August 5

Spiegelbilder

Viele Menschen glauben, dass sich hinter jedem Spiegel eine andere Realität verbirgt. Naja, das ist teilweise wahr, aber teilweise wiederrum nicht.

Spiegel sind Tore, und wie die meisten Tore besitzen sie Wächter. Die Menschen nennen sie Spiegelbilder.

Oh, keine Sorge, sie sind nicht böse. Sie versuchen sogar, dir zu helfen.

„Wie helfen?“, fragst du dich sicher. Nun, es gibt einige Wege einen Spiegel zu „betreten“, jedoch sind diverse Dinge dort anders. Absolut alles dort scheint gleich auszusehen, aber das stimmt nicht. Wahrscheinlich wirst du es nicht einmal bemerken, weil es in der Regel auch niemand anderes tut, aber es gibt einen Unterschied. Das Problem besteht darin, dass die Unterschiede sich zusammenfassen. Jedes Mal, wenn jemand das Tor durchschreitet, ändert sich irgendetwas.

Nun, Wasser reflektiert, richtig? Wenn du im Meer schimmen gehst, dann veränderst du unwillentlich etwas. Das Gleiche gilt für poliertes Metall. Jedes Mal wenn du eine Tür öffnest und dabei eine metallene Türklinke berührst, durschreitest du womöglich ein Tor.

Denke darüber was du willst. Menschen wechseln ständig zwischen Welten, aber was ist, wenn die Dinge schlimmer werden? Was ist, wenn die Dinge so schlimm werden, dass niemand mehr Hoffnung hat und man jedoch bloß die Dinge nachhaltig erhalten möchte, wie sie gut sind. Dann werden diese Personen zu Spiegelbildern, die versuchen das grausame Schicksal der Menschen zum Guten zu verändern.

Du denkst nun womöglich, dass das eine Lüge ist, weil du weißt, dass es einfach nicht mehr schlimmer werden kann.

Nun, wenn du so denkt, bist du vielleicht ein Spiegelbild.
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Original: Folgt…
Übersetzer: dannyk96

Juni 10

Es starrte 4 Stunden

Für mich war das Leben eine Mischung aus Licht und Rauch, Musik und Männern. Ich lebte in einer heruntergekommenen Baracke in Nord Edsa, in einem sehr kleinen Raum mit anderen Frauen. Nur die Matratzen auf denen wir schliefen trennten uns von dem dreckigen Boden, den wir uns mit verflohten Hunden und Katzen, sowie Kakerlaken teilten. Mein Kleiderschrank bestand aus dem Nötigsten – zerschlissene Shirts und Tanktops, und den billigsten High-Heels die man in Quiapo kaufen kann.

Nach einer harten Nacht in den Bars des tanzens, mich selbst zu präsentieren, opfterte ich meine Zeit für einen stark betrunkenen Mann. Meine Augen starrten wie ein toter Fisch zur Decke. Ich verdiente genug Geld um zu diesem Billigladen zu gehen. Das Wetter in Manila wurde kühler während der Nacht. Ich brauchte ein Sweatshirt.

Ich ging die Straße runter, dessen Geruch aus einer Mischung aus Müll, menschlichem Urin, Kleinbussen, Dreirädern und LKW’s bestand. Es brauchte nicht lange, als ich einen Second-Hand Shop fand, unterstützt von einer amerikanischen gemeinnützigen Organisation.

Das Sweatshirt lag wie eine Perle in trübem Wasser, ordentlich zusammengefaltet, auf einem Haufen bunt zusammengewürfelter Kleidungsstücke. Ich wunderte mich, wieso noch niemand dieses Teil gekauft hatte. Ich nahm es in die Hand und fühlte die gute Verabeitung des Produkts. Es war so weich wie das Fell eines Kaninchens, und genauso warm. An den Seiten gab es Taschen um sich die Hände darin zu wärmen, und dort fand ich diese Notiz, aufgeschrieben auf einem zusammengeknülltem Stück gelben Papieres. Es roch nach alten Büchern. Staubig und feuchtkalt. Auf dem Papier waren folgende Worte gekritzelt.

Wo: 67th Banawi Street
Bezahlung: 1000 Pesos pro Nacht
Aufgabe: Liege auf dem Bett. Von 23 bis 3 Uhr, halte deine Augen geschlossen. Öffne sie niemals. Nach 3 Uhr wirst du dein Geld auf der Kommode finden.

Banawi Street. Auf der Notiz stand nicht in welcher Stadt, aber ich erinnerte mich daran, dass es eine Banawi Street in Quezon gab. Dort traf sich eine meiner Zimmergenossin regelmäßig mit einem ihrer Freier. Die Straße lag in einem reicheren Viertel der Stadt.

Ich steckte die Notiz in meine Tasche und bezahlte den Verkäufer. Nur 30 Pesos. Nicht schlecht, dachte ich. Das Sweatshirt fühlte sich weich an meiner Haut an, und ließ mich in weißem Glanz erstrahlen. Ich fühlte mich wie eine der berühmten Teenstars aus dem TV. Und noch besser: In meiner Tasche befand sich der Weg zu leicht verdientem Geld. Diese Gelegenheit kommt nie wieder. Ich muss sie nutzen, egal wie komisch die Forderung des Kunden auch ist. Die Verlockung war einfach zu groß. Ich könnte mit dem Geld endlich hier rauskommen, vielleicht ans College gehen und einen richtigen Job finden.

Nachdem ich mich einige Zeit lang durchfragte, fand ich das Haus schließlich. 67th Banawi Street. Das Gebäude sah ziemlich wüst aus, auch entgegen der Tatsache, dass es in einer reichen Gegend stand. Es war ein einstöckiges Haus, umgeben von einem hohen Zaun. Der Garten war ungepflegt und die Pflanzen wucherten wild in alle Richtungen. Verbogene und lose Bretter. Die Farbe war verblasst. Die Fenster waren mit Staub verhüllt. Immer noch besser als die Unterkunft in der ich wohnte, dachte Ich. Das Licht der Terasse war angeschalten. Als ich klopfte, öffnete sich die Tür von selbst, bis sie halb offen stand.

Ich rief: „Hallo?“. Keine Antwort. Die Einrichtung und die Luft roch sauer und alt, wie alte nasse Wäsche die einige Tage herumlag. Ich trat ein, ließ die Tür ein Stück weit offen, um die dunklen Zimmer mit dem Licht der Terasse zu fluten. Der Flur schien instabil, als würde er jeden Moment unter meiner Last zusammenbrechen. Es fühlte sich an, als würden die Wände mich erdrücken, schwer und feucht. Dieser Ort erinnerte mich an die Leiche, die man in einem Kanal nahe meiner Unterkunft fand – aufgedunsen, verdreht, verbogen. Ich ließ das finstere Wohnzimmer hinter mir. Ich konnte darin einen alten Fernseher, eine zerschlissene Couch, eine Kaffekanne, einen Aschenbecher und leere Gläser sehen. Der Raum stank nach Katzenurin und getrocknetem Kot. Niemand da. Ich versuchte einige Lichtschalter, aber sie waren alle defekt. Ich ging einen weiteren dunklen Flur entlang. Ich sah wie Licht durch eine der Türschwellen hindurchschien.

Ich rief noch einmal. Absolute Stille. Ich ergriff die Klinke und drückte die Tür nach innen. Klebrige und fettige Rückstände lösten sich von der Klinke und blieben auf meiner Handfläche zurück. Ich ignorierte sie und fand beim betreten des Raumes ein altes Bett vor, zu dessen Seite eine Kommode stand. Darauf stand eine Digitaluhr, dessen Ziffern durch die Dunkelheit hindurch schienen.

22:50 Uhr

Ich Fühlte mich seltsam und dachte darüber nach wieder zu gehen. Das Haus stand leer. Ich muss zugeben, dass ich dachte es würde ein schneller Job werden. Nur eine schnelle Nummer mit einem Mann. Ich war verunsichert.

Ich lag auf dem Bett mit der Notiz in meiner Hand, schaute zur Uhr.

22:54 Uhr

Ich lauschte und suchte nach Geräuschen, aber da war nichts. Pure Stille, es wirkte wie gedämpft auf meinen Ohren. Ich fühlte mich ängstlich, aber war gleichzeitig aufgeregt.

22:56 Uhr

Mein Herz fühlte sich an, als würde es mir jeden Moment aus der Brust springen. Ich stellte mir das Ticken einer Uhr vor. Mein Herz schlug im gleichen Rythmus.

22:59 Uhr

Ich schloss meine Augen, wartend.

Dann war es 23 Uhr. Die Atmosphäre änderte sich sofort, als ich meine Umgebung nicht mehr sehen konnte. Ich war nicht allein. Meine Augen blieben geschlossen, aber ich fühlte es. Dicht an meinem Gesicht, einige meiner Haare bewegten sich flüchtig. Es atmete. Tief, energisch, als würde es versuchen nur durch seine Nase zu atmen. Ich fühlte die warme Luft um meine Lippen herum. Ich roch es. Ein saurer Geruch, wie eingelegte Gurken, außerdem war da noch etwas anderes. Scharf, dick, süß. Der Geruch von Blut.

Ich unterdrückte meinen Drang mich zu übergeben. Sekunden wandelten sich in Minuten. Die Präsenz verweilte in meinem Gesicht. Mein Körper bewegte sich nicht, war wie eingefroren vor Angst. Ich fühlte jeden Atemzug. Ein. Aus. Langsam. Ängstlich. Ich fühlte jede kleinste Berühung auf meinem Körper. Es kribbelte an meinem Bein. Spürte ein leichtes Stechen in meiner Hüfte, in meinem Rücken und meinem Nacken. Schweiß kroch und krabbelte an meinen Haaren entlang. Ich wollte mich bewegen. Ich tat es nicht. Meine Knochen schmerzten, meine Musklen zitterten. Mein Herz. Mein Herz kämpfte wie ein gefangener Vogel in der drückenden Hand eines Menschen.

