Juli 29

Creepypastas von Fans #65: Hotline des Teufels

Nichts würde mich noch glücklich machen können. Ich werde nie wieder lachen können. Ich werde nie wieder lieben können. Alles, was mich noch an diese Welt bindet ist mein Körper, der einsam in der Welt umherzieht und nach einem Grund für das sucht, was mir widerfahren ist. Ich war verheiratet, hatte mit meiner Mina zwei Kinder. Es war Liebe auf den ersten Blick. Mina und ich heirateten schnell. Wir wussten, dass es die richtige Entscheidung war. Wir hatten beide Kinderwünsche und so kam es, dass Maximilian geboren wurde. Und nur ein Jahr später kam Susanne auf die Welt. Unser Glück war perfekt. Wir bauten uns ein Haus außerhalb der Stadt und führten ein wundervolles Leben. Wir waren die Familie die ich immer haben wollte.

Doch das Glück sollte wohl nicht lange währen. Ein halbes Jahr nach Susannes Geburt, kam der Tag der mein gesamtes Leben zerstören würde. Mina kam nachts spät von der Arbeit, als es geschah. Sie überquerte die Straße zu unserem Haus und wurde von einem heranfahrenden LKW überfahren. Ich habe es gesehen. Sie wollte doch nur nach Hause! Kurze Zeit später traf Rettungswagen und Polizei ein. Mina´s Körper, übersäht von Blut, gebrochene Knochen die aus ihrem leblosen Körper herausragten. Ich konnte mir das nicht länger mit ansehen. Ich konnte den Schmerz in meinem Herzen nicht mehr ertragen. Warum? War es Gottes Wille, Schicksal, oder einfach nur ein furchtbarer Zufall? Tausende von Gedanken rasten mir beim Anblick von Minas totem Körper durch den Kopf bis ich schließlich zusammenbrach.

Der Fahrer beging Fahrerflucht, der Fall wird nie aufgeklärt werden…

Sechs Monate später, war ich bereit meine Trauer und meinen Schmerz zu verarbeiten und mich therapieren zu lassen. Doch das, war der Fehler der Max und Susanne das Leben kosten würde. Ich schob die beiden in einem Kinderwagen für Zwillinge vor mich her als ich die Straße überquerte, nicht sehend, das ein LKW herangefahren kam. Er riss den Kinderwagen mit sich und nahm mir meine beiden Kinder. Max und Susanne, verloren durch die Hand eines LKW´s. Rettungskräfte und Polizei waren sofort zur Stelle, vergebens. Max und Susanne starben in meinen Armen.

Der Fahrer beging Fahrerflucht, der Fall würde nie aufgeklärt werden…

Zu der Beerdigung seiner Kinder anwesend zu sein ist nicht natürlich. Es sollte eher andersherum sein. Aber so war es nicht. Ich konnte von meinen beiden kleinen Abschied nehmen bevor sie sich zu meiner geliebten Mina gesellen würden. War das wirklich geschehen? Oder träume ich das bloß? Nach der Beerdigung blieb ich um meiner Familie nahe zu sein, als sich ein Mann zu mir gesellte. Er hatte einen schwarzen Anzug an und sein Gesicht war ohne jede Emotion. Alles was er sagte war:,, Hier, sie wollen doch nicht, dass es so endet, oder?´´ drückte mir eine Visitenkarten in die Hand und ging.

Ich blickte auf die Karte und sah, dass es eine Telefonnummer darauf notiert war. Verwundert über diese Person ging ich schweren Herzens vom Familiengrab nach Haus.

