August 31

Die Schöne und das Biest

Mein Name ist Graham. Ich lebe in der Hölle, umzingelt von Teufeln.

Ich wurde seit meiner Geburt schon immer ausgeschlossen. Meine Eltern interessieren sich gar nicht für mich. An der Schule werde ich wie ein Stück Dreck behandelt, und die Lehrer tun nicht mal eine gottverdammte Kleinigkeit dagegen. Aber bei all den Problemen die ich habe, ist das schlimmste immer noch das ich gemobbt werde. Ganz besonders von diesen Typen.

Nick, Brandon und Kevin. Diese drei schlugen , erleichterten mich um meine Sachen und beleidigten mich so lang ich mich erinnern konnte. Wir kamen vom Kindergarten in die Highschool in der wir grade auch sind. Wieso ich nicht gewechselt habe fragst du? Wie ich schon sagte – meine Eltern interessierte es einen Scheißdreck, selbst, wenn ich ihnen des öfteren von meinen Problemen erzählte. Ich habe jetzt Angst davor irgendwo in einem sozialen Netzwerk ein Profil zu erstellen, weil sie mich da auch mobben könnten. Es war immer das gleiche, was sich Tag für Tag wiederholte – Aufwachen, Eltern sehen die es nicht interessiert, zur Schule gehen, gemobbt werden, wieder nachhause gehen und deprimiert darüber sein. An einem Punkt hatte ich sogar über Selbstmord nachgedacht.

Bis ich sie traf.

Ihr Name war Samantha. Sie war das schönste Mädchen das ich jemals gesehen habe. Sie hatte gerade erst zu uns gewechselt und wurde dazu aufgefordert neben mir zu sitzen. Ich dachte, dass sie erst gar nicht mit einem Loser wie mir reden will, also sprach ich zuerst auch nicht mit ihr, obwohl ich das eigentlich gar nicht wollte.

Aber es stellte sich heraus das sie mich zuerst anspricht.
„Hi, ich bin Sam. Wie heißt du?“ Fragte sie.

Das war das erste mal seit Jahren das jemand so mit mir redet. Ich konnte es gar nicht glauben was gerade passierte.

Ähm, ich bin Graham. Aber du willst sicherlich nicht mit mir reden.“

Was sag ich da?! Ich mach mir diese Gelegenheit schon selbst kaputt.

Wieso nicht? Ich kenne hier niemanden, und ich will mit dir anfangen.“ entgegnete sie.

Und so kamen wir uns immer näher. Wir haben zusammen unser Pausenbrot gegessen, erzählten uns Witze, tauschten Storys miteinander aus, lernten zusammen und machten auch sonst vieles gemeinsam. Sie war die erste, sie war die erste die mich richtig erreichte. Hin und wieder erwischte ich mich selbst dabei wie ich weinte. War das die Realität? War das alles nur ein Traum? Ich kniff mich selbst um sicher zu gehen, aber sie war immer an meiner Seite, lächelnd. Wir wurden mehr als Freunde. Wir liebten uns.

Aber sie war die einzige gute Sache in meinem Leben. Ich wurde noch immer gemobbt und geschlagen von diesen dreien, Nick, Brandon und Kevin.

Es war ein anderer Tag an dem ich zusammengeschlagen wurde. Sie traten mich in Grund und Boden. Ich rollte mich am Boden zusammen und hoffte, dass der Schmerz schnell vorbei sein würde.

Da sind sie Officer! Verhaften sie sie!“ Ich hörte einen Ruf von einer mir bekannten Stimme. Es war niemand anderes als Samantha.

Ich hörte Schritte irgendwo in der Nähe. Ich sah Sam’s Hand die sie mir anbot. Ich nahm sie entgegen und sie half mir auf die Beine.

Diese Arschlöcher, sie machen jemanden in der Gruppe fertig…das ist echt feige.“ entgegnete sie wütend.

Sam. Ich weiß was du versuchst zu machen,“ Sprach ich, „…aber du sollst nicht in die Sache mit hineingezogen werden. Ich will nicht sehen das du auch verletzt wirst.“

Ist mit egal Graham. Ich liebe dich und ich will dich beschützen.“, antwortete sie.