Die Präsenz hielt seine Nähe zu meinem Gesicht bei. Die Schweißperlen glitzerten auf meiner pochenden Stirn. Meine Nase zuckte, kribbelte. Ich fragte mich, ob es all dies bemerkte. Sogar meine Augenlider sonderten Schweiß ab. Hinter ihnen waren meine von Angst erfüllten Augen. Ängstlich, eingefroren, drückend. Meine Augenlider waren wie der Schrank, in dem sich ein Kind versteckte um sicher vor den Monstern unter dem Bett zu sein.

Der Gestank ließ nach. Meine Lungen widerstanden dem eindringen. Ich wollte meinen Kopf zur Seite drehen um dem üblen Geruch zu entgehen. Doch ich konnte nicht. Jeder Teil meines Körper war gelähmt vor Angst, solange mir dieses Ding weiterihn ins Gesicht starren würde.

Öffne sie niemals.

Meine Hand umklammerte die Notiz fester. Solange ich meine Augen geschlossen halten würde, passiert mir nichts, dachte ich.

Ich analysierte die Notiz in meinem Kopf, wiederholte die drei Worte. Öffne sie niemals. Wieder und wieder. Zehnmal, unzählige Male. Ich versuchte mich davon abzulenken mich bewegen zu wollen.

Ich machte einen Atemzug, einen langen. Ein saurer und kranker, nach Blut schmeckender Geruch, spülte meine Lungen. Ich würgte, hustete. Dann drehte ich mich. Ich drehte mich weg in das Bett, lag in Embriostellung auf der Seite. Augen zugekniffen. Wenn ich mich entspannte, fühlte ich es. Noch immer spürte ich die Präsenz direkt vor meinem Gesicht. Es schwebte, schwimmte im Raum! Wie könnte das Ding sonst mit meinen Bewegungen mitgehen? Ich fühlte kein anderes Gewicht auf dem Bett als meines, kein Anzeichen dafür, dass es über mich gekrochen war, sich neben mich legte, sich neu gegen mein Gesicht ausrichtet.

Ich ließ einige Minuten vergehen, bevor ich mich erneut bewegte. Langsam, auf es zu, wieder weg. Ich drehte mich vorsichtig auf den Rücken. Es bewegte sich grazil und geräuschlos mit mir. Meine Augen waren starr nach oben gerichtet, und auch hier spürte ich die Präsenz direkt vor meinem Gesicht. Es schaute direkt auf mich drauf. Ich verzog das Gesicht, meine Augenbrauen schwitzten. Ich wollte zuschlagen, aber ich konnte nicht. Ich hatte zu viel Angst. Die einzige Sache die mich weitermachen ließ, war die Gewissheit, dass es irgendwann zu Ende sein würde. Ich wartete, litt, schwitzte, betete. Es blieb immer bei mir, immer. Ich konnte nicht schlafen.

3 Uhr

Die Digitaluhr läutete. Es war das Gefühl der Erlösung. Das Ding, dass mich 4 Stunden direkt anstarrte war weg. Ich öffnete nicht sofort meine Augen. Ich wartete, bis der Schweiß getrocknet und kalt wurde, meinen Körper abkühlte. Ich bekam Stück für Stück die Kontrolle über meinen Körper wieder, und konnte mich von der Angst lösen. Ich konnte wieder atmen. mein Herz pumpte stark und schnell. Ich fühlte meine Finger und die Wärme auf meiner Haut. Ich streckte mich langsam und ließ Leben in meine Muskeln fahren.

Ich öffnete die Augen. Auf der Kommode lagen 1000 Pesos für den Horror, den ich durchlitt. Ich nahm sie und verließ das Haus.

Eine Woche ist seit dieser Nacht vergangen. Mein Geld hatte ich ausgegeben. Konnte mich nicht mehr erinner wofür, aber die Erinnerung an diese Nacht blieben. Ich musste immer wieder an dieses Ding denken, dass direkt in mein Gesicht geatmet hat. Habe ich mir das alles vielleicht nur eingebildet? Möglicherweise war meine Angst zu groß, sodass mein Kopf sich dieses Ding eingebildet hat. Aber meine Sinne konnten nicht getäuscht werden. Ich habe es deutlich gerochen. Der Geruch von Blut, dieser saure Gestank. Ich fühlte es, diesen warmen Atem auf meinem Gesicht. Wer hatte das Geld hinterlassen? Was war diese Präsenz die ich fühlte? Und die Frage die mich am meisten beschäftige: Was würde passieren, wenn ich meine Augen öffnen würde?

Meine Rückkehr in dieses Haus war nicht länger des Geldes wegen, nein. Ich wollte Antworten.

Am Abend meiner Rückkehr bemerkte ich, dass sich nichts verändert hat. Der einzige Unterschied war das unordentliche Bettlaken auf dem ich lag und mich bewegte. Das starke Licht der Uhr leuchtete auf das Bett.

Nur noch wenige Sekunden bis 23 Uhr. Ich schloss meine Augen.

Das Ding erschien sekundengenau vor meinem Gesicht. Dieses mal aber wurde meine Furcht von Neugier überdeckt. Ich bemerkte es kurz bevor es erschien. Ich spürte nicht wie es den Raum betrat. Seine Erscheinung war flüssig, geräuschlos, als hätte es sich aus der Luft heraus materialisiert. Der Geruch von Blut und saurem Gestank glich dem vom ersten Mal. Ich bewegte meinen Kopf langsam nach links und rechts, und jede Bewegung wurde von der Präsenz perfekt gespiegelt. Es war, als würde ich das eigene Spiegelbild studieren. Deine Reflektion, so nah an deinem Gesicht. Das Ding fuhr geräuschlos fort zu atmen. Ich spürte es deutlich.

Ich traute mich eine Sache zu tun, die ich letztes Mal nicht tun konnte. Ich bewegte meine Hände in Richtung meines Gesichts und berührte sie vorsichtig. Ich fühlte meine Knochen zwischen dem Fleisch, den Muskeln und der kalten Haut meiner Hände. Kurz vor meinem Gesicht stoppten meine Hände, protestierten. Mein Herz schlug wild, wie aufgescheuchte Mäuse in einem Käfig. Ich verzog das Gesicht, nahm all meinen Mut zusammen. Ich bewegte meine Hände erneut. Die unsichtbare Präsenz setzte ihre Atmung fort. Unbeweglich, unerschrocken, kraftvoll.

Meine Finger berührten etwas. Ich stoppte. Jeder Teil meines Körper fror ein. Ich konnte nicht atmen. Das Blut schoss mir in den pochenden Kopf. Die Atmung der Präsenz veränderte sich. Sie wurde kratzig, aufgeregt. Der faulgie Geruch stieß stärker gegen mein Gesicht. Ich konnte meinen Fingern nicht befehlen sich zu bewegen. Sie blieben wo sie waren. Paralysiert, es noch immer berührend. Ich konnte nicht sagen wie viel Zeit während der Berührung verging. Mein Kopf war zu sehr gefüllt mit Furcht. Alles, an das ich mich vor meinem Blackout erinnern konnte, waren wenige Eindrücke die meine Finger erhaschen konnten.

Haar. Klebrig und kalt.

Mein Herz schien zu explodieren. Meine Finger bwegten sich, schleichend, flüchtig. Ich spürte Kopfhaut, die sich unter einer haarigen Schicht verbarg. Das Ding atmete weiter, als wäre es enthusiastisch. Ich war erfolgreich darin, dass lähmende Gefühl von meinem Körper zu schütteln. Jetzt bewegte ich meine Finger wie ein Marionettenspieler. Sie folgten den Kurven der Kopfhaut, bis ich nackte Haut spürte. Sie fühlte sich zerrisen an. Rau, kratzig, gezackt, darauf war klebrige Flüssigkeit. Meine Finger überwanden die Haut, und ich erreichte etwas, dass sich wie rohes Fleisch anfühlte. Wie gehacktes Rindfleisch vom Markt. Klebrig, weich.

Ich ließ meine Hände sinken. Mein Herz pochte und pumpte so intensiv, dass ich dachte es würde jeden Moment aussetzen. Ich hatte zu viel Angst die Untersuchung fortzusetzen. Es fühlte sich an wie als… als hätte ich einen abgeschlagenen Kopf berührt.

3 Uhr

Ich wartete erneut, bis ich meinen Körper wieder bewegen und meine Augen öffnen konnte. Wie zuvor lagen 1000 Pesos auf der Kommode. Meine Hände, paralysiert von dem was sie berührten, waren sauber. Ich dachte sie wären mit Blut getränkt, aber sie waren sauber.

Ich rannte weg vom Haus, panisch. Möglicherweise beherbergt ein Geist dieses Haus. Ich versprach mir, nie wieder dorthin zurückzukehren, ganz egal wie viel Geld ich bekommen würde.

Das versprach ich mir vor einem Monat. Für mich und meine Zimmerkameradinnen wendete sich die Situation allerdings zum Schlimmsten. Beamte griffen hart gegen das Gewerbe durch, in dem ich arbeitete. Wir wurden auf Krankheiten getestet, um Übertragungen zu vermeiden. Aber Labortests kosten Geld. Die Bar-Managerin für die ich arbeitete nahm die Mädchen auf, die die negativen Ergebnisse am schnellsten liefern konnte, und die Stellen waren begrenzt. Ich rang mit mir das Versprechen zu brechen, dass ich mir gab. Ich musste dorthin zurückkehren. ich brauchte des Geld. Und nach all dem was ich dort erlebte, ist mir doch nie etwas passiert, oder?

23 Uhr

Die satanische Präsenz kehrte zurück. Ich kniff meine Augen zu, entschlossen mich nicht in Furcht verfallen zu lassen. Ich redete mir selbst ein, dass der Job einfach wäre. Halte die Augen bis 3 Uhr geschlossen, dann wirst du bezahlt. Einfach.