Dort angekommen, spürte ich die Ruhe, die Leere die dieses Haus nun umgab. Niemand war da, ich war von nun an allein. Für immer… Gibt es denn nun noch einen Grund überhaupt weiterzuleben? Ich könnte doch auch im Himmel bei Mina, Max und Susanne sein, als ein einsames Leben als trauernde Person zu fristen. Ich entschied mich. Ich holte ein Seil, das dick genug war um mich zu tragen, und einen Stuhl, begab mich nach draußen, zum alten Baum. Legte mir die Schlaufe um den Hals und kletterte auf den Stuhl. Kurz bevor ich von der Erde ging, erinnerte ich mich an die Telefonnummer und diese seltsame Person. Ich band mich los obwohl ich es nicht wollte und begab mich zurück ins Haus, wie von einer fremden Macht kontrolliert. Ich nahm das Telefon und wählte die Nummer, Taste für Taste und setzte den Hörer an mein Ohr um der Stimme im Telefon zu lauschen:
Hallo? Wer ist da?
Hallo, hier ist George. Mit wem spreche ich?
Hier ist Steffi, brauchen sie Hilfe?
Ehrlich gesagt nein. Ich möchte nur wissen wo ich bei ihnen bin.
Das ist ein Selbstmordhotline, brauchen sie Hilfe?
Nein, doch, vielleicht, ich weiß es nicht. Können sie mir denn helfen?
Ja.
Ich wollte mich gerade erhängen
Tun sie das nicht, es gibt so viel, für das es sich zu leben lohnt.
Diese Dinge habe ich heute verloren.
Möchten sie ihre Kinder und Mina wiederhaben?
Was? Woher wissen sie das!?!
Möchten sie ihre Kinder und Mina wiederhaben?
Ja…
Die Stimme im Telefon sprach nicht mehr, es kam ein knarzen aus dem Telefon, wie aus einem Fernseher der keinen Empfang hat. Jetzt flüsterte eine sehr tiefe Stimme zu mir:,, Wollen sie sie zurück?´´ Ich bejate die Frage und er fuhr fort:,, 3 unsterbliche Seelen für drei unsterbliche Seelen…´´ Nach diesen Worten legt die Stimme auf.

Ich fragte mich was diese Worte bedeuten sollten, doch im inneren wusste ich es bereits. War ich jemand der 3 Menschen tötet nur um Mina, Max und Susanne zurückzubekommen? Im inneren wusste ich auch bereits die Antwort, ja, ich würde alles tun.

Plötzlich blitzten Bilder vor meinem Auge auf, es waren Bilder von brutal abgeschlachteten Körpern. Sollte ich etwa mein Opfer so hinrichten? Ach, warum frage ich mich diese Sachen überhaupt. Ich wusste ich würde es tun, egal wie unmenschlich und abscheulich das auch war. Ich nahm ein Messer, ein Küchenbeil und eine scharfe Schere. Mit diesen drei Utensilien sollte ich meine Opfer töten.

Ich hegte immer noch einen Groll gegen LKW Fahrer und wusste bereits wer meine Opfer sein würden. Also inszenierte ich eine Autopanne an einer Landstraße und wartete bis ein LKW vorbeikam um mir zu helfen. Das geschah nach einer ganzen Weile und jemand hielt an. Ich bat ihn sich meinen Motor nachzuschauen und als er meiner Bitte nachkam rammte ich ihm das Messer in seinen Rücken. Ich schob es immer weiter in seinen sich zuckenden Körper hinein. Drehte in der Wunde mit dem Messer herum bis ein Loch in seinem Rücken triefte. Ich schnitt von der Schnittwunde nach oben, nach unten, links entlang, recht entlang bis schließlich sein ganzer Rücken und sein hässlich kariertes Hemd nur so vor Blut trieften. Er ging zu Boden, wahrscheinlich ohnmächtig wegen des hohen Blutverlustes. Er war tot, aber ich dachte gar nicht daran aufzuhören. Ich schnitt weiter an ihm herum. Ich stach ihm die Augen aus, schnitt seinen Bauch auf und riss ihm die Gedärme heraus. Brach ihm aus Spaß an der Freude sämtliche Knochen, zog ihm sämtliche Nägel und Zähne heraus. All das tat ich, wie von einer fremden Macht gesteuert. Es machte mir Spaß. Dasselbe tat ich mit meinen anderen Opfern, ich versuchte aber, sie am Leben zu halten. Sie sollten denselben Schmerz spüren wie ich als sie mir meine Familie entrissen.