Und sie beschützte mich. Jedes mal, wenn sie mich schlugen oder dergleichen, kam sie zu meiner Rettung. Manchmal dachte ich, dass sie ein Engel sei der mein Leben besser macht.

Einige paar Tage später wurde ich schon wieder verhauen. Dieses mal war es brutaler als davor. Sie schlugen und traten auf mich ein.

Hört auf!“ Hörte ich von Sam dessen Stimme ich aus der Ferne hörte.

Oh, seht nur, wenn das nicht Johanna von Orléans ist die zu seiner Rettung eilt.“ erwiderte Nick.

Hört jetzt sofort auf, oder ich werde die Polizei nochmal auf euch hetzen!“ Schrie Sam.

Nein, wirst du nicht.“, antwortete Nick mit Spott in seiner Stimme.

Ich hörte wie sie sie betatschten. Ich wollte aufstehen, doch ich konnte nicht. Der Schmerz war zu groß.

Lasst mich los!“ sagte sie mit Angst in ihrer Stimme.

Wir sind gelangweilt von dir du Schlampe. Lass uns ein wenig Spaß haben. Wir werden dir eine Lektion beibringen die du niemals vergessen wirst.“, erwiderte Nick mit einem bösen kichern.

Meine Augen wollten sich wegen des Schmerzes gar nicht öffnen. Ich hörte Sam weinen, während Nick grunzte wie ein Schwein und schwer atmete. Brandon und Kevin feixten von dem was ich hörte.

Nach ungefähr zehn Minuten hörte ich wie Nick aufhörte zu grunzen.

Habt ihr alles Jungs?“, fragte Nick

Ja wir haben es auf der Kamera.“, antwortete Brandon. „Arschlöcher, wir wollten uns ändern. Wir hielten uns sogar schon zurück.“

Ist jetzt auch egal.“, sagte Nick. „Wir haben das Zeug zum erpressen, soll sie sehen wie sie uns nun aufhält.“

Ich habe gehört wie sie lachend weggingen. Ich konnte meine Augen nun endlich öffnen, und sah wie Sam dort in der Ecke weinte.

Ich wandte all meine Kraft auf um zu ihr zu gehen. Ich hielt sie in meinem Arm. Wir weinten zusammen in der Ecke so lang ich mich erinnern konnte. Ich fühlte mich richtig schlecht und schuldig, weil sie so verletzt wurde.

Wir standen auf und gingen gemeinsam Heim, unsere Häuser waren nicht sehr weit voneinander entfernt. An dem Punkt an dem wir uns trennen mussten verabschiedeten wir uns voneinander.

Sam, ich bin für dich da. Merk dir das.“, sagte ich ihr während ich ihre Hände festhielt.

Okay.“, antwortete sie schwach.

Ich sah wie sie immer weiter und weiter von mir wegging. Dann ging sie um die Ecke und war aus meinem Blickfeld verschwunden.

Am nächsten Tag war die gesamte Schule in eine komische Stimmung getaucht. Als ob irgendetwas passiert war. Und dann kam die morgendliche Ankündigung.

Schüler, wir haben schlimme Neuigkeiten. Unsere Freundin, Samantha Hellens, begann Selbstmord.“

Was hab ich da grade gehört? Sie ist…tot? Weg? Für immer?

Eines der Mädchen in meiner Nähe flüsterte zu einem anderen, „Ich hab gehört sie hat versucht den Loser da drüben zu helfen.“

Es war meine Schuld. Ich brachte sie in mein Leben. Ich bin der Grund warum sie tot ist.

Es war eine Qual jeden Tag zur Schule zu gehen. Auf meinen Weg nach Hause kam Nick auf mich zu.

Aww, bist du traurig weil sie der einzige Grund war, wieso du überhaupt aufgestanden bist? Hat es dir gefallen, als ich dein Mädchen so richtig hart durchgenommen habe?“

Ich war endlich an meinen Limit. Ich nahm mein Taschenmesser. Ich hatte bis jetzt zu viel Angst um es zu benutzen, bis jetzt. Ich war mir noch nie sicher bei solchen Sachen.

Bevor er reagieren konnte, stecke die Klinge schon in ihm. Dann stach ich des öfteren auf ihn ein. Er hustete Blut und ging zu Boden.

Ich nahm mir sein Handy aus seiner Tasche und rief Brandon an.