Ich glaubte mich an die Anwesenheit gewöhnt zu haben. Der Rythmus seiner Atmung war beruhigend. Ich kämpfte darum nicht einzuschlafen. Ein. Aus. Ein. Aus. Es war einschläfernd. Sein saurer, faulig-süßer Mundgeruch schläferte mich ein. Ich versuchte zu widerstehen. Aber ich konnte nicht lange standhalten. Die schwere Hand des Geistes drückte mich in einen tiefen Schlaf.

Das Mädchen in meinem Traum war wunderschön. Schlanker Körper, klein. Langes Haar so schwarz wie die schwärzeste Nacht in der Provinz. Tiefe und schattierte Augen. Sie beobachtete mich wie ich schlief. So nah an meinem Gesicht. Ich konnte eine Hand auf ihre Wange legen, und sie fragen wieso sie hier war.

„Geh,“ flüsterte sie. „Geh.“

Ihr Gesicht verzerrte plötzlich, machte würgende Geräusche. Ihre Haut wurde entsetzlich blassblau. Ihre Augen quollen auf und färbten sich blutrot. Sie versuchte einen Schrei auszustoßen. Alles was sie hervorbrachte waren heisere und stumpfe Atemgeräusche, die mich beobachteten… als wenn I-…

Ich war wach. Aus wunderlichen Gründen öffnete ich meine Augen nicht. Der Raum war noch immer geflutet von den würgenden Geräusch der Frau aus meinem Traum. Der Boden bebte, dann war es wieder still. Mein Herz schlug mir in den Ohren. Trotzdem öffnete ich meine Augen nicht. Noch nicht. Nicht bis ich den Alarm der Uhr hören würde, sodass ich sicher das Geld nehmen und gehen könnte. Aber es war noch nicht das Ende.

Das nächste Geräusch, dass ich wahrnahm, erschrack mich mehr als jedes andere, das ich während dieser krankhaften Erfahrung wahrnahm. Ein gleichmäßiges, nasses Geräusch, als würde man Fleisch mit einer Säge zerteilen. Es tropfte. Ein dumpfer Schlag, als würde etwas auf den Boden fallen. Ich hörte Schritte, langsam, schwer, in meine Richtung kommend. Jeder Zentimeter meiner Körpers schrie schrie: Öffne deine Augen und lauf! Lauf! Ich zitterte, schwitzte. Angstdurchströhmt wie ein Tier vor seiner Schlachtung. Die Schritte kamen näher. Atme! Atme! Ich konnte nicht! ich musste rennen! weg! Aber ich konnte nicht! Mein Körper war durchflutet von Panik und Entsetzen. Ich hatte meine Augen viel zu lange geschlossen gehalten. Ich konnte sie nicht öffnen, egal wie verrückt es klingt.

Die Schritte verstummten, genau neben dem Bett auf dem ich lag. Erneut drückte sich das Ding ganz nah an mein Gesicht, keuchend atmend. Es fühlte sich an als würden meine Muskeln unter der Spannung zerreißen. Die Angst war wie ein auf mich herabssausender Messerhagel. Die Minuten vergingen nicht. Endlos, lang, unerträglich. Ich wollte nicht mehr dort sein. Ich wollte nicht mehr in diesem Raum sein, nicht mehr das Bedürfnis nach Geld haben. Die Nacht mit Fremden verbringen und als Prostituierte arbeiten. Ich wollte da raus. Raus. Raus!

Und dann plötzlich brach es wie ein Segen herein. Der Klang des Weckers.

3 Uhr.

Ich öffnete meine Augen und fand mich selbst in einem leeren Raum vor. Keiner war hier, nichts war hier. Keine Schreie, keine toten Körper, kein Geruch, keine Präsenz. Das Geld lag auf der Kommode, aber das war mir egal. Ich rannte aus dem Haus wie ein gebissener Hund.

Ich konnte für den Rest der Nacht nicht schlafen. Am nächsten Morgen suchte ich nach Informationen zu dem Haus. Die Stadtverwaltung glaubte meine Geschichte, dass ich von meinem reichen Vater geschickt wurde um zu fragen, ob das Haus zu verkaufen sei. So konnte ich die Geschichte ihnter dem Haus erfahren.

„Vor einigen Jahren lebte ein reicher Mann dort. Er war ruhig und unauffällig, schien als könnte er nie jemandem etwas tun. Eines Tages rief er sich ein Call-Girl nach Hause. Nichts ungewöhnliches, viele tun das. Schien nichts Verdächtiges zu sein… bis die Nachbarn etwas fauliges vom Hause ausströhmend rochen. Man fand das Call-Girl tot in dem Zimmer. Überströmt mit Maden, verwesend. Als man sie fand stand er ebenfalls im Raum. Aufrecht, still, wie ein Sarg. Den Kopf des Mädchens in der Hand haltend, erschoss man ihn an Ort und Stelle.“

Die Mitarbeiterin zog ein Bild aus einer Schublade. „Dies ist das Foto des angeblich getöteten Mädchens. Waisenkind, 16 Jahre alt. Tat es womöglich für das Geld. Ihre Kollegen behaupteten sie sei insgesamt dreimal dort gewesen. In der dritten Nacht wurde sie getötet. Hier, nehmen sie es mit“

Es war das Gleiche Mädchen aus meinem Traum. Was mich aber am Meisten irritierte, war das Sweatshirt, dass sie trug. Weiß und weich. Das Gleiche, dass ich mir in dem Laden kaufte. Ich dankte der Mitarbeiterin, war kaum in der Lage die Worte auszudrücken.

Als ich zu meiner Unterkunft zurückkehrte, bemerkte ich, dass der Pullover verschwunden war, ebenso die Notiz. Ich fragte meine Mitbewohnerin nach dem Aufenthalt meines Kleidungsstückes, aber sie wusste auch nichts.

Ich gab meine Arbeit als Call-Girl auf und fand einen Job als Betreurin für ein älteres Ehepaar. Die war hart, aber ich verdiente genug Geld um das College zu finanzieren. Manchmal kehre ich zum Laden zurück in dem ich die Notiz fand. Ich erinnerte mich an die drei Nächte, die ich mit dem Ding verbrachte. Ich bin wirklich mehrmals dort gewesen, nur für das Geld… aus Neugier. Was hat das Leben als Call-Girl dir nur angetan? Ich stumpfte ab, sah die Gefahr nicht mehr. Mit Fremden schlafen, potentielle Mörder. Ich habe versucht zu vergessen, ich kann nicht. Aber ich frage mich noch immer: Was wäre passiert, wenn du die Augen geöffnet hättest?

Ein paar Jahre später stieß ich auf einen Artikel in den Nachrichten. Ein weiterer Mord. die Redaktionen schrieben die Artikel immer sehr detailliert, für die Leserzahlen. Mein Blut gefror.

Die Leiche eines Call-Girl wurde gefunden, ihr Kopf wurde abgetrennt.

Ihre Augen waren weit geöffnet.

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Übersetzer: dannyk96

Korrekturleser: Darkitachi

Original: http://www.creepypasta.org/creepypasta/four-hours-it-stared#read

Februar 1

Pokémon Dead Channel 2

Normalerweise bin ich nicht der Typ Mutter, der in den Angelegenheiten seiner Tochter umherschnüffelt, aber wenn sie nun schon seit weit über zwölf Stunden ihr Zimmer nicht verlassen hat mache ich da eine Ausnahme.

Es war zirka 20 Uhr am Abend, und seit um 8 Uhr morgens spielt meine Tochter Videospiele. Ich hatte sie im Laufe des Tages einige Male schreien hören, aber sie hatte vor kurzem ein neues Horror-Spiel bekommen. Sowas war völlig normal dachte ich mir, nichts besonderes. Aber sie sitzt dort nun schon buchstäblich den ganzen Tag ohne sich auch nur einmal gesehen lassen zu haben oder etwas anderes gemacht als zu spielen.

Ich öffnete langsam die Tür und rief ihren Namen. Das sie mir nicht antwortete war für mich der erste Anhaltspunkt, dass etwas nicht stimmte. Ich schaute überall – auf und unter ihrem Bett, im Schrank, ja sogar in den Regalen suchte ich nach Hinweisen wo sie sein könnte. Aber ich fand nichts, keinen Hinweis. Langsam überkam mich das furchtbare Gefühl, dass sie vielleicht entführt worden war, oder gar noch schlimmer! Aber ich schüttelte diesen Gedanken schnell wieder ab, sie war sicher in irgendeinem anderen Zimmer, oder auch raus ins Freie gegangen.

Bevor ich ging, kam ich nicht umhin den GameCube zu bemerken. Der Controller lag immer noch auf dem Bett, als hätte sie nur darauf gespielt. Hinterhältig wie ich war, schaltete ich die Konsole ein, nur um zu sehen welches Spiel man spielen muss um sich zwölf Stunden ununterbrochen damit beschäftigen zu können.

Ich fühlte wie eine Welle der Nostalgie meinen Körper durchströmte als das Spiel begann. Nachdem ich das Spiel ausgetestet haben würde, was auch immer das für eines war, schwor ich mir ein wenig mit meiner Tochter zu spielen. Sie brauchte jemanden der mit ihr spielt, es würde sie ablenken. Sie machte in letzter Zeit nämlich auf mich einen recht deprimierten Eindruck.

Ich war so in Gedanken versunken, dass der plötzlich aufploppende Titelbildschirm mich etwas überraschte. Nach einem kurzen Moment realisierte ich, dass es „Pokemon-Channel“ gewesen ist. Ich kann mich noch gut daran erinnern wie sehr meine Tochter dieses Spiel liebte, vielleicht ist sie wieder süchtig geworden, wie damals schon. Was auch immer der Fall war, es gab nur eine Option – „Neues Spiel“. Ich wählte diese aus.

Ich fand mich an einem Ort wieder, der aussah wie ein Schlafzimmer, nur waren die Wände mit Blut getränkt und einige morbide Pikachu-Puppen im Raum verteilt gewesen. Ebenfalls befand sich dort ein nicht sehr anprechend aussehender Pikachu-Kopf als Fernsehgerät. Kein Wunder das meine Tochter immer wieder geschrien hatte.