In der Zeitung war die Rede von einem brutalen Serienkiller, der es auf LKW Fahrer absah. Doch ich war kein Serienkiller. Von meiner letzten Bluttat nach Hause kommend, ging ich ins Bad und wusch mir das inzwischen getrocknete Blut von meinem Körper.

Ich hatte meine Aufgabe erledigt und rief die Hotline an, Steffi war erneut am Hörer:
– Ja?
– Ich habe es getan.
– Was haben sie getan?
– Ich habe ihnen drei Seelen gebracht.
– Seelen? Hier ist die Selbstmordhotline, brauchen sie Hilfe?
– Was? Sie haben gesagt ich solle ihnen drei Seelen im Austausch meiner Familie bringen! Wir hatten einen Deal!
– Haben sie sich vielleicht verwählt?
– Verwählt?!? Nein! Ich habe drei Menschen umgebracht, also geben sie mir mein Familie zurück!
– Was haben sie gemacht?
– ja sie haben richtig gehört!
– Oh Gott… Wo wohnen sie? Hallo? Hallo?
Das kann nicht sein. Die Nummer war die richtige. Ich habe das flüstern doch selbst gehört, oder habe ich mich verhört? Nein, das ist unmöglich. Ich warf einen Blick auf die Visitenkarte. Leer!?! Da stand ja überhaupt nichts drauf! Dreh ich jetzt durch? Aber der Mann hat sie mir doch selbst gegeben.

Ich fuhr zurück zum Friedhof und fragte den Pfarrer der die Beerdigung von Max und Susanne geleitet hatte:,, Mann? Nein, ich habe sie als letzten und einzigen Menschen am Grabe gesehen.´´ was ist hier los? Habe ich mir das eingebildet?

Ich fuhr nach Hause. Die gesamte Fahrt habe ich nachgedacht. Träume ich nur? Bin ich wahnsinnig geworden?

Ich kam zu Hause an. Ich hatte Kopfschmerzen. Mit wem hatte ich gesprochen? Habe ich überhaupt mit jemandem gesprochen? Waren die Seelen nicht genug? Will er noch mehr? Meine letzte Chance um meine Familie zurück zu bekommen ist, noch mehr Seelen zu sammeln.

Ich nahm also mein Auto und fuhr an die Landstraße, inszenierte eine Panne und wartete, und wartete und wartete…

Bericht aus der Lokalzeitung:

Serienmörder gefasst!

Die Stadt atmet auf. Der Serienkiller Edward Meyer auch bekannt als der Truckkiller wurde gestern Nacht an einer Landstraße gefasst als er versuchte einen Mann brutal zu ermorden. Der Mann hatte mehr Glück als seine letzten Opfer. Er wurde wegen Unzurechnungsfähigkeit in die örtliche Nervenklinik gebracht. Er muss sich wegen 54 brutalen Morden verantworten. Der Prozess beginnt in zwei Wochen.

In einer Zelle sitzen und auf die Todesstrafe warten betrachten viele als grausam, ich nicht. Heute ist der Tag meiner Zusammenführung mit meiner Familie. Ich werde nun in die Kammer gebracht und festgeschnallt. Hinter Glas sitzen die Überreste meiner Familie und schauen meinem baldigen Ableben zu. Die beiden Spritzen kommen in den Raum, eine Harmlos, eine hundertprozentig tödlich. Sie setzen die Spritze an als ich plötzlich jemanden sah, der hinter dem Glas in der letzten Reihe sitzt. Der Mann vom Friedhof, er lächelte mich an, als wüsste er, dass wir uns wiedersehen würden in der Hölle. Ich fing an zu schreien, mich wie wild zu wehren. Es brachte nichts. Die Spritze tat ihre Wirkung und das letzte was ich sah, war das eiskalt lächelnde Gesicht, des Mannes, der mich dazu veranlasste 54 Menschen zu töten.