Hey Nick, wo bist du?“ sagte Brandon am Telefon, „Wir warten hier schon seit fünf Min-“

Nick? Oh, ihm geht’s gut. Er verblutet hier grade neben mir.“ Sagte ich ihnen.

Wie kommst du an sein Handy und wovon zur Hölle redest du überhaupt?!“, erwiderte Brandon.

Ich würde euch vorschlagen hierher zu kommen um es heraus zu finden. Er verliert grade eine Meeenge Blut.“ Ich legte auf und donnerte das Handy auf den Boden. Wenn sie ankommen werde ich dafür sorgen das sie es Nick gleichtun.

Ich verstand es endlich. Wieso konnte ich es nie davor sehen?

Ich bin umzingelt von denen bei denen ich es endlich realisiert hatte, dass ich um zu überleben zurück hassen muss. Ich musste das Biest werden. Ich werde meine Klauen tragen und jeden einzelnen niedermetzeln.

Übersetzer: CreepyCrafts

Korrekturleser: dannyk96

Original: http://creepypasta.wikia.com/wiki/Beauty_and_the_Beast

August 24

Dream

Als ich aufwachte fühlte ich mich schlecht. Mein Kopf war mit verschwommenen Visionen meines Albtraumes gefüllt. Als ich mich aus dem Bett schälte, merkte ich wie schwer meine Augen waren. Ich zwang mich die Treppe runter, ging in die Küche zur Kaffeemaschine und goss mir einen Kaffee auf. Ich schlurfte rüber ins Wohnzimmer und schaute ein wenig Fernsehen. Im Halbschlaf döste ich weg.

Ich wachte auf als ich meinte ein Glas zerbrechen zu hören. Es hörte sich an als würde es aus der Küche kommen. Ich stand auf und ging nachsehen, nichtsahnend was mich erwarten würde in die Richtung wo das Geräusch herkam. Ich schaute zur Decke und sah, dass die Glühbirne kaputt war – sie flackerte. Ich schaute wieder geradeaus und war nicht mehr in der Lage mich zu bewegen.

Vor mir stand ein Clown. Seine Augen waren pechschwarz. Er sah verzerrt aus. Seine Arme hingen ausgedehnt nach unten. Er war bestimmt zwei Meter groß. Er war außerdem ziemlich dünn und sein Kostüm und sein Hut waren sehr abgenutzt. Seine Haut war hellgrau, eingerissen und sah aus als wäre er gestreckt worden. Er schien zu weinen. Dann hörte er auf und sah mich langsam an.

Dann schrecke ich aus dem Schlaf auf und setzte mich auf. Gott sei Dank war es nur ein Traum, dachte ich. Das seltsame ist, seit diesem Traum fühle ich mich beobachtet und ab und zu habe ich Tagträume. Außer, dass ich immer wieder den Clown sehe wird mir dann auch übel. Jedes Mal sieht es alles so realistisch aus. Ehrlich gesagt habe ich keinen Zweifel dass es jedes Mal mehr realistischer ist, wenn ich davon träume. Aber vielleicht auch nicht…vielleicht.

Übersetzerin: Äona

Korrekturleser: dannyk96

Original: http://creepypasta.wikia.com/wiki/Dream

August 12

Ein paar Vorschläge

Vorschlag: Wir könnten während der Hochsaison eine weitere Person am Eingang brauchen.

Vorschlag: Bitte stellt den Hot Dog Stand weg von der Hauptwasserrutsche. Außerdem sollten die Wasserrutschenmitarbeiter auf die Kinder achten, die gerade gegessen haben. Wenn einem Kind darin schlecht wird, müssen zuerst ein paar andere durchrutschen, bis man es bemerkt.

Vorschlag: Es wäre toll, wenn wir mehr Informationen anonym abgeben könnten. Vielleicht eine bestimmte Zeit für eine private Besprechung?

Vorschlag: Wir brauchen mehr Wachmänner am Südtor.

Vorschlag: Die Musik im Reptilienhaus ist entweder verlangsamt oder spielt sich rückwärts ab. Das ist SEHR nervend.

Vorschlag: Bitte sagt den Maskottchen, dass sie nicht in ihren Kostümen essen sollen. Wir bekommen immer wieder eines mit Essen über dem gesamten Gesicht verteilt und wir denken, jemand versucht witzig zu sein. Die Mundöffnung ist mit einem Netz geschlossen, also ist essen gar nicht möglich.