Nachdem ich meinen anfänglichen Brechreiz überwunden hatte, sah ich mich im Raum genauer um. Nach einer Weile ließen diese grausigen Blut- und Horroreffekte nach und ich konnte mich nun um einiges leichter dort umschauen, ohne jedes Mal meinen Würgereflex unter Kontrolle halten zu müssen. Ich sah ein Bild eines Jirachi an einer Wand hängen. Es war eines der wenigen Pokémon, dass ich ohne große Probleme benennen konnte, denn es war eines der Lieblingspokémon meiner Tochter. Das Bild wäre sicherlich schön anzusehen, wären dort nicht diese großen, blutigen Kratzspuren über dem Bild die ein „X“ bildeten. Ich hatte ein wenig Angst den Rest dieser virtuellen Spielwelt zu untersuchen, stattdessen öffnete ich das Startmenü und fand etwas das aussah wie ein Tagebuch oder eine Zeitschrift. Es schienen mehrere Einträge zu enthalten, so begann ich zu lesen.

Ich kam nicht sehr weit, denn das Menü schloss ohne das ich einen Befehl dazu gab. Ich stand plötzlich Angesicht zu Angesicht vor einem Pikachu, dass nicht sonderlich glücklich aussah. Es funkelte mich an, und der GameCube schaltete sich von selbst aus. Nunja, ich war ein wenig beleidigt wegen all dieser Dinge und schaltete die Konsole wieder ein.

Schon bald war ich wieder im Spiel und befand mich erneut in diesem makaberen Raum. Das Zimmer sah immer noch gleich aus, Pikachupuppen starrten mich ununterbrochen an. Ich musste eine Weile den Bildschirm herum zur Rückseite des Raumes drehen, weil ich vor Angst sonst womöglich erstarrt wäre.

Dort war ein Jirachi, dass vor der Tür schwebte. Seine Augen waren geschlossen, dass eine jedoch auf seinem Bauch war weit offen. Es war unglaublich realistisch. Das Auge sah rissig und gebrochen aus, davon blutete es. Ich bemerkte auch die Farben die anders waren, es war grau. Aber ich war viel zu sehr mit dem Auge beschäftigt, dass mich nun anstarrte.

Ich kann die Erleichterung kaum beschrieben die ich empfand als es verschwudnen ist. Ich bemerkte das ich die Luft angehalten hatte, und atmete sie nun aus. Es fühlte sich an als sei ich im Griff einer eiskalten Klaue gewesen, und jetzt, da ich mich aus dieser befreien konnte, wollte ich die Gelegenheit nutzen um die Konsole auszuschalten. Aber irgendetwas zwang mich weiterzumachen. Ich habe mich dazu entscheiden, falls dieses Ding noch einmal auftauchen würde, das Spiel im Mülleimer verschwinden zu lassen.

„Pika“. Ich drehte mich um und erblickte ein melancholisch dreinblickendes Pikachu, dass vor dem Fernseher stand. Es starrte mich an, wendete sich jedoch zum Fernseher und schaltete ihn an. Ich hatte ein wenig Angst davor was es nun tun würde, und davor wie es aussah. Ich rechnete mit einem niedlichen und knuddeligen Wesen und nicht mit einer Augapfelkreatur. Es wechslete den Kanal zu „PNF“, der gemäß dem Spiel die Nachrichten anzeigte.

Es zoomte auf ein Enten Pokemon, welches nichts sagte oder tat. Ich glaube dieses Pokemon wird Enton genannt, während ich spielte kam mein altes Pokémonwissen zurück. Das Bild veränderte sich zu einem Nachrichtensender, es zeigte das Jirachi über eine überflutete, hochrote, kadaverübersähte Wiese, einen brennenden Wald, einen blutigen Strand und einen toten, schneebedeckten Berg. Es wurde dafür gesorgt, dass die Bilder aus möglichst vielen, verschiedenen Winkeln und Perspektiven gezeigt wurden. Das Jirachi stoppte in der Mitte der Finsternis und starrte mich an. Entons Augen wurden plötzlich schwarz, es wandte sich an den Bildschirm und eine Textfeld erschien: „Speichern X“

Das Pikachu wechselte zügig auf den „Eierkanal“, was auch immer das sein soll. Es war ein weißes, wackelndes Ei zu sehen, um es herum eine endlose, leere Fisnternis. Es hatte Risse, Blut strömte aus ihnen heraus. Es wackelte hin und her, langsam, fast schmerzhaft. Ich wollte nicht wissen was aus diesem Ei schlüpfen würde, und anscheinend dachte das Pikachu ähnliches und schaltete das Fernsehgerät ab.

Zurück in der Mitte des Raumes, verriss der Bildschirm hinter dem Pikachu und ein Textfeld ploppte auf: „BRVR will wissen ob du mit ihm spielen willst? (O) (X)“. Dabei stand (O) für Ja, und (X) für Nein. Ich wählte (O). BRVR grinste und zeigte seine Reißzähne. Ein weiterer Text am oberen Rand erschien: „Das wirst du bereuen.“

Und dabei war ich mir verdammt sicher.

Er ging nach draußen, und ich folge hinterher, ich hatte auch nicht viel Auswahl die das Spiel mir vorgab. Es war draußen nicht wirklich schöner als drinnen. Der Himmel war blutrot, aber er war schöner als die ganzen toten Pokémonkörper die überall auf dem Boden verstreut lagen. Ich versuchte mich von dieser Szene nicht einschüchtern zu lassen, und ging mit ihm zusammen auf die Wiese nebenan.

Dieser Ort war nicht viel anders – Blut und Körper, obwohl, dort war ein Loch in der Erde, welches BRVR´s Interesse zu wecken schien. Er griff hinein und zog ein hyperrealistisches Auge das aussah wie das des Jirachi heraus. Er warf seinen Blick auf mich. BRVR schüttelte seinen Kopf und starrte. „Fange es und werfe es zurück zu BRVR.“, teilte mir der Text mit. Ich verzog das Gesicht und schwenkte den Cursor über das Auge um es zu holen.

Statt des Auges nahm ich den toten Körper eines Fiffyen, den ich schnell wieder auf den Boden fielen ließ. BRVR krümmte sich vor Lachen auf die andere Seite des Bildschirms. Er grinste und machte eine Bewegung als solle ich das Auge zu ihm werfen. Ich warf es so schnell ich konnte, ohne den Blick auf den Bildschirm gewandt zu haben. Als ich wieder hinsah, hielt BRVR das Auge, und warf es zurück. Ich rannte auf die andere Seite des Bildschirms da er es außerhalb meiner Sichtweite warf.

Der Bildschirm verblasste ins Schwarze, und dann wieder zurück. Ich befand mich in einer Minispielsequenz. Als sie vorbei war, hielt BRVR immer noch den Augapfel, Dann, ohne Vorwarnung, aß er es. „Pika, Pika Pika…, … Pika Piakchu!“ Ich saß angewidert da. Als er fertig war sah es mich an und grinste. Der Bildschirm wurde dunkler. Der Himmel war dunkelgrau und auch sonst schien alles in dunklerer Tönung. BRVR´s Grinsen war nun noch melancholischer als vorher.

Er ging wieder zurück in das Haus, sehr langsam und mit dem gleichen dsüterem Blick wie vorher auch, fast wie ein Zombie. Wieder beim Haus angekommen, war alles noch einmal eine Spur düsterer und blutiger. Ich bemerkte eine Blutspur auf dem Boden die zuvor nicht da war. Ich folgte ihm zu einem schrankähnlichem Fach und machte mich auf das schlimmste bereit. Ich öffnete es.

Im inneren waren die Wände mit Blut bedeckt, mit einem Haufen Glieder und Eingeweiden eines Enecos. Ich hatte kaum drei Sekunden mir diese Szene anzusehen, bis BRVR die Tür plötzlich vor meiner Nase schloss. Er knurrte drohend und rannte dann zur Haustür zu einer Bushaltestelle hinaus. Ich folgte ihm.

Als wir an einer anderen Bushaltestelle ankamend, merkte ich das der Himmel immer noch blutrot war und die Umgebung pochte. Der Bus nach Viridian-Wald kam. Ich hatte keine Wahl und stieg ein. Ich hatte mich bereits an den Fakt gewöhnt eh keine Wahl zu haben. Nach einem was-würde-wohl-jetzt-passieren-Gedanken, hielt der Bus an einem in Flammen stehendem Wald. Verkohlte Leichen waren auf dem Boden verstreut. Wir gingen auf die andere Seite des Waldes.

Es sah dort aus wie ein Campingplatz. Ein riesiger Haufen von brennenden Körpern hielt ein Feuer in der Mitte des Platzes am Leben. Dort gab es auch einen Projektor, der nach einiger Bastelei von BRVR in den Himmel zeigte und begann einen Film abzuspielen. Ich bereitete mich auf das schlimmste vor.

Das meiste des „Films“ war verglitcht oder verbuggt, aber das was ich sah, waren vor allem brutal verstümmelte oder getötete Pokemon. Tote, blutige Kadaver, das war alles was ich zu dem Zeitpunkt sah, aber aus verschiedenen Blickwinkeln und Posen. Die Animation, die ich sah, war abgehackt und wackelig, als wenn sie nicht zum Spiel gehören würde.

Ich sah verschiedene Augen die blitzartig immer wieder aufblinkten. Doch ab und zu ploppte in einigen Frames ein Jirachi auf, ohne seine Augen. Es schien… gefoltertn worden zu sein, und dann ermordet. Einige Szenen zeigten wie es in einem See aus Blut ertrank, oder wie ein Pfahl-ähnlicher Gegenstand druch seinen Magen gebohrt und an der Decke aufgehängt wurde. Ich sah auch noch einige andere furchtbare Szenen. Man konnte sehen wie es litt, aber es konnte einfach nicht sterben, egal was passiert.