Autor: dannyk96

Juli 29

Creepypastas von Fans #64: Erfinder der Realität

Die Welt der Creepypastas, ein eigenes Universum des unerklärbaren, makabren und unheimlichen. Hätte ich sie doch nie für mich entdeckt, aber sie zogen mich nahezu magisch an. Also was hätte ich machen sollen als mich in eine Welt zu begeben, die voll ist von den Gedanken, Ängsten und Hirngespinsten der Autoren. Ich wollte auch dazugehören und meiner Fantasie freien Lauf lassen. Ich wollte Orte erschaffen, die es nur in meinen schlimmsten Albträumen gibt. Ich wollte Wesen und Monster erschaffen, die einem das Blut in den Adern gefrieren lassen, wenn man auch nur ihren Namen ausspricht. Ich wollte dem puren Wahnsinn ein Gesicht. Ich hatte bis jetzt jede einzelne Creepypasta gelesen, die es gab, nicht nur deutsche, ich übersetzte mir sogar selbst welche, wenn ich auch nur ihren Titel interessant fand. Ich lies mich inspirieren von den verschiedensten Film- und Buchautoren. HP-Lovecraft, Edgar Ellan Poe, Stephen King und noch viele mehr. Ich hatte mich vorbereitet.

Meine erste selbstgeschriebene Creepypasta sollte zugleich mein Meisterwerk werden. Sie sollte ein Meilenstein der Horrorgeschichte werden. Ich träumte davon, dass meine Geschichte verfilmt wird. Das mein Name in aller Munde sei. Das ich aufsteige zum weltberühmten Buchautor.

So viel Euphorie verspürte ich noch nie in mir, als ich mich an meinen PC setzte, ein Dokument öffnete und anfing zu schreiben, doch das, sollte der größte Fehler meines Lebens werden, und der letzte. Der Titel der sich in meinen Gedanken bildete, war genial: Erfinder der Realität. Wie sollte man denn die Realität erfinden können. Das erste Rätsel und Mysterium in dieser Pasta schon in dem Titel. Ich fing an zu schreiben:

Erfinder der Realität

Ich stieß gestern auf eine Seite die sich auf Creepypastas spezialisierte. Ich wollte mit meinem Freund unseren Allwöchentlichen Horrorabend vorbereiten. Ich suchte nach Horrorgeschichten um ihn ein bisschen Angst einzujagen. Das war leider leichter gesagt als getan, denn wie schon gesagt, ist er allwöchentlich und wir beide sind ziemlich abgehärtet was Angst angeht. Ich schaute mir die Seite an und nach einiger Zeit der Suche, fand ich Geschichten, oder eher Creepypastas, wie sie sich nannten. Einige von ihnen fand ich so extrem gut, dass ich überhaupt nicht mehr aufhören konnte zu lesen. Fast jede der Pastas war genial. Sie übten einen so großen Reiz auf mich aus, dass ich meinem Kumpel absagte, erklärte ihm aber nicht warum. Ich wollte einfach lesen, lesen und noch mehr lesen.

Kurze Zeit später stieß ich auf das Forum, dass diese Seite ebenfalls betrieb. Dort waren noch mehr Pastas, aber welche, die von den Benutzern des Forums geschrieben und bewertet wurden. Ich wollte auch dazugehören. Ich passte einfach in diese Welt, und so meldete ich mich auf dem Forum an. Ich erstellte ein Vorstellungsthema und alle begrüßten mich herzlich auf dem Forum. Nun wollte ich aber auch etwas tun. Ich wollte meine erste eigene Pasta schreiben. Anregungen dafür holte ich mir von den Pastas der Benutzer.

In meiner Pasta sollte es um jemanden gehen, der ohne es zu wollen, seine Pastaschöpfungen in der Realität erschafft. Er begann mit einem Fahrstuhl, einem Fahrstuhl zur Hölle. In diesem Fahrstuhl wird jeder die schlimmsten Leiden durchleben müssen, bis man schließlich darum betteln wird endlich sterben zu können. Es war eine kurze Pasta, aber er fand sie gut und veröffentlichte sie auf dem Forum. Es war aber schon 2 Uhr nachts und niemand war mehr online. Also beschloss er schlafen zu gehen.