Vorschlag: Bitte repariert die Musik im Reptilienhaus, sie macht mich immer noch verrückt.

Vorschlag: Gäste beschweren sich über die Anzahl der Handtücher in ihren Zimmern.

Vorschlag: Wir brauchen eine bessere oder neue Kaffeemaschine im Frühstücksraum.

Vorschlag: Ich wollte eigentlich nichts sagen, weil ich sehr tolerant bin, aber bitte hört auf Kinder ohne Gesichter hereinzulassen. Sie bleiben nicht in den Gastarealen.

Vorschlag: Das öffentliche Areal könnte eine größere Auswahl an DVDs und Spielen vertragen. Die Sammlung wird langsam alt.

Vorschlag: Wir brauchen immer noch einen Wachmann am Südtor. Was ist billiger, einen Mitarbeiter zu haben, der hin und wieder dort vorbeischaut oder den Vandalismus zu übermalen?

Vorschlag: Das Südtor braucht mehr Wachmänner.

Vorschlag: Was machen wir wegen den Obszönitäten am Mitarbeitereingang? Stellt bitte einen Wachmann öfters am Tag dort hin oder so was.

Vorschlag: Fühlt euch nicht sicher nach Ende der Schicht durch das Südtor zu gehen.

Vorschlag: Frank schummelt in Solitär, wenn er denkt ich würde nicht schauen. Bitte macht sofort was dagegen.

Vorschlag: Sagt den Maskottchen, dass sie von dort wegbleiben sollen, wo sie nicht hingehören. Einer von ihnen schaltet die ganze Zeit die Musik im Reptilienhaus aus. Ich kann nicht sagen wer es ist wegen dem Kostüm. Klärt das bitte in einer Besprechung oder derartiges.

Vorschlag: Bitte gebt den Maskottchen mehr Zeit für die Mittagspause oder zwischendurch kurze Pausen während der Arbeitszeit. Schweiß und Körpergeruch sind ein Ding, aber wir bekommen immer wieder das gleiche Kostüm voll mit Übergebenem.

Vorschlag: Stoppt Frank, er ist eine Bedrohung. Es hat sich nun auf Sudoku ausgebreitet. Das ist kein Quatsch.

Vorschlag: Entschuldigung das ich auf einer Serviette schreibe, aber wir brauchen mehr Vorschlagskarten oder so was. Jemand stiehlt die alle.

Vorschlag: Stoppt die scheiß Musik.

Vorschlag: Ich schwöre, diese Kinder haben etwas vor. Jedes Mal wenn ich eines töte, benehmen sich die anderen nur noch schlimmer. Ich sehe sie immer in Scharen am Ende von Treppen und sie finden das lustig. Es ist nicht lustig. Ich kann da nicht durch.

Vorschlag: Wir brauchen mehr Vorschlagskarten.

Vorschlag: Wir haben ein Maskottchenkostüm mit Farbe an den Handschuhen zurückbekommen. Jemand hat es zum Südtor gebracht und es passt zu der Farbe, die der Vandale verwendet. Vielleicht ist es wert danach zu sehen. Und wo sind die Karten?

Vorschlag: Kostüm klebt an den Geschwüren

Vorschlag: Es

ist zU schwer

zu schreibn

mit diesen Handschuhen an

Vorschlag: Danke für die Vorschlagskarten! Was machen wir jetzt wegen den Mitarbeitern am Eingang in der Hochsaison?

Vorschlag: Und noch einmal Entschuldigung für die Serviette. Wir haben schon wieder keine Karten mehr.

Vorschlag: Eines der Maskottchen hat mich in der Vorratskammer eingeengt und meine Brüste angefasst. Ich hab es Michael Sheehan gesagt, aber ich denke nicht, dass er irgendwas tun wird, weil ich nicht wusste, wer in den Kostüm war.

Vorschlag: Ha ha ich bin eine Maus

Vorschlag: Fick dich.

Vorschlag: Jemand nimmt die Glühbirnen heraus. Ich meine, einfach überall. Die Gäste werden immer wütender, weil sie Schalter einschalten und nichts passiert.

