Dezember 16

Creepypastas von Fans #60: Der Talisman, Teil 1 – Der Anruf

Meine Schwester ist seit 3 Tagen verschwunden.

Kurz vor ihrem Verschwinden rief sie mich an.

„Klaus?“, sagte sie leise und schien mit den Nerven am Ende zu sein.

„Klara? Ja, was ist lo…“, versuchte ich, sie zu fragen.
„Sei ruhig und hör zu!“, befahl sie: „Ich habe nicht viel Zeit. Ich habe etwas schlimmes gemacht und du musst zu meinem Haus und mein Tagebuch inklusive dem Gegenstand, zu dem es dich führt, zerstören. Aber komme erst in 3 Tagen vorbei und beeile dich, sobald du angefangen hast, sonst wird es dich auch erwischen. Ich muss auflegen, es kommt gleich. Lebe wohl und vernichte das Buch und den Talisman!“
Ein schreckliches Kratzen war zu hören und danach das Freizeichen…

„Sollte das ein Scherz sein?“, fragte ich mich noch.
„Es hörte sich nicht wirklich danach an, aber Klara war immer schon eine gute Schauspielerin.“

Mich wunderte es immer, dass sie nicht Schauspielerin, sondern Archäologin wurde, aber alte Sachen waren immer schon ihre Leidenschaft, anders, als die Familie. Wir hatten uns 3 Jahre nicht gesehen und nur selten miteinander gesprochen und wenn, dann nur über Briefe oder kurze Telefonate. Diese Tatsache bestätigte für mich, dass es nur ein Scherz sei. Wer würde schon jemandem, den er kaum kennt, eine so wichtig klingende Aufgabe geben? Außerdem klang die ganze Sache an sich schon absurd. Ich beschloss, am nächsten Tag zu ihr zu gehen, um ihr zu sagen, dass dieser Scherz nicht witzig war.

So stand ich nun am nächsten Tag, nach 3 Stunden Fahrt, vor ihrer Tür. Doch niemand öffnete auf mein Klingeln hin. Da die Tür verschlossen war, schaute ich unter ihre Fußmatte. Da war der Schlüssel, sie hatte sich nicht verändert.

Als ich ins Haus eintrat, überkam mich ein leichtes Unwohlsein inklusive Kopfschmerzen. Ich wollte schnell wieder aus dem Haus raus. Ich suchte in jedem Zimmer nach meiner Schwester, aber nirgendwo war sie zu finden. Als ich dann in ihr Schlafzimmer kam, sah ich ein Bild des Horrors. Alles war verwüstet und an der Wand ein riesiger, langer Kratzer, welcher von einer Klaue zu stammen schien. Das schockierende aber, war der halb zerstörter Schrank, in dem eine nicht ganz getrocknete Blutlache und das schnurlose Telefon von Klara waren.

Ab diesem Zeitpunkt wusste ich, dass es kein Scherz war und machte mich in ihrem Schlafzimmer auf die Suche nach dem Tagebuch. Die Anweisung vergessend, dass ich 3 Tage warten solle.

Dies war der erste Fehler, der zu meinem Ende führte.

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Verfasser: Varulv Veritas

Dezember 1

Creepypastas von Fans #59: Hole 21

Sicher hat jeder von euch schon einmal Minigolf gespielt. Ich war Meister darin. Es gab kein Loch, das ich nicht mit nur einem Schlag hätte bezwingen können, bis auf eines: Das „Hole 21“.

Doch das sollte sich heute ändern. Heute ist mein achter Geburtstag. Heute darf ich bis in die Nacht alleine auf der Minigolfanlage bleiben. Solange, bis ich alle Holes durch habe, Hole 21 mit eingeschlossen.

Es hat Tradition, dass man mit acht Jahren einmal alleine ohne Eltern oder sonstiger Aufsicht auf der Anlage bleiben darf.

Doch trotz der Tradition machen es nur die wenigsten, denn viele fürchten sich immer noch vor dem Hole 21, wegen jener Nacht.
Was in jener Nacht geschah?

Nun, das weiß niemand, denn keiner war in jener Nacht am Tatort gewesen. Keiner. Keiner, außer Juliette Westerfield.

Juliette war ein kleines Mädchen, damals war sie gerade mal acht Jahre alt, dennoch spielte sie Minigolf wie ein Weltmeister.

Täglich war sie auf der Minigolfanlage unserer Stadt, so auch in jener Nacht.

Damals gab es erst seit kurzem das letzte Hole, Hole 21. Juliette war die Erste, die sich an das Hole wagte.

Da sie die anderen Holes zuvor noch durchlief, zog sich dies bis spät in die Nacht, bis sie allein auf der Anlage war. Ganz allein, mitten in der Nacht.

Es herrschte Ruhe, nur gelegentlich hörte man ein Knacken in den Bäumen und das rascheln der Blätter.

Man sagt, dass sie Punkt 12 Uhr nachts den Ball in dem Loch versank. Mit einem Schlag, denn nur wenige Minuten später hörte man einen erbitterten Schrei. Ein Schrei, wie er nur von einem kleinen Mädchen stammen konnte. Ein Schrei, welcher nur zu Juliette gehören konnte.

Ohrenzeugen begaben sich sofort zu der Anlage, doch als sie dort eintrafen, war keine Spur mehr von Juliette.

