnte, wurde er immer trauriger und stiller.

Niemand hörte ihm mehr zu, niemand lachte mehr mit ihm, niemand weinte mehr mit ihm.

So entschloss er, Geld zusammen zu sparen, um die Puppe kaufen zu können. Doch als er endlich genug Geld hatte und er sich auf den Weg zum Spielzeugladen machte, stand er nur vor einem rot bespritzten Gebäude.

So rot wie die Lippen seiner Geliebten.

Der Junge machte die Ladentür auf, um nach dem Rechten zu sehen. Viele Leichen lagen verstreut am Boden, leblose Körper hingen von der Decke herab, die meisten Leichen waren entstellt und die Gliedmassen waren abgekaut. Finger waren vollkommen verstümmelt.

Der Junge hielt sich den Mund zu, krümmte und bemühte sich, wegen dem stechenden Geruch von Blut in der Nase, nicht das Bewusstsein zu verlieren. Er sah sich um und erblickte auf dem Tresen, neben der Kasse, eine blutrote Puppe.

Seine Puppe..?

Doch etwas war anders an ihr… Ihr schönes, liebreizendes Lächeln wirkte verändert. Es war nun eher ein verzogenes und brutales Lächeln.

In ihren Augen sah man die Mordlust…

Plötzlich öffnete sie ihren Mund und sprach: „…wo… warst du so lange, mein Liebster..? Während deiner Abwesenheit war ich so frei und hab mich bei den Leuten gerächt, wegen denen wir uns nicht sehen konnten. Und nun sei so lieb und küss mich. Dann werden wir für immer glücklich.“

Der Junge trat ein paar Schritte zurück und stolperte über eine der Leichen, verzweifelt versuchte er sich an der Wand wieder aufzurappeln. „Ach, mein Geliebter…“, sprach die Puppe, „Packt dich etwa die Angst? Das macht doch nichts. Wenn du mich küsst, ist das alles vorbei. Dann kann ich endlich wieder nach Hause und du kommst mit mir mit, ja? Dann werden wir glücklich und zufrieden, bis an unser Lebensende sein, stimmt’s? “

Der arme Junge zitterte am ganzen Leib und konnte kaum atmen, vor Angst.

„Früher konntest du dein kochendes Blut doch auch kaum daran hindern, mich zu küssen und jetzt kocht es genauso wie früher“, Celity lachte eine Weile.

Das perfekte Gesicht der Puppe war mit Blut bespritzt und das blaue Kleid rot gefärbt. Langsam konnte sich der Junge wieder aufraffen, noch zittrig auf den Beinen und mit keinem festen Stand, lehnte er sich an die Wand, keuchend, als wäre er gerade 500 Meter gelaufen. Er hielt sich den Hals, als würde er keine Luft mehr bekommen. Der Junge starrte auf den Boden und ließ seinen Blick dann langsam zum Tresen wandern, wo die bewegungsunfähige Puppe stand.

Sein Kopf war leer, er war unfähig zu denken.

Keinen klaren Gedanken konnte er mehr fassen, er dachte nicht einmal daran, zu fliehen.

Er dachte einfach gar nicht.

Nur sein Herz raste, sein Körper zitterte und seine Lunge wollte nicht mehr atmen.

„Küss mich…“, befahl ihm die Puppe.

Gegen seinen eigenen Willen, ging er stolpernd an der Wand entlang zum Tresen, langsam.

Er wollte das nicht.

Es soll aufhören.

Er wollte es seinen Beinen verbieten.

Doch sie hörten nicht.

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Verfasserin: WaNNaDie?

Mai 8

Creepypastas von Fans #53: Schlaflose Nächte

02.07.2007 19:34
Bitte, kann mir jemand helfen? Ich weiß nicht, wie ich es erklären soll, denn etwas seltsames geht hier vor.

Ich habe einen Hund. Er ist das liebste Tier der Welt und ein guter Freund und Begleiter. Aber seit einigen Tagen verhält er sich seltsam. Angefangen hat es vorgestern. Er saß in unserem Garten, der an ein Waldstück grenzt und starrte den halben Tag lang ein und denselben Baum an. Er fraß nichts an diesem Tag. Gestern und heute das gleiche. Ich wachte in der Nacht auf, da ich seltsame Geräusche hörte, als ging ich runter in die Küche. Er saß auf dem Boden und kratzte mit beiden Pfoten an der Wand. Da ich zu müde war, ging ich wieder Schlafen. Ich glaube, er war so in sein Kratzen vertieft, dass er mich nicht mal bemerkte.