Vorschlag: Wann bekommen wir ein paar neue DVDs im öffentlichen Areal? Ich beschwere mich nicht, weil es alte Filme sind, sondern viele davon sind zerkratzt und spielen nicht immer alles ganz durch ab.

Vorschlag: Was ist die ETA an der Kaffeemaschine?

Vorschlag: Der Automat im 3. Stock in dem Gästeareal ist immer ausgesteckt und der Geldschlitz ist immer voll mit Vorschlagskarten. Ich weiß nicht mal, was diese Karten da sagen.

Vorschlag: Wir brauchen schon wieder neue Karten.

Vorschlag: Versucht Frank zu finden.

Vorschlag: Ich werde euch Hinweise wegen Frank geben, okay?

Vorschlag: Hinweis #1, es ist kalt.

Vorschlag: Hinweis #2, es ist nass.

Vorschlag: Wir brauchen noch eine neue Lage von Farben für das Südtor. Macht ihr irgendwas gegen diesen Clown?

Vorschlag: Hinweis #3, versenkt.

Vorschlag: Der Hot Dog Stand steht immer noch neben der Wasserrutsche und es waren noch 2 weitere Unfälle mit Kindern, denen auf dem halben Weg durch die Rutsche schlecht wurde. Das wirft schlechtes Licht auf das Resort.

Vorschlag: Ich denke nicht, das ihr nach Frank sucht!

Vorschlag: Hey, ich will kein Arsch sein, aber ernsthaft, wo sind die Karten? Diese Box ist sinnlos!

Vorschlag: Ich sinke immer weiter in den Boden oder

Vorschlag: Vielleicht empfinde ich das nur so

Vorschlag: Ich bekomme keine Ruhe, weil es so viel zu tun gibt. Immer wenn ich mich hinlege, fragen mich die Gäste immer ob ich okay bin.

Vorschlag: Ich bekomme meinen Kopf nicht ab ich bekomme meinen Kopf nicht ab ich bekomme meinen Kopf nicht ab ich bekomme meinen Kopf nicht ab ich bekomme meinen Kopf nicht ab

Vorschlag: Ignoriert die letzte Karte, ich hab vergessen dass es mein echter Kopf war.

Vorschlag: Das Kostüm klebt an meinen Geschwüren und da sind mehr Geschwüre

Vorschlag: Alles was ich bin sind Geschwüre

Vorschlag: Das Kostüm atmet und wenn meine Bewegungen nicht zu seinen passen bekomme ich keine Luft

Vorschlag: F

Vorschlag: UCK

Vorschlag: Ich verschließe die Tore aber jemand macht sie immer wieder auf bitte sagt denen sie sollen damit aufhören weil es alle raus lässt und ich finde das ist kontraproduktiv

Vorschlag: Sie haben frank gefunden und sie werden mich beschuldigen. Bitte beraten

Vorschlag: HAHAHAHA Franks Gesicht sah aus wie ein Teller voll gestampfter Kartoffeln als sie ihn rausgezogen haben aber als ich darüber gelacht hab haben mich alle angesehen sogar die Leute mit den Gesichtern das ist merkwürdig

Vorschlag: Ich muss darüber nachdenken was ich tun kann

Vorschlag: Oh

Vorschlag: Ich weiß durchhalten

Vorschlag: Ich bin mir nicht sicher, ob die Vorschlagsbox der richtige Ort für das ist, aber die Wachmänner machen nicht wirklich was wegen meinen Beschwerden. Die letzten Tage über kreiste ich durch das Resort und hab die Anzahl an Mitarbeiter gezählt. So weit ich es beurteilen kann, sind mehr Maskottchen auf dem Gelände als wir zahlen. Die Wachmänner sagen, dass es keinen Sinn macht, aber ich denke, wir haben einen extra.

Vorschlag: Bitte helft mir, Kostüme sind schwer mit Leuten drin und es ist kein Haken für mich übrig

Übersetzerin: Ciiscax3

Korrekturleserin:  Äona

August 10

Der Knirps

Meine Augen warfen einen Blick zur Uhr als der Knirps in das Arbeitszimmer kam. Es war ein bisschen spät für ihn um wach zu sein, vor allem in diesem hyperaktiven Zustand.

Er brachte, ein paar wichtige Papiere die ich zu nahe am Tischrand gelassen hatte, durcheinander und das führt dazu, dass er auf sie drauf trat und über den Boden rutschte. Ich stand auf um die zerknitterten Seiten aufzuheben und fast sofort drehte er sich zu etwas anderen um.