Es war 6:30 Uhr. Schule, ach ja, wie gern hätte ich Pastas schreiben wollen. Ich machte mich fertig und ging aus unserer Wohnung die im 9. Stock lag. Wie immer wollte ich den Fahrstuhl nehmen, doch dann fiel mir meine gestrig geschrieben Pasta ein. Was es auch war, es hielt davon ab in den Fahrstuhl zu gehen. Solche Geschichten scheinen doch mehr zu bewirken als ich dachte. Ich nahm die Treppen, aber drei andere Leute entscheiden sich für die nicht anstrengende Variant. Treppen, Treppen und noch mehr Treppen, ich hasste es, jetzt wo ich darüber nachdachte, fühlte ich mich so dämlich. 3. Stock gleich da. Plötzlich hörte ich einen Knall. Ich konnte hören wie die Passagiere des Fahrstuhl nach unten sausten.

Ich lief nach unten. Der Fahrstuhl öffnete sich. Ich hatte Leichen erwartet, aber in diesem Zustand? Und in dieser Position? Es sind drei Leute eingestiegen. 2 Personen, ein Mann mittleren Alters und eine ältere Frau hingen mit Stacheldraht an den Beinen von der Decke des Fahrstuhls. Ihre Körper waren aufgerissen. Beiden fehlten die Augen, der Mund war zugenäht und die Ohren weg. Man hat den beiden ihre Wirbelsäule herausgerissen. Von der dritten Person blieb nicht viel übrig, sie wurde in kleine Stücke zerhackt. Der Gesichtsausdrück des abgetrennten Kopfes zeigte unsägliches Leid und schmerzen. Ich konnte nicht mehr und musste mich übergeben. Der Hausmeister kam um die Ecke, sah das Gemetzel und brachte mich vom Fahrstuhl fort zurück nach oben in meine Wohnung. Polizei, Rettungskräfte, das lokale Fernsehen und andere Fernsehsender belagerten unsere Wohnung. Ich erzählte den örtlichen Behörden das, was ich sah. Erzählte ihnen aber nicht von meiner Vermutung, dass ich an allem Schuld sei. Das kann überhaupt nicht sein. Wie sollte eine gewöhnliche Geschichte drei Menschen in den Tod reißen, aber alles, jedes Detail meiner Pasta stimmt mit diesem Ereignis überein. Sogar der Stacheldraht, es war derselbe, den ich mir erdacht habe. Ich beschloss, die Pasta aus dem Forum zu nehmen. Da es noch früh am Morgen war hatte es sich bis jetzt nur eine Person angeschaut. Ich löschte die Pasta vom Forum und von meinem Computer. Niemand würde sie je wieder lesen können.

Ich könnte mich für das was ich tat auslachen. Ich suchte im Internet nach ähnliche Fällen, aber nichts ergab sich. Trotz dessen, was ich heute sah, las ich mir ein paar Tage später wieder weitere Creepypastas durch. Ich wusste nicht was es war aber ich wollte wieder schreiben. Das war nur ein Zufall, hämmerte ich mir ein.

Diesmal ließ ich mir ein Kreatur einfallen, die Eltern dazu verleiten sollte ihre Kinder in Stücke zu zerhacken und ihm als Festmahl zu kredenzen. Die Geschichte sollte sich in einer vielbewohnten Ort abspielen. Ich schrieb und schrieb und schrieb. Fertig! Doch zögerte ich lange die Pasta zu veröffentlichen und beschloss, den nächsten Tag abzuwarten und dann, wenn nichts geschähe, sie dann zu veröffentlichen.

Ich ging aber diesmal früher schlafen, das war um 21:30 Uhr. Das einschlafen fiel mir schwer, ich musste an die armen Leute denken, und den Fahrstuhl. Ich schlief dann doch ein.