Man fand nur noch ihren normalerweise rosafarbenen Schläger, welcher von einer roten Schicht aus Blut überzogen war, am Anfang der Bahn und ihren ebenso rosafarbenen Ball, perfekt eingelocht am Ende der Bahn.

Das erzählt man zumindest, denn Juliette wurde bis heute nicht mehr gesichtet.

Heute ist es mein Tag, heute liegt es an mir herauszufinden, was es mit Hole 21 und jener Nacht auf sich hat.

Ich bin bereits ganz alleine auf der Anlage, 20 Holes sind bereits problemlos absolviert worden.

In fünf Minuten ist es 24 Uhr. Bilde ich mir das nur ein, oder wird das ticken der Turmuhr tatsächlich immer lauter?

Mir ist mulmig im Magen. Was ist, wenn ich nie wieder zurückkomme? Wenn mir jetzt doch etwas zustößt?

Ich könnte kehrt machen, aber Nein! Nein! Nein, ich zieh das jetzt durch.

Mit weichen Beinen bewege ich mich auf das Hole zu. Noch drei Minuten, dann schlägt die Uhr 12.

Ich lege den Ball auf die Markierung auf der Bahn. Noch zwei Minuten.

Ich hole tief Luft und schnappe mir meinen Schläger. Noch eine Minute.

Den Schläger fest umklammert nehme ich meine Position ein und hole aus. Noch 30 Sekunden.

Sachte und leicht zitternd stupse ich meinen im Mondschein leicht violett schimmernden Ball an. Noch 20 Sekunden.

Der Ball rollt geradewegs auf das Loch zu. Noch zehn Sekunden.
Der Ball rollt und rollt und rollt. Er wird immer langsamer. Noch fünf Sekunden.

Der Ball rollt geradewegs in das Loch. Eingelocht! Die Turmuhr schlägt 12.

Was jetzt wohl passieren wird? Mir stockt der Atem.

Totenstille! Ich höre nur mein Herz pochen und… und… ein Knacken. Erst leise, dann immer lauter. Ein leichtes Erdbeben erschüttert meinen Körper.

Und was ich jetzt sah, konnte ich meinen eigenen Augen nicht glauben:

Vor mir tut sich der Boden auf. Ja, die Bahn hat sich einfach in der Mitte in zwei geteilt.

Ich spüre einen Sog, der mich immer weiter in die Tiefe zu zerren versucht.

Ich versuche, mich noch an einem Schild festzuhalten, doch vergebens. Samt dem Schild werde ich in die Tiefe gerissen.
Unten angekommen sehe ich nur noch, wie die Bahn sich wieder schließt und mich in den Tiefen einschließt.

Erschöpft lege ich mich auf den Boden und schließe die Augen…

Zu stickig hier in der Tiefe, die Nacht werde ich wohl hier nicht überleben.

Vielleicht wird man die Aufzeichnungen von mir irgendwann finden. Vielleicht! Wenn bis dahin nicht noch mehr Menschen sich dem selben Schicksal ergeben müssen……

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Verfasser: Katy1298

Dezember 1

Creepypastas von Fans #58: Das Tagebuch

Mein Name ist Jennifer.

Ich war gerade erst in das neue Haus gezogen. Ich habe es vollkommen renoviert angemietet, es war ein echtes Schnäppchen. Die Vermieter wollten wirklich dringend dass hier jemand einzieht, völlig unverständlich dachte ich, es ist schön und die Lage ist perfekt… Ich dachte mir, dass hier sicher viele Leute hinziehen wollten… Jedoch lag ich falsch…

An meinem ersten Abend, als ich gerade ins Bett gehen wollte, bemerkte ich, dass ein kleines Buch, nein eher ein Heft, ein Notizheft oder etwas ähnliches auf meinem Kopfkissen lag. Ich war neugierig, schlug es auf und fing an zu lesen.

 

  • 18. November

    Das Haus ist schön ich denke, ich werde hier eine schöne Zeit haben.

  • 19. November

    Heute morgen habe ich es in den Wänden klappern hören… Na toll, ich glaube ich hab Ratten.

  • 20.November

    Hab einen Kammerjäger gerufen er hat die Ratten beseitigt

  • 21. November

    War heute allein im Weinkeller eingeschlossen… Die Tür ist einfach zugefallen und sie wurde scheinbar abgeschlossen. Es ist ein altes Schloss und windig, ich sollte mir keine Gedanken machen.

  • 22. November

    Die Geräusche in den Wänden haben wieder angefangen… Diesmal sind sie jedoch viel lauter… von etwas größerem.

  • 23. November

    Ich fange an nach einer neuen Wohnung zu suchen… Gestern wurde mein Hund entführt… und… und… und ich habe ihn mit Bissspuren zerfleischt in meinem Schlafzimmer gefunden. Ich bin Zahnärztin und kann sagen… das waren keine Tierzähne…

  • 24. November

    Ich glaube, ich habe es gesehen, da ist ein… ein Ding in der Wand… überall in den Wänden… die Wände sind dick und hohl es kann sich überall im Haus fortbewegen… es ist vielleicht so groß, wie ein Kind, aber nicht größer.

  • 25. November

    Ich bin hier in meinem Schlafzimmer eingeschlossen. Wenn dies jemand liest, lauf weg so schnell du kannst… es wird dich hohlen… denn seinen Hunger kann man nicht stillen.

  • 12. Februar (Das heutige Datum) (Dieser Eintrag ist mit Blut geschrieben)

    Jennifer… Dein Parfum duftet gut…

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Verfasst von: MrReaper