November 13

BOB

Andrew schreckte aus dem Schlaf hoch, er wusste, was passiert war und sein Herz rutschte ihm in die Hose, das Geräusch des zerschmetternden Glases eine Etage weiter unten tat das selbe. Es kam hinein. Nach Wochen des Beobachtens und Stalkens entschied die Kreatur endlich einzubrechen. Die Terrassentüren, komplett aus Glas, boten den perfekten Zugang.

Andrew lag im Bett, im, nur durch das klare Licht welches der Mond durch den Spalt zwischen den Vorhängen bot, erleuchteten Schwarz. Er lauschte der Kreatur, horchte um zu sehen, ob es im Haus war, heimlich betend, dass alles still sein würde. Das erschreckende Knacken des Glases unter seinen Füßen bestätigte den schlimmsten Verdacht, es hatte es endlich geschafft seinen Weg ins Haus zu machen.

Mit dieser erdrückenden Erkenntnis zitterte Andrew nun, er schnappte sich seinen Baseballschläger aus Titan und schlich die Treppen in die Dunkelheit hinunter, entschlossen sich diesem Ding ein für alle Male zu stellen, jedoch heimlich hoffend, dass es fort rennen würde, wenn es ihn sehen würde, so wie es dies normalerweise tun würde. Andrew stand am Ende der Treppe, horchend. Als erstes war alles was er hören konnte das Knacken von Glas unter den Füßen der Kreatur, dann, für das erste Mal, hörte Andrew die Kreatur, schwer atmend, als wäre sein Hals voller Schleim. Die abscheuliche Kreatur knurrte und schnappte, sich langsam Andrew nähernd. 

Nun aus der Küche heraus, war die Kreatur endlich vom Glas herunter. Es lief nun fast geräuschlos umher, merkwürdigerweise agiler als es aussah, besonders wenn man bedenkt, wie ungeschickt es fort rannte. Andrew realisierte was er zu tun hatte. Er packte seine Waffe fester und… gefror, unmöglich sich zu bewegen. Er wusste, er musste es angreifen, aber er konnte einfach nicht. Seine Zähne, seine Augen, seine Haut. Menschlich, aber nicht direkt. Die Kreatur war jetzt im Wohnzimmer und kam langsam näher, doch Andrew war immer noch zu verängstigt um sich zu bewegen, auch wenn es keine Arme hatte, war diese Kreatur für Andrew die Verkörperung des Terrors. Andrew stand am Boden der Treppe, zitternd. Er hörte die Kreatur immer näher kommen, das kränkende Geräusch seines verzerrten Atmens, verstärkt durch das Pechschwarz. Die Kreatur war nun fasst bei Andrew, er hatte eine Chance es zu töten und er würde sie nicht verschwenden.

Die Kreatur schritt in die Türschwelle zu den Treppen, Andrew versteckte sich direkt zur seiner Linken. Er schwang mit voller Kraft, die Kreatur mit dem Schläger in die Brust treffend. Die Kreatur schwankte zurück, dann stoppte es und schaute zu Andrew, seine winzigen wilden Augen starrten in Andrews Seele. Andrew fühlte eine tiefe Angst der Kreatur, ungleich allem was er jemals erfuhr. Die Kreatur lies dann ein gurgelndes Fauchen von sich los, all seine kranken deformierten Zähne fletschend.

Die Kreatur kickte Andrew in den Magen, ihn winden lassend. Andrew fiel vor Schmerzen auf den Boden, das Atmen unmöglich. Andrew rollte sich auf seinen Rücken und kauerte sich gegen die Wand hinter ihn. Die Kreatur beobachtete ihn bis er die Wand erreichte, zu welchem Zeitpunkt es zu ihm lief und auf ihn hinunter blickte, als ob es ihn verurteilten würde, dort liegend, hilflos. Die Kreatur stampfte auf sein Schienbein, sodass der Knochen brach. Tränen begannen von Andrews Augen zu fließen, der Schmerz so intensiv, dass Andrew dachte, er würde erbrechen.

Andrew, nun lahmgelegt, konnte nirgendwo hin und keine Möglichkeit zu kämpfen. Die Kreatur platzierte seinen Fuß auf Andrews Bauch, nieder pressend, mit seinen langen dreckigen Fußnägeln in sein Fleisch reißend. Mit dem Fuß der Kreatur nun komplett in seinem Bauch, fing Andrew an Blut zu husten. Tränen strömten sein Gesicht hinunter. Er wurde wegen des ganzen Schmerzes ohnmächtig. Die Kreatur türmte sich über das was nun eine blutige Leiche war. Die Kreatur sank sein Gesicht zu Andrew und riss ein blutiges Stück Fleisch von Andrews Kinn, eine Seite seines Kiefers währenddessen ausrenkend. Die Kreatur fuhr fort Andrews Leiche zu zerreißen und auszuweiden, bis der Magen der Kreatur von dem verschlungenen Fleisch voll war. Die Kreatur verschwand dann… ruhig. Stillw. Mit einem puren und tiefen Hass in seinem Herzen. Die Kreatur verschwand auf gleichem Wege, wie sie hineingekommen war.

Übersetzer: MeGustaGamesLP

Original: http://creepypasta.wikia.com/wiki/BOB


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Verfasst 13. November 2012 von Icebird in category "Wesen & Personen

12 COMMENTS :

  1. By Eyeless Jannik on

    Omg ich hab so ein ding schon mal in einem traum gesehen und sie hat mich auch genauso wie andrew verschlungen. *scary*. Aber es hat mit mir gesprochen. Es hatte gesagt ich hatte es verdient.*more scary*

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  2. By Misaaa on

    Wieso erinnert mich das an diese Mutanten von Metro 2033? 0-0 Dasselbe Verhalten, dasselbe Aussehen…

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  3. By moni on

    Super Geschichte und gute Übersetzung. Ein Fehler ist mir aufgefallen und zwar da steht „andrew konnte nirgendwo hin und keine Möglichkeit zu kämpfen“ aber es musste heißen „andrew konnte nirgendwo hin und hatte keine Möglichkeit zu kämpfen“

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