03.07.2007 18:03
Heute verhielt er sich zwar zurückhaltend, aber er starrte nicht diesen Baum an.

Der Putz von der Wand ist abgekratzt, kann zusehen wie ich das wieder hin bekomme.

04.07.2007 02:17
Der Hund läuft wie verrückt im Haus herum. Was ist los mit ihm?

04.07.2007 04:23
Kann nicht schlafen. Er rennt immer noch wie ein Irrer. Wollte ihn raus in den Garten lassen, aber er wollte nicht. Liegt vielleicht daran, dass es ungewöhnlich kalt ist, für diese Jahreszeit. Das Thermometer zeigt 7°C an, oder? Werde morgen mal beim Tierarzt anrufen.

04.07.2007 12:05
Er hat sich beruhigt. Sitzt da und schaut durch die Terrassentür diesen Baum an. Seltsam. Ich kann nichts auf dem Baum sehen, das seine Aufmerksamkeit dermaßen an sich ziehen könnte. Habe einen Termin beim Tierarzt für den 06.07. bekommen.

05.07.2007 01:32
Hund rennt schon wieder rum. Bin am Verzweifeln. Ich ging runter und sah ihn, wie er mehrmals mit dem Kopf gegen die Wand lief. Wollte ihn davon abhalten, aber er knurrte mich an und schnappte nach meiner Hand. Das sieht ihm gar nicht ähnlich. Erkenne meinen Hund nicht wieder. Versuche weiter zu schlafen.

05.07.2007 03:12
Bin aufgewacht. Der Hund sitzt neben meinem Bett und starrt mich an. Er macht mir Angst. Wollte aufstehen, aber er fängt an zu knurren und zu schnappen, wenn ich es versuche. Seine Augen funkeln so seltsam im Mondlicht. Ich habe Angst. Wirklich Angst. Traue mich kaum, zu schreiben. Er starrt mich an, ohne zu blinzeln oder sich zu bewegen. Ich glaube, ich drehe langsam durch.

05.07.2007 04:58
Er ist runter gelaufen. Habe etwas klirren gehört. Glas, das zerspringt. Traue mich nicht, aufzustehen und nachzuschauen. Was ist hier bloß los? Hätte nie gedacht, dass ich einmal Angst vor meinem Hund haben müsste.

05.07.2007 10:09
Kann den Hund nirgends finden. Das Klirren war die Terrassentür. Er ist wohl durch gesprungen und weggelaufen. Werde noch ein bisschen warten, bevor ich ihn suche. Er wird bestimmt wieder kommen.

05.07.2007 14:49
Es ist schrecklich! Mein Hund ist tot!! Ich fand ihn auf diesem Baum! Ich kann gar nicht glauben, wer oder was zu so etwas fähig sein könnte! Er hing an einem Ast. Sein Körper war nicht wieder zu erkennen. Musste mich übergeben. Sein Kopf war fast abgetrennt, sein Körper aufgeschlitzt, die Gedärme hingen herab… kann es nicht weiter beschreiben, es ist zu grausam für mich. Fühle mich wie erstarrt.

09.07.2007 13:12
Der Verlust und die Tatsache wie er starb, sind immer noch schwer zu ertragen, aber es wird besser. Habe ihn im Wald begraben. Ich sitze gerade im Garten und sehe mir den Baum an. Er ist so unglaublich faszinierend. Auf eine Art und Weise wunderschön. Kann meinen Blick gar nicht abwenden. So unglaublich beeindruckend, so fesselnd…

Dieses Dokument wurde bei der Durchsuchung eines Hauses sichergestellt. Der Autor (vermutlich der Hauseigentümer) wurde als vermisst gemeldet. Weitere Untersuchungen ergaben, dass man unidentifizierbare Leichenteile auf einem Baum im Garten fand. Erst eine DNA-Probe ergab, dass sie zum Eigentümer gehörten.

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Verfasser: Möchte anonym bleiben.