Ich wachte auf, schaute auf die Uhr: 3:58 Uhr. Es war mitten in der Nacht! Ich verspürte den Drang zur Toilette zur gehen. Ungewöhnlich, das passierte mir noch nie, aber es gibt immer ein erstes mal. Mein Zimmer lag am Ende des Flures. Das Bad lag die zweite Tür von links, neben dem Schlafzimmer meiner Eltern. Nach Beendigung meines Toilettengangs begab ich mich zurück in mein Zimmer, als die Schlafzimmertür meiner Eltern sich öffnete und meine Mutter vor mir stand. Eines ihrer beiden Augen fehlte, sie hatte es in der Hand. In der anderen sah ich eine kleine Nagelschere. Sie sagte in einer ängstlichen, aber auch zugleich traurigen Stimme: ,,Es tut mir Leid, aber er hat mir schon mein Auge herausgerissen. Es tut mir Leid. Gleich wirst du nichts mehr spüren.´´ Während sie das zu mir sagte fing sie an zu weinen, aber weniger ihres Auges, sondern aufgrund der Tatsache, dass sie mich mit dieser kleinen Nagelschere töten will. Kurz bevor sie auf mich losging hörte ich ein leises kichern. Ich wusste wohl am besten, was es war.

Dieselbe Kreatur, die ich in meiner Pasta erschuf, möchte, dass meine Mutter mich ihm als Festmahl herrichtet. Meine Mutter rannte auf mich zu, ich lief in die Küche die gegenüber des Badezimmers lag. Zum Glück sind Küche, Wohnzimmer und Flur mit einander verbunden und ich konnte im Kreis laufen, so, dass meine Mutter irgendwann müde werden würde. Die Haustür konnte ich nicht benutzen. Unser Kleiderschrank stand davor. Also begann die Hetzjagd, nach drei Runden des Wegrennens stand plötzlich mein Vater vor mir. Ihm fehlten sämtliche Zähne und sein Arm war ihm abgeschnitten worden. Überall war Blut.

Er packte mich mit seiner verbliebenen Hand, solange bis meine Mutter mich ebenfalls erwischte. Sie zogen mich in Die Küche, warfen mich auf den Tisch. Während meine Mutter mich festhielt, holte mein Vater ein langes Küchenmesser. Sollte ich so etwas sterben. Durch die Hand meiner Eltern? Mein Vater wollte zustechen, doch ich zappelte hin und her. Plötzlich sagte mein Vater: ,,Warte Schatz, ich hole nur rasch ein paar Nägel.´´ Wohlwissend, was mich jetzt erwarten würde, wehrte ich mich noch heftiger gegen meine eigene Mutter. Mein Vater kam zurück, und rammte mir je einen großen Nagel in meine Hände und Füße. Der Schmerz war unerträglich. Völlig bewegungsunfähig und bei vollem Bewusstsein, spürte ich, wie das eiskalte Messer in mein Fleisch glitt und sich seinen Weg von meiner Brust aus zu meinem Bauchnabel vorarbeitete. Diese Schmerzen, sollte das etwas das letzte sein, was ich erleben würde? Nun gesellte sich auch meine Schöpfung in den Raum. Es war recht klein, nackt und von knorriger Gestalt. Es starrte mich mit gierigem und hungrigem Blick an. Es kam näher und alles was ich noch sah und spürte war, wie diese Missgeburt meine inneren Organe aus meinem Körper riss, Stück für Stück, jedes ein nach dem anderen und es sich begierig in den Mund stopfte.