Wieder zurück auf dem Boden, begann BRVR sich für einen Angriff bereit zu machen. Er feuerte einen Blitz auf den Projektor. Der Bildschirm wurde schwarz und erschien dann wieder. Er zeigte auf das von den toten Körper am Leben erhaltene Feuer in der Mitte des Campingplatzes. Der Projektor war weg und alles schien nun in einem noch graueren Ton zu sein wie vorher. BRVR begann wieder durch den Wald zurück zur Bushaltestelle zu gehen, sein Gesicht frei von jeglichen Emotionen.

Zurück im Haus rannte BRVR herum und ich wollte meine Zeit bis zu unserem nächsten Ausflug nutzen um mich umzusehen. Ich schaute mich im Raum um. Ich war nun völlig Immun gegen den Innenraum. Ich fand eine Verpackung. ich öffnete sie und fand darin einige Pokémonkarten. Jedes Pokémon darauf war krankhaft entstellt.

Es war ein Myrapla, braun und runzelig wie eine getrocknete Pflaume. Maden krochen ihm aus den Augenhöhlen. Magby wurde an dem kragenartigen Ding aufgehängt. Sein Kopf war nur noch mit einigen Sehnen mit seinem Körer verbunden. Milotics Schlangenhaut sah aus wie ausgetrocknet. Eier traten aus einigen Rissen seines Fleisches. Fiffyen sah aus wie überfahren. Wie ein räudiger Köter, sein Blut geronnen und mit Schaum vor dem Mund. Aus Vulpix Mund tropfte eine ölige Substanz und blickte mit seelenlosen Augen drein. Und natürlich schaute das Jirachi auf der Karte mit dem wahnsinnigen Blick, an den ich mich immer noch nicht ganz gewöhnt hatte.

Aber eine Karte lies es mir wirklich kalt den Rücken hinunterlaufen. Das eines Pikachus. Es kauert zusammengerollt mit geschlossenen Augen, schwebend in einer roten und fleischigen Umgebung. Es wippte leicht auf und ab. Es erinnert mich an einen Fötus innerhalb eines Mutterleibes. Diese Karte hatte auf mich eine eher persönlichere Wirkung als die anderen. Deswegen wirkte sie womöglich verstörender auf mich.

Sobald ich damit fertig war die Kartensammlung zu betrachten, und das ging ziemlich schnell, schaute ich mich nach BRVR um das eines jener krankhaft aussehenden Pikachupuppen in der Hand hält. Er blickte düster drein und ging etwas hin und her, als wenn es auf der Suche nach seiner Mutter wäre, dann drehte er sich zu mir. Er ging auf mich zu und stellte mir eine Frage: „Weißt du, was mit mir passiert?“. Ich wählte „X“, denn ehrlich gesagt, habe ich noch nicht wirklich viel Ahnung was hier vor sich geht.

Er seufzte, schaute niedergeschlagen und bedrückt. Er legte die Puppe ab und lief raus zur Tür, ich folgte ihm. An der Bushaltestelle angekommen nahmen wir den nächsten Bus zur Kobaltküste. Der Strand war übersäht mit toten und blutigen Körpern, ein perfektes Urlaubsziel.

Bevor ich mir den Ort näher ansehen konnte, lief BRVR in den Ozean. Er rannte weit raus, begann dann zu schwimmen und ich verlier ihn schließlich aus meiner Sichtweite. Der Bildschirm verblasste langsam ins Schwarze, dann wieder zurück. Als ich wieder etwas sehen konnte, war der Himmel erneut in gräulicherem Ton und alles um mich herum wirkte noch eine Stufe düsterer. Er kam zurück ans Ufer. Sein Gesicht wirkte ängstlich. Eine Meldung erschien oben auf dem Bildschirm: „BRVR versuchte den Schmerz wegzuspülen, aber es hat nicht funktioniert.“

Er ging zurück zum Bus, schaute sich alle paar Seunden um, als hätte er etwas schreckliches dort gesehen und das es wiederkommen würde um ihn zu holen. Nachdem wir aus dem Bus ausgestiegen waren und zurück zum Haus gingen, sah er ein wenig „paranoid“ aus. Ich selbst fühlte mich ziemlich gut, da das bisher der kürzeste Ausflug gewesen ist.

Ich wählte das „Pokémon-Mini“, ich hatte zuvor es nicht überprüfen können als ich es gesehen hatte. Es standen sechs Spiele zur Auswahl, so nahm ich einfach das unten links. Als das Spiel begann, erkannte ich nur ein verglitchtes durcheinander. Ich war ziemlich überrascht, dass ich den Stratknopf finden konnte.. Sobald das Spiel gestartet hatte, sah ich einen einfarbigen, schwarzen Hintergrund. Man sah ein Gebiss mit Reißzähnen umherschwimmen. Ein Herz erschien unter ihm, ich drückte A. Die Reißzähne öffneten, und schlossen sich, als würde es das Herz fressen. Ein positiver Ton erschien, also bin ich davon ausgegangen ich hätte alles richtig gemacht.

Ich hielt „Essen“ gedrückt und es fraß weitere Herzen, bis ein Augapfel erschien. Als die Reißzähne auch das aßen verglitchte das Mini-Spiel in ein chaotisches Durcheinander, noch viel schlimmer als zuvor, zusammen mit einem hohen Pfeifton, dass mein Trommelfell fast zum platzen brachte. Ich drückte schnell und wild hintereinander sämtliche Tasten um diesem grausigen Ton zu entfliehen. Ich konnte diesm Mini-Spiel entkommen und war nun zurück in dem Raum. Ich sah BRVR vor der Hintertür stehen, und ich wusste was es bedeutete. Wir gingen zur Bushaltestelle.

Dieses Mal führte der Ausflug uns zu einem Berg. Es herrschte dort seichter Schneefall. Erfrohrene Körper lagen aufgetürmt unter einer dünnen Schneedecke. Ich fühlte mich hier furchtbar traurig. Es war nicht grotesk oder brutal, sondern alles schien eher wie ein Friedhof. BRVR schien das Gleiche zu fühlen wie ich als er langsam und vorsichtig durch den Schnee stapfte, hin zu einem Tempel den das Spiel als „Die Ruinen der Wahrheit“ bezeichnete.

Drinnen war es stockfinster. BRVR ging nach links, nur um zwei Blumen zu finden, jedoch hatten diese Augäpfel anstatt Blüten. Er startete einen elektrischen Angriff und erleuchtete damit die Blume die dadurch zu leuchten begann. Sie erhellte den Raum in einen dunkelroten Farbton. Er beleuchtete die andere Blume, der Raum wurde noch heller. Jedoch war das Zimmer immer noch ziemlich dunkel und düster. Der rote Farbton schien alles bedrohlicher werden zu lassen.

BRVR ging über eine Brücke auf deren anderer Seite sich eine große Steintafel befand auf denen ein „O“ und ein „X“ eingraviert waren. Eine Frag erschien: „Erlösung?“. Ich fühlte mich plötzlich sehr ängstlich und biss mir auf die Lippe. Ich war mir unsicher wie ich sie beantworten sollte. Ich wählte „O“ und hoffte das Beste. BRVR drückte ebenfalls „O“. Die Tafel sank in den Boden.

Die Säulen die sich um das nun entstandene Loch rankten fingen an zu leuchten. Ich spürte wie sich mir der Magen umdrehte und sich eine gewissen Nervosität sich breit machte. Der Boden bebte, aber BRVR zuckte nicht einmal. Aus dem Loch stieg das finstere Jirachi. Ein Text erschien oberhalb des Bildschirmes: „Es gibt keine Erlösung.“ Der Augapfel auf Jirachis Bauch schwebte über seinen Kopf. Ich wollte mir gerade meine Augen zuhalten als plötzlich der Bildschirm schwarz wurde.

Als das Bild zurück kam sah ich den Eierkanal. Es war das gleiche Ei wie vorhin schon. Bevor ich reagiereen konnte begann das Ei plötzlich zu bluten und zu glühen. Ein Jirachi schlüpfte daraus, aber ein normales, nicht düsteres Jirachi. Es flog aus dem Bildschirm und der Kanal wurde gewechselt. BRVR wechselte den Kanal zu einem statischen Rauschen. Er hatte den Titel „444“.

Der Hintergrund war rot, fleischig und pochte genau wie bei der Pikachu Karte. Apropos Teufel, BRVR war in der Mitte des Bildschirms. Ein Text erschien am oberen Rand des Bildschirms: „BRVR wird nie geboren.“ Er schloss die Augen und gab ein breites, scharfes und Irres Grinsen von sich und der Augapfel der mich die ganze Zeit im Spiel verfolgte, öffnete sich auf seinem Bauch.

So schnell wie es erschien war es auch wieder weg und das Spiel war im Titelbildschirm, doch die „Weiter“-Taste fehlte. Ich saß nun ganze 5 Minuten sprachlos dort. Es war als ob das Ganze was ich erlebt hatte, nie passiert wäre und trotzdem, ich sitze ich da wie versteinert, aus Angst einen Muskel zu bewegen. „Ich bin so ein Idiot“, dachte ich mir selbst. Das ist doch alles nicht logisch oder echt.

„Mama warum bist du in meinem Zimmer?“

Die Spannung brach, ich hielt meinen Mund zu um vor Schreck nicht zu schreien. Ich seufzte, da ich große Erleichterung spürte, als ich meine Tochter an der Tür sah. Ich bemerkte dass es schon spät war und sagte ihr sie soll in mein Zimmer gehen und dort auf mich warten. Sie stimmte zu, sah aber immer noch verwirrt aus.

Ich beantwortete ihre Fragen später. Ich nahm die CD aus dem GameCube. Ich drehte mich um damit ich das Ding in den Müll werfen konnte wo es hingehört, aber ich wurde aufgehalten.

In dem sich spiegelden Material der CD sah ich das Auge des Jirachi.