Nicht – spiel nicht mit dem!“, schimpfte ich kleinlaut.

Es war zu spät. Der Knirps war schon Ellenbogentief in der verwitterten Holztruhe an der linken Wand. Er hatte das Fotobuch hervorgeholt, welches wie ein kleines Haus vor seinen Füßen stand. Daneben meine alte Uniform, dann die Box mit sortiertem Flickwerk und Medaillen.

Das Klappern der winzigen Metallsterne tönte schmerzvoll als Echo in meinen Ohren… mal wieder.

Als ich mich beeilte das neue Durcheinander aufzuräumen, wankte der kleine Kamikaze mit Vollgas durch den Raum, wild plappernd wie es kleine Kinder halt tun. Er schaute mir zu wie ich mit mir rang um zu knien, als er wie verrückt auf das Sitzkissen sprang.

Ich stoppte für einen Moment und betrachtete den wahnsinnigen Blick auf seinem Gesicht. Er schien meine faltige Visage genauso zu mustern, nach einer Reaktion suchend, die er aus mir herauslocken konnte.

Ich hatte das erwartet. Ich sollte das kennen. Ich bin alt genug um sein Großvater zu sein… oder vielleicht in diesen Tagen, Urgroßvater würde eher passen. Ich sollte die Geduld und die Weisheit haben um mit meinem kleinen Quälgeist angemessen umzugehen.

Trotzdem, jede Erscheinung lässt meine Gefühle wirr werden.

Ich bin auf eine Weise dankbar, dass nur der Knirps mein provisorisches Homeoffice betrat. Die große Figur draußen, stirnrunzelnd mich anstarrend war viel Angst erfüllender. Die gigantische Masse aus blankem Fleisch erinnerte mich an einen Sumoringer der auf der Suche nach einer Herausforderung war.

Er hatte noch nie ein Wort gesagt… an keinem Punkt der ganzen Jahrzehnte hab ich ihn einen Ton machen hören. Der einzige Bote seiner Ankunft war das Knacken des Bodens in der Halle.

Er war ein starker Kontrast zu dem wimmernden, brabbelnden Kind. Ich kann mir nicht vorstellen, dass er der Kindesvater war, obwohl es erklären würde, warum die beiden anscheinend die gleiche Natur hatten.

Am Anfang hatte ich mich gewundert wieso sie auftauchen… warum sie mir von Haus zu Haus folgten… wieso sie darauf bestanden mir zu erscheinen und nur mir alleine. Wie auch immer, in meinen Abschlussjahren hatte ich diese Fragen zur Seite geschoben und mich auf das größte Mysterium konzentriert.

Warum glühten die beiden so hell?

Übersetzerin: Ciiscax3

August 3

I need my Bear

„Hilfe!“, erklingt eine unscheinbare Stimme aus der Dunkelheit, „Irgendjemand! Helft mir bitte!“

Das ist einer dieser Momente in denen du entscheiden musst ob du jemandem hilfst… oder das Problem ignorierst. Alles könnte dem Besitzer dieser schluchzenden und kleinen Stimme passieren. Alles.

„Bitte!“, ein schriller und verzweifelter Schrei ertönt.

Vorsichtig bewegst du dich durch die Dunkelheit in Richtung des Waldes. Du wählst deine Schritte sorgfältig. Wenn es möglich ist, bewegst du dich unter den Straßenlichtern… die Augen wachsam geöffnet, die Ohren aufmerksam darauf bedacht jeden Laut von Gefahr wahrzunehmen.

„Ist denn niemand da draußen?“, erklingt die Stimme – es ist ein kleines Mädchen.

Du kommst zum Rande eines überwucherten Ödlandes, ein leeres Grundstück. Dort findest du das weinende Kind. Sie ist voller Dreck und völlig ungepflegt. Ihr weiches und buntes Kleid ist zerrissen und schlammig. Ihr leuchtend rotes Haar ist zerzaust und voll mit Blättern.

Das ist ein Kind das früher wahrscheinlich ein schönes Zuhause hatte und jetzt auf sich allein gestellt ist.