Ende

Das war eine gute Pasta wie ich fand und er war eine gute Idee verschiedene Pastas in eine einzubauen um sie abwechslungsreicher zu machen. Ich sah auf die Uhr und bemerkte, dass ich doch viel eher fertig geworden bin als ich dachte. Also rief ich meinen Freund an und sagte ihm er könne doch kommen. Er sagte ja und kurze Zeit später stand er vor meiner Haustür. Leider war unsere Klingel kaputt und ich musste zu ihm herunterlaufen. Unsere Wohnung lag im 7. Stock eines Häuserblocks. Ich nahm die Treppen. Ich finde, runter laufen ist leichter als hochlaufen. Ich begrüßte ihn unten an der Tür und wir stiegen in den Fahrstuhl. Die Tür schloss sich, doch plötzlich öffnete sich die Tür erneut und unsere Nachbarin stieg mit in den Fahrstuhl. Sie war eine nette alte Dame. Die Tür schloss sich und der Fahrstuhl setzte sich in Bewegung. Sekunden später ging das Licht aus. Ich hörte meinen Freund nur lauthals schreien. Das Licht war vielleicht vier Sekunden abgeschaltet gewesen, doch das was ich sah, als das Licht sich wieder anschaltete war, wie in einem schlechten Albtraum. Er hing an der Wand des Fahrstuhls, seine Arme und Beine wurden mit Stacheldraht angebunden. Sein Bauch war aufgerissen. Seine Organe glitten aus seinem Körper heraus und vielen zu Boden, einige waren noch mit ihm verbunden. Das schlimmste jedoch war, das er noch lebte und mich ansah. Er bat mich in einem Ton um Hilfe, der so voller Schmerzen waren, dass ich anfing zu weinen. Das kann nicht sein. Das ist ein Teil meiner Pasta! Das Licht ging erneut aus, ich spürte, dass ich mich bewegte. Das Licht ging an und hing mit den Armen angebunden an der Decke des Fahrstuhls, ebenfalls mit Stacheldraht angebunden. Der Schmerz, den die Drähte verursachten, die sich in mein Fleisch bohrten, waren fürchterlich. Das Licht ging erneut aus, nach nicht einmal einer halben Sekunden wieder an. Die Frau, die eben noch neben mir stand lag nun in Teilen zu meinen Füßen, dasselbe schmerzverzerrte Gesicht, wie in meiner Pasta. Das Licht ging aus und ich verspürte nur noch einen so großen Schmerz an meinem Rücken, das ich mir wünschte zu sterben. Die Tür des Fahrstuhls öffnete sich und ich verlor das Bewusstsein. Ich wachte nie wieder auf.

Ende

Die Euphorie, die meinen Körper durchströmte, wollte gar nicht mehr abklingen. Mein Meisterwerk war vollendet. Ich habe Orte des Horrors erschaffen. Habe Monster erschaffen dessen Personifizierung dem Wahnsinn entsprechen und das alles habe ich in eine gute Handlung gesteckt. Was sollte eine Pasta schon mehr haben als all das? Ich konnte es gar nicht abwarten meine Kreation der Community zu zeigen. Ich freue mich schon auf ,,WOW!´´ Kommentare oder ein ,,Du bist der beste,, Kommentar. Ich musste sie nur noch einfügen, der Geschichte den Namen geben und auf Thema erstellen drücken. Fertig.

Meine Pasta war nun online. Kurze Zeit später bemerkte ich eine große Ansammlung von Polizei und Rettungskräften, dicht gefolgte von den Medien. Ich rannte nach unten um nachzuschauen was hier von statten geht. Ich ging aus unserer Wohnungstür als ich bemerkte, dass einige Sanitäter und Polizisten von oben kamen. Sie schoben 6 Barren vor sich her. Kann es denn sein? Nein, das wäre zu weit hergeholt.

Auszug der Lokalzeitung.

Brutale Morde in Wohnblock,

Am Morgen des 9. Novembers gingen bei den örtlichen Behörden Notrufe ein. Nachbarn beschwerten sich in der Nacht über lautes schreien und brüllen aus einer der Wohnungen im 9. Stock. Die beiden Eltern hatten sein Kind brutal ermordet und Teile seines Körpers gefressen, bis sie sich selbst gegenseitig zerstückelten und Teile von sich aßen.
Gräueltaten gehen weiter,

Am Morgen des 9. Novembers gingen bei den örtlichen Behörden Notrufe wegen eines brutalen Mordes im Fahrstuhl ein. Augenzeugenberichte sprechen von einem Massaker. Der Täter befindet sich auf freiem Fuß.

Tragödien hören nicht auf,

Am Abend des 10. Novembers rief die Mutter eines Jungen die örtlichen Rettungskräfte, weil ihr Sohn sich in seinem Zimmer erhängte. Alles was er hinterließ sind ein Abschiedsbrief und Rätsel.

Abschiedsbrief,

Es tut mir leid, ich wollte nicht, dass es so kommt. Ich wollte doch nur Geschichten schreiben…

Autor: dannyk96