Übersetzer: dannyk96

Original: http://flimsy-cat.deviantart.com/art/Pokemon-Dead-Channel-2-266863208

April 5

What the Mirror Sees

Der Spiegel ist dein Ebenbild.
Dein reales ich.
Er weiß, was du hinter deinem Make-up und gespielten Lächeln bist.

Er weiß es.
Ein Spiegel kann nicht lügen.
Er beobachtet dich, wenn du deine Maske aufsetzt.
Wenn du versuchst, dich zu verstecken.

Er kann dein Potenzial sehen.
Er kann deine Schönheit sehen.
Und er fragt sich, wieso du es nicht kannst.
Er möchte es dir zeigen.

Er möchte, dass du aufhörst, dich zu verstecken und der Welt dein wahres Gesicht zeigst.
Er weiß, dass du wundervoll bist.
Wieso weißt du es nicht?

Wieso willst du es nicht sehen?

Es tut ihm leid, dass er dir wehtat.
Er wollte dich niemals töten.
Er wollte dir immer nur zeigen, wie du wirklich bist.
Doch er sah dich sterben.

Noch, bevor es dein Spiegelbild tat.

Übersetzerin: Alice

Original: http://creepypasta.wikia.com/wiki/What_the_Mirror_Sees

Diskussion: http://www.creepypasta.eu/thread-what-the-mirror-sees

Mai 8

Creepypastas von Fans #54: Story about a beautiful doll

Es lebte einst ein alter Spielzeugmacher.

Er machte die kuscheligsten Teddys, die robustesten Spielzeugautos und die hübschesten Puppen. Sein Enkelsohn war begeistert von den Spielzeugen, die sein Großvater erschuf. Doch er war nicht von den Spielzeugautos und auch nicht von den Teddybären begeistert, sondern von den wunderschönen Puppen.

Sein Interesse widmete er auch nur einer Puppe. Der wunderschönsten von allen.

Der Junge betrachtete das himmelblaue Kleid der Puppe, das an den Ärmeln weiße Rüschen hatte und ein weißes Band in ihren prächtigen, langen schwarzen Haaren. Immer wieder verlor er sich in den goldenen Glasaugen der kleinen Puppe. Berühren wollte er sie, an ihrem Haar entlang streichen und ihre roten Lippen liebkosen.

Doch es war nur eine Puppe. Jeden Tag, nach der Schule, kam der Junge in den Laden seines Großvaters, um die eine Puppe zu sehen.

Der Großvater sagte, sie hieße „Celity“.

Celity.

Celity.

Der Junge sprach mit ihr, lachte mit ihr und weinte mit ihr.

Auch, wenn sie nie geantwortet hat, war er sich sicher, sie würde ihm zuhören und ihn verstehen.

Fünf Jahre vergingen und der Großvater wurde alt und krank. Der alte Mann musste seinen Laden verkaufen und somit konnte der Junge, der bereits sein 14. Lebensjahr erreicht hatte, seine Geliebte nicht mehr jeden Tag sehen. Sobald er den Laden betrat, verscheuchte man ihn.

Er sah mit seinen Lumpen nicht mehr gut genug für den Laden aus und vergraulte angeblich die Kundschaft.

Er durfte sie nicht mehr besuchen. Er musste erwachsen werden und sie vergessen.

Mit jedem Tag, mit dem er seine Puppe nicht sehen konnte, wurde er immer trauriger und stiller.

Niemand hörte ihm mehr zu, niemand lachte mehr mit ihm, niemand weinte mehr mit ihm.

So entschloss er, Geld zusammen zu sparen, um die Puppe kaufen zu können. Doch als er endlich genug Geld hatte und er sich auf den Weg zum Spielzeugladen machte, stand er nur vor einem rot bespritzten Gebäude.

So rot wie die Lippen seiner Geliebten.

Der Junge machte die Ladentür auf, um nach dem Rechten zu sehen. Viele Leichen lagen verstreut am Boden, leblose Körper hingen von der Decke herab, die meisten Leichen waren entstellt und die Gliedmassen waren abgekaut. Finger waren vollkommen verstümmelt.

Der Junge hielt sich den Mund zu, krümmte und bemühte sich, wegen dem stechenden Geruch von Blut in der Nase, nicht das Bewusstsein zu verlieren. Er sah sich um und erblickte auf dem Tresen, neben der Kasse, eine blutrote Puppe.

Seine Puppe..?

Doch etwas war anders an ihr… Ihr schönes, liebreizendes Lächeln wirkte verändert. Es war nun eher ein verzogenes und brutales Lächeln.

In ihren Augen sah man die Mordlust…

Plötzlich öffnete sie ihren Mund und sprach: „…wo… warst du so lange, mein Liebster..? Während deiner Abwesenheit war ich so frei und hab mich bei den Leuten gerächt, wegen denen wir uns nicht sehen konnten. Und nun sei so lieb und küss mich. Dann werden wir für immer glücklich.“

Der Junge trat ein paar Schritte zurück und stolperte über eine der Leichen, verzweifelt versuchte er sich an der Wand wieder aufzurappeln. „Ach, mein Geliebter…“, sprach die Puppe, „Packt dich etwa die Angst? Das macht doch nichts. Wenn du mich küsst, ist das alles vorbei. Dann kann ich endlich wieder nach Hause und du kommst mit mir mit, ja? Dann werden wir glücklich und zufrieden, bis an unser Lebensende sein, stimmt’s? “

Der arme Junge zitterte am ganzen Leib und konnte kaum atmen, vor Angst.

„Früher konntest du dein kochendes Blut doch auch kaum daran hindern, mich zu küssen und jetzt kocht es genauso wie früher“, Celity lachte eine Weile.

Das perfekte Gesicht der Puppe war mit Blut bespritzt und das blaue Kleid rot gefärbt. Langsam konnte sich der Junge wieder aufraffen, noch zittrig auf den Beinen und mit keinem festen Stand, lehnte er sich an die Wand, keuchend, als wäre er gerade 500 Meter gelaufen. Er hielt sich den Hals, als würde er keine Luft mehr bekommen. Der Junge starrte auf den Boden und ließ seinen Blick dann langsam zum Tresen wandern, wo die bewegungsunfähige Puppe stand.

Sein Kopf war leer, er war unfähig zu denken.

Keinen klaren Gedanken konnte er mehr fassen, er dachte nicht einmal daran, zu fliehen.

Er dachte einfach gar nicht.

Nur sein Herz raste, sein Körper zitterte und seine Lunge wollte nicht mehr atmen.

„Küss mich…“, befahl ihm die Puppe.

Gegen seinen eigenen Willen, ging er stolpernd an der Wand entlang zum Tresen, langsam.

Er wollte das nicht.

Es soll aufhören.

Er wollte es seinen Beinen verbieten.

Doch sie hörten nicht.

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Verfasserin: WaNNaDie?

Mai 8

Creepypastas von Fans #53: Schlaflose Nächte

02.07.2007 19:34
Bitte, kann mir jemand helfen? Ich weiß nicht, wie ich es erklären soll, denn etwas seltsames geht hier vor.

Ich habe einen Hund. Er ist das liebste Tier der Welt und ein guter Freund und Begleiter. Aber seit einigen Tagen verhält er sich seltsam. Angefangen hat es vorgestern. Er saß in unserem Garten, der an ein Waldstück grenzt und starrte den halben Tag lang ein und denselben Baum an. Er fraß nichts an diesem Tag. Gestern und heute das gleiche. Ich wachte in der Nacht auf, da ich seltsame Geräusche hörte, als ging ich runter in die Küche. Er saß auf dem Boden und kratzte mit beiden Pfoten an der Wand. Da ich zu müde war, ging ich wieder Schlafen. Ich glaube, er war so in sein Kratzen vertieft, dass er mich nicht mal bemerkte.

03.07.2007 18:03
Heute verhielt er sich zwar zurückhaltend, aber er starrte nicht diesen Baum an.

Der Putz von der Wand ist abgekratzt, kann zusehen wie ich das wieder hin bekomme.

04.07.2007 02:17
Der Hund läuft wie verrückt im Haus herum. Was ist los mit ihm?

04.07.2007 04:23
Kann nicht schlafen. Er rennt immer noch wie ein Irrer. Wollte ihn raus in den Garten lassen, aber er wollte nicht. Liegt vielleicht daran, dass es ungewöhnlich kalt ist, für diese Jahreszeit. Das Thermometer zeigt 7°C an, oder? Werde morgen mal beim Tierarzt anrufen.

04.07.2007 12:05
Er hat sich beruhigt. Sitzt da und schaut durch die Terrassentür diesen Baum an. Seltsam. Ich kann nichts auf dem Baum sehen, das seine Aufmerksamkeit dermaßen an sich ziehen könnte. Habe einen Termin beim Tierarzt für den 06.07. bekommen.

05.07.2007 01:32
Hund rennt schon wieder rum. Bin am Verzweifeln. Ich ging runter und sah ihn, wie er mehrmals mit dem Kopf gegen die Wand lief. Wollte ihn davon abhalten, aber er knurrte mich an und schnappte nach meiner Hand. Das sieht ihm gar nicht ähnlich. Erkenne meinen Hund nicht wieder. Versuche weiter zu schlafen.

05.07.2007 03:12
Bin aufgewacht. Der Hund sitzt neben meinem Bett und starrt mich an. Er macht mir Angst. Wollte aufstehen, aber er fängt an zu knurren und zu schnappen, wenn ich es versuche. Seine Augen funkeln so seltsam im Mondlicht. Ich habe Angst. Wirklich Angst. Traue mich kaum, zu schreiben. Er starrt mich an, ohne zu blinzeln oder sich zu bewegen. Ich glaube, ich drehe langsam durch.

05.07.2007 04:58
Er ist runter gelaufen. Habe etwas klirren gehört. Glas, das zerspringt. Traue mich nicht, aufzustehen und nachzuschauen. Was ist hier bloß los? Hätte nie gedacht, dass ich einmal Angst vor meinem Hund haben müsste.