„Du musst mir helfen!“. Sie dreht sich zu dir um und möglicherweise ist dort Hoffnung in ihren dunklen Augen zu sehen. Tränen glitzern dort wo kleine Lichter ihren Schein darauf werfen.

Du kannst ihre Gestalt kaum ausmachen, ausgenommen von einigen wenigen Details. Sie steht nahe dem Unkraut, als ob sie gerade erst aus der chaotischen und vorstädtischen Wildnis gekommen ist.

„Mein Bär!“, beharrt sie und zeigt auf die Überwucherungen. „Ich brauche meinen Bär!“

Jetzt fängt alles an sich langsam vom „sinnvollen“ zu entfernen. Du willst dem Mädchen gerade sagen, dass es viel zu spät ist um draußen zu sein, vor allem in dieser Gegend, wenn du an deine eigenen wertvollen Kindheitsbesitztümer denkst.

Kannst du dem Kind wirklich etwas abschlagen das dich nur ein wenig Zeit kostet um etwas zu finden das ihr alles bedeutet?

Das Unkraut ist nur hüfthoch und nicht sehr imposant wenn du erwachsen bist. Laufend durch ein dichtes Durcheinander von Stämmen und Dornen folgst du dem schmalen Pfad den das Mädchen gerade verlassen hatte.

Wenn du ihre Spuren verfolgst bist du dir sicher, dass du das Objekt findest das sie so sehr haben will.

Es scheint, als wäre das kleine Ding eine ganz schöne Strecke gelaufen. Sie musste blind durch den Miniaturwald gelaufen sein. Schon bald verschwinden die Straßenlichter im Nebel und dein zunehmend närrischer Auftrag wird nur noch alleine vom Mondlicht geführt.

Wenn es doch bloß ein Hund wäre – du könntest ihn rufen. Du könntest nach einem Bellen oder Winseln lauschen.

Endlich, gerade als du die Suche aufgeben wolltest, stolperst du über etwas braunes und flauschiges in der frisch aufgewühlten Erde. Die Umgebung ist sauber, als hätte man das Land gerade bestellt. Ein altes, schmuddeliges und pinkes Teeservice aus Plastik liegt im Dreck neben einer verkrusteten Tiara, der schon einige imitierte Juwelen fehlen.

Du registrierst die seltsame Umgebung kaum, als du den vor dir liegenden Bären aufhebst.

Er liegt da wie ein zerknautschter Haufen, wie ein Mann mit pulverisierten Knochen. Er hat auch die Größe eines Mannes. Sein augenloser Kopf räkelte sich zur Seite, unter seinem schäbigen, nach unten verzogenen Mund eine kleine nass aussehende, schwarze Nase.

Das am meisten beunruhigendste jedoch ist die Öffnung in seinem Bauch und der Brust. Eine große, vertikale und gähnende Kluft von glänzendem Purpurrot, als wäre der „Bär“ nichts anderes als ein altes, modriges Kostüm.

Aber da ist kein Reißverschluss.

Stattdessen sind da zwei lange Reihen von perlweisen und scharfen Zähnen.

Lauf! Lauf! Das ist das einzige was durch deinen Verstand rast als eine der Bärenpfoten sich plötzlich bewegt und sich dann schlaff in deine Richtung bewegt.

Fast hast du es von dem verlassenen Grundstück geschafft – fast. Du kannst das kleine Mädchen am Rande stehen sehen. So süß und harmlos wie es nur sein kann. Mit den Händen an der Brust gefaltet.

Sie bewegte sich nun unter die Lichter. Nun wird dir erlaubt einen flüchtigen Blick auf ihre dreckige Haut zu werfen… ihre Stoffhaut… auf die verschlungenen Fäden die sie zusammen halten.

Ihre schwarzen Knopfaugen verschieben sich schwach, gespannt zusehend wie du fällst. Etwas ergreift deine Füße… deine Waden… deinen Gürtel…

Du hast es nie wieder aus dem Ödland geschafft, stattdessen kommt das Mädchen zu dir. Sie grinst und kippt ihren Stoffpuppenkopf zu dir.

„Da ist mein Mr. Bär!“, gurrt sie.

Das Mädchen führt dich zurück in Richtung der Lichtung, ihre kleine Hand umwickelt eine deiner dicken Klauen.

Original: http://slimebeast.com/stories/i_need_my_bear.php