05.07.2007 10:09
Kann den Hund nirgends finden. Das Klirren war die Terrassentür. Er ist wohl durch gesprungen und weggelaufen. Werde noch ein bisschen warten, bevor ich ihn suche. Er wird bestimmt wieder kommen.

05.07.2007 14:49
Es ist schrecklich! Mein Hund ist tot!! Ich fand ihn auf diesem Baum! Ich kann gar nicht glauben, wer oder was zu so etwas fähig sein könnte! Er hing an einem Ast. Sein Körper war nicht wieder zu erkennen. Musste mich übergeben. Sein Kopf war fast abgetrennt, sein Körper aufgeschlitzt, die Gedärme hingen herab… kann es nicht weiter beschreiben, es ist zu grausam für mich. Fühle mich wie erstarrt.

09.07.2007 13:12
Der Verlust und die Tatsache wie er starb, sind immer noch schwer zu ertragen, aber es wird besser. Habe ihn im Wald begraben. Ich sitze gerade im Garten und sehe mir den Baum an. Er ist so unglaublich faszinierend. Auf eine Art und Weise wunderschön. Kann meinen Blick gar nicht abwenden. So unglaublich beeindruckend, so fesselnd…

Dieses Dokument wurde bei der Durchsuchung eines Hauses sichergestellt. Der Autor (vermutlich der Hauseigentümer) wurde als vermisst gemeldet. Weitere Untersuchungen ergaben, dass man unidentifizierbare Leichenteile auf einem Baum im Garten fand. Erst eine DNA-Probe ergab, dass sie zum Eigentümer gehörten.

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Verfasser: Möchte anonym bleiben.

März 28

Chatroom 98

Uhmmm… Hi. Ich befinde mich derzeit in einem Bett vom St. Annes Hospital in Nord London. Dr. Martin hat mir freundlicherweise seinen Laptop zu Verfügung gestellt. Nur so kann ich euch nun erklären, wie ich hier überhaupt gelandet bin und was passiert ist.
Mein Name ist David Argento und ich bin 16 Jahre alt. Wie es scheint, bin ich einer der psychischen Kranken, die in irgendeiner Art und Weise leiden. Ich bekam recht wenig davon mit, was mir der Doktor im Patientenzimmer sagte, da ich schrecklich blutige, massive Kopfschmerzen hatte. Ich bekam eine Menge „Ibuprofen“, jedoch scheinen die Kopfschmerzen permanent zu sein. Aber es ist mir egal… Ich muss dies hier schreiben und kein Schmerz der Welt wird mich davon abhalten. Wie auch immer. Ihr wollt mit Sicherheit wissen, wie ich überhaupt hierher gekommen bin und dies ist meine Geschichte.

Um geschätzte 4:00 Uhr morgens ging ich auf den Dachboden und nahm meine alten Schulbücher für einen Brennhaufen. Ich schloss gerade meine Abitur-Prüfungen ab und, wie meine Freunde, hasste ich jedes einzelne Fach, welches ich abschloss. Mathematik, Geschichte, Englisch – vorallem Englisch. Das hasste ich am meisten. So fand ich die Bücher, die ich einige Monate zuvor in eine Ecke gelegt hatte. Auf denen befand sich so viel Staub, dass sich daraus Zuckerwatte herstellen ließe. Ich genoss den Moment, in dem ich zum letzten mal auf diese Bücher schaute. Denn ich wusste, es wird das letzte mal sein, dass ich diese sehe. Ich griff sie unter meinen Arm. Widerlich. Ich überlegte, mich kurz danach umzuziehen.

Doch dann entdeckten mein Augen etwas. Ich bin mir nicht ganz sicher, wie ich es bemerkte, jedoch erinnere ich mich, dass ich davon so fasziniert war, dass ich die Bücher auf den Boden fallen ließ. Es war eine rote CD-Hülle, die die Größe eines durchschnittlichen Buchs hatte. Es gab keine Worte, um es zu beschreiben. Es sah aus, wie ein Computerspiel, das von einem früheren Hausbesitzer zurückgelassen wurde. Zu der Zeit liebte ich Computerspiele, also war ich sehr neugierig, was das für ein Spiel gewesen sein könnte.

Als ich die CD aus der Tasche nahm, schien mir das sehr künstlerisch, da es kein Publisher-Design war, sondern ein komplett weißes Spiel mit etwas Text, der mit einem schwarzen Filzstift geschrieben wurde. Die Worte lauteten: „Chatroom 98“. Ich war nicht gerade erfreut, als ich erfuhr, dass es sich hierbei nicht um ein Spiel handelte, sondern sich jemand tatsächlich bemühte, einen Chatroom zu kreieren, anstatt sich für einen Chatroom im Internet anzumelden. Ich wurde das Gefühl nicht los, dass es irgendetwas anderes ist. Ich hatte Recht. Es war nicht das, was ich ahnte. Ich ließ die wertlosen Schulbücher zurück und legte die CD in meinen alten Laptop ein. Nach einem kurzen Augenblick erschien ein rotes Feld, ohne, dass sich ein Text darin befand. Ich war nicht sicher, was ich machen sollte, doch es dauerte gerade mal eine halbe Minute, bis der Bildschirm Schwarz wurde. Plötzlich erschienen die Worte: „Willkommen im Chatraum 98“. Chatroom 98? Was hatte das für eine Bedeutung? Im Nachhinein erschien ein weißes Textfeld in der Mitte des Bildschirms. Ich wusste nicht, was ich tun sollte, also schrieb ich ein einfach: „Hallo“. Ich erwartete keine Antwort. Dennoch bekam ich eine. Eine Person namens Darwyn Clarke antwortete: „Guten Tag“.

Es bestand keine Möglichkeit, dass diese Person real war, da ich als einziger diese Chatroom-CD besaß. Ich erkannte schnell, dass es einer dieser Chatbots war, die gemacht wurden, um eine intelligente Konversation zu simulieren. ICT war das einzige an dem Programm, was gut war, jedoch hielt ich die ganze Sache für etwas seltsam. Ich lebte bereits 6 Jahre in diesem Haus, jedoch bin ich einer „roten Box“ nie in meinem ganzen Leben begegnet. Ich ging davon aus, dass der Vorbesitzer des Hauses sie gehabt haben musste. Am nächsten Tag, als ich heim kam, versuchte ich ein Gespräch mit dem Bot zu beginnen, um zu prüfen, inwiefern die KI programmiert war.

„Ein schönes Wetter“, schrieb ich. Nach nicht mal 3 Sekunden antwortete Mr. Clarke: „Nein, es ist ziemlich miserabel heute.“ Ich war etwas verblüfft. Das Wetter schien mehr oder weniger genau so zu sein, wie der Bot es beschrieben hatte, denn ich schaute aus dem Fenster und bemerkte, dass Regen vom Himmel strömte. Ich war nicht allzu überrascht, denn der Chatbot wurde schlicht und einfach in England programmiert, um zu sagen, wo sich der momentane Stand der Chatperson befand. Ich schrieb folgendes:

„Was sind ihre Lieblingsfilme?“. Erneut bekam ich eine Antwort darauf, sie lautete: „Eher weniger. Ich bevorzuge das Theater.“ Das Theater? Ich befand mich anscheinend im Gespräch mit einem alten Mann?

Ich schrieb zurück: „Wie alt bist du?“

Ich machte mir nicht lange darüber Gedanken, was ich fragen könnte, um eine Antwort zu erhalten. Ich war schließlich überzeugt, dass er auf alle meine Fragen antworten könne.
Und wieder bekam ich eine Antwort zurück: „Ich werde Ihnen etwas über mich erzählen. Ich wurde 1867 geboren und wuchs mit zwei Schwestern auf, die ich jedoch hasste.“ Okay, wer dies programmierte muss anscheinend sehr lustig drauf gewesen sein. Lachend antworte ich und schrieb:

„Nun, ich bin 2098 geboren, mit zwei identischen, außerirdischen Zwillingsbrüdern von dem Planeten Boogaloo. Außerdem bin ich Jesus.“ Ich fragte mich, was der alte Mann als nächstes antworten würde. Ich wusste zwar, dass es ein Chatbot war, jedoch glaubte ich in einigen Momenten, aus irgendeinem unerklärlichen Grund, mit einer realen Person im Chat gewesen zu sein. Er sagte: „Wirklich? Wie lustig. Es freut mich, Sie kennenzulernen, Mr. Jesus. Hatten ihre Brüder sonst noch irgend jemanden zu der Zeit entführt?“

Ich war erneut erstaunt. Der Macher dieses Chat muss wirklich eine beeindruckende Arbeit geleistet haben. Ich tippte eine weitere Antwort in den Chat: „Allerdings, sie sind tatsächlich außerirdische Pädophile, die sich auf die Jagd nach Beute machen. Du solltest lieber aufpassen, denn Sie haben ebenfalls ein Gespür für Chaträume.“

Die nächste Antwort war beunruhigend. Clarke antwortete: „Nun, obwohl ich in einem Chatraum erscheine, war ich ein normaler Mensch, wie du und alle anderen auch, bis ich mit einem Urteil für meine Sünden konfrontiert wurde.“

Ich wusste nicht, was zum Teufel er sprach, jedoch erschreckten mich die ergreifenden Details seiner Schilderung für eine Sekunde. Es war so… real. Zu real, um wahr zu sein. Zu meiner Überraschung tippte er eine weitere Nachricht ins Fenster ein:

„Du versteht das nicht? Lass es mich dir erklären. Meine gehassten Schwestern hatten einen tragischen Unfall.“

Mir war plötzlich kalt geworden. Ich begann zu frieren. Dies war nicht nur irgendein Chatbot. Es war ein Psycho-Chatbot, oder es handelte sich um einen großen, schlechten Witz. Um seine Reaktion zu sehen, tippte ich folgendes ein: „Weißt du, was meine Brüder letztens gemacht haben?“. Im nach hinein wurde ich ziemlich überrascht, denn Darwyn Clarke antwortete wieder, nur dieses Mal konnte ich sehen, wie seine Botschaft gerade getippt wurde. Ähnlich einer Lochstreifen Schreibmaschine. „Du bist das einzige Kind, David.“

Was zum Teufel? Nun wurde ich wirklich verschreckt. Ich saß ängstlich da und tippte: „Wer zur Hölle bist du?“. Die Antwort wurde nicht mehr von der KI vorgenommen, sondern gegenüber schien eine echte Person gewesen zu sein, die mit mir schrieb.

„Lass mich dir die Geschichte erzählen. Weißt du, was in dem Haus des Vorbesitzers passiert ist?“

Ich saß da wie ein Idiot, der auf den Computer starrte, um eine Antwort zu erhalten.

„Das selbe passierte meinen beiden Schwestern, die ich verachtet hatte.“

Genug! Ich zog die Maus über das rote Kreuz auf der rechten Seite im Bildschirm, um dem Alptraum ein Ende zu bereiten. Ich war erleichtert. Während dem Chat vergingen gerade mal fünf Minuten. Jedoch kam es mir vor, als würde ich seit zwei Stunden hier sitzen. Als ich den Computer herunterfahren wollte, passierte mir etwas undenkbares.

Der Computer reagierte nicht. Es war alles verbugt und einfach nur abgefuckt. Schlimmer noch, das Chatfenster öffnete sich auf einmal von selbst. Eine weitere Nachricht. Zu diesem Zeitpunkt war ich mir nicht mehr im Klaren darüber, ob das gerade echt war oder ich mir etwas einbildete.

„Du hast noch nicht alles gehört.“

Aus Nervosität und Angst tippte ich schnell etwas ein: „Wollen sie etwa meinen Computer zerstören? Ich empfinde es nicht mehr als lustig!“

Nun glaubte ich, dass ich wusste, wo diese Erlebnisse damals vorgefallen waren, von denen er berichtete. Darwyn Clarke tippte erneut in das Fenster, doch dieses Mal in einem sehr langsamen Abstand. Alles, was ich hören konnte, war nur mein Herzschlag. Er verschärfte das ganze mehr und mehr, mit jeder neuen Nachricht. Mein Gesicht war voller Schweiß. Ich konzentrierte mich immer mehr auf die kommenden Buchstaben, die eingegeben wurden sind. Der entsetzte Ausdruck auf meinem Gesicht war furchtbar, erinnerte ich mich zurück, als mein Spiegelbild von dem Laptop reflektiert wurde. Die letzte Nachricht, die er mir schrieb, gab mir den Rest für meinen Verstand und ruinierte meine Gesundheit: „Schaue hinter dich.“

Das einzige, woran ich mich erinnern kann ist, dass alles um mich herum auf einmal in Zeitlupe spielte. Ich war wirklich besorgt. Ein Teil meines Körpers versuchte mir klarzumachen, dass etwas hinter mir war, während der andere Teil mir einredete, dass es eine Einbildung sei. Ich schloss meine Augen und biss die Zähne heftig zusammen. Ein riesiger Stein fiel mir vom Herzen, als ich gesehen habe, dass nichts hinter mir war. Nichts. Absolut Nichts. Ich setzte ein leichtes Lächeln auf und nickte mit dem Kopf. Ein großer Stein voller Angst, Furcht und Adrenalin fiel von mir. Ich fühle mich nun sicher, bis ich auf meinen Computermonitor zurückblickte. Ich musste es schon vorher gesehen haben, als ich mich umdrehte. Es erwischte mich sowieso.

Es war ein Gesicht. Ein verdammtes, weiß-blasses Gesicht eines Mannes, dass mich auf dem Laptopbildschirm anstarrte. Sein Haar war blond und er schien in Mitte der zwanziger Jahre gewesen zu sein. Sein Gesichtsausdruck war das genaue Gegenteil von freundlich. Seine Augen hatten eine karminrote Farbe.

Ich sah es nur für eine paar Millisekunden. Das war alles, was ich wahrnehmen konnte. Ich begann zu schreien und wurde für 4 Stunden bewusstlos. Das war alles, was mir Dr. Martin erzählte. Momentan ist er derjenige, der auf mich aufpasst. Dennoch kann er sich nicht einmal vorstellen, was ich durchmachen musste.

Um 4:30 am Morgen, sitzend in einem Bett, teile ich meine Geschichte mit der Welt. Selbst beim Schreiben spüre ich eine große Angst in mir. Man kann immernoch mein verwirrtes und entsetztes Gesicht sehen. Es scheint so, als würde ich unter einem Trauma leiden. Rund herum um meine Augen sind purpurrote Kreise zu sehen, da ich seit zwei Wochen kaum schlafen konnte. Ich habe zwar versucht einzuschlafen, doch das Gesicht… dieses Gesicht hält mich von meinem Schlaf ab.

Nun habe ich diese Geschichte geschrieben, um euch vor dem Erlebnis zu warnen. Wenn du eine rote CD-Hülle siehst, komm erst gar nicht in Versuchung und werfe sie direkt weg. Das Öffnen der CD kann zum Schlimmsten führen. Ich werde nun aus dem Fenster des dritten Stocks springen. Denn ich halte das nicht mehr länger aus. Ich habe Angst, verdammt. Ich will jetzt sterben! Wenn jemand versucht mich wiederzubeleben, werde ich es demjenigen heimzahlen. Erneut wiederhole ich, gehe nicht… und suche erst recht nicht nach Darwyn Clarke. Möglicherweise ist er echt oder auch nicht. Doch die Tatsache, dass er einen in den Wahnsinn treibt, bleibt. Sie müssen diese Nachricht lesen. SUCHE NICHT NACH DARWYN CLARKE. FALLS DU IHN FINDEST, WIRST DU DEINEN VERSTAND VERLIEREN!

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Original: http://creepypasta.wikia.com/wiki/Chatroom_98
Übersetzer: worldweavetv

März 4

Das .GIF

Am 12. März 2007 postete ein anonymer User eine GIF-Datei im /b/ – Board von 4chan.

Auf dem ersten Blick war das Bild komischerweise nicht animiert. Es hieß „IM_HAPPY.GIF“ und zeigte etwas, das aussah, wie eine Zeichnung eines Smileys. Nur mit realistischen Augen und Mund. Menschen, die es anklickten, sahen, wie sich das Lächeln des Smileys langsam in einen finsteren Blick verwandelte und die Augen eine wütendere Erscheinung annahmen.

Der Smiley schrie dann laut – laut genug, um das Trommelfell platzen zu lassen – und grausige Bilder von Vergewaltigungen, Opfern von Atombombentests, abgetriebenen und verstümmelten Körpern blitzten schnell auf. Nach über fünf Minuten zeigte es den Text: „Hab‘ einen schönen Tag (sic)“, und der Computer des Benutzers fuhr automatisch außerhalb des Browsers herunter und funktionierte nicht mehr, als hätte ein Virus die Festplatte beschädigt.

Leute, dessen Computer infiziert wurden, fand man nach kurzer Zeit in ihrem Haus, gehäutet und verstümmelt, mit einem Smiley im Blut neben ihren Körpern auf den Boden gezeichnet. „moot“, der Gründer von 4chan, behauptete immer, dass das Bild nie existierte und die Morde keinen Bezug dazu hatten. Dennoch existiert das Bild irgendwo im Archiv. Trotzdem wurden die Leute, die versuchten, es zu posten, meistens ziemlich schnell von „moot“ gebannt.

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Übersetzer: MythPug

Original: http://creepypasta.wikia.com/wiki/The_.GIF

Februar 5

My Little Pony: Friendship is Magic – The Lost Episode

Du wusstest nicht, dass es eine verlorene Episode gab, oder? Du glücklicher Hundesohn.

Die folgenden Einträge sind aus dem Tagebuch meines Freundes, kurz bevor er starb…

2. Februar 2011
Heute habe ich mir BitTorrent geholt. Ich lade mir eine Datei namens „Friendship is Magic: Die komplette erste Staffel“ herunter. Ich bin etwas gespannt sie zu sehen, da ich glaube, dass die ganze Staffel noch nicht einmal herauskam.

3. Februar 2011
Ich wollte nach dem Torrent schauen, aber ich hatte soviel Dreck zu tun. Vielleicht morgen.

4. Februar 2011
Okay, was zur Hölle ist mit BitTorrent los? Wie benutzt man dieses Ding? Mann, ich hätte zuerst nachforschen müssen, bevor ich es ausprobierte…

5. Februar 2011
Heute sah ich „BitTorrent für Dumme“ im Laden. Jackpot. Ich lese es gerade, ich glaube ich kann es jetzt benutzen.

6. Februar 2011
Ha ha, das ist sau geil! Hab‘ schon sechs Folgen gesehen, einschließlich einer, die noch nicht mal draußen ist!

7. Februar 2011
Warum ist mein Torrent auf einmal so langsam? Die Qualität ist auch runter gegangen. Vielleicht ist irgendwas mit meinem Computer…

8. Februar 2011
Hab‘ die Torrent Dateien heute gesehen. Sie zeigen 27 Episoden, obwohl nur 26 angekündigt waren. Komisch.

17:29 Uhr
Oh mein Gott.

9. Februar 2011
Ich bin verflucht…

10. Februar 2011
Wie viel kann ich noch aushalten?

11. Februar 2011
Ist sie tot?
Bin ich es?

Mein Freund starb am 12. Februar 2011.

Hier sind nun ein paar Infos über die eigentliche Episode:

Ich ging zu seinem Computer, wo die Folge als „Math Project.exe“ versteckt war (es war eine ziemlich clevere Verkleidung, ich dachte nicht mal, dass es die Datei war, bevor ich in BitTorrent nachschaute und sie nach Episode #26 aufgelistet war).
Ich klickte drauf und es öffnete sich eine .wmv-Datei, obwohl jede normale Datei anzeigte, dass sie nicht ansehbar wäre.
Benutzt BitTorrent überhaupt .wmv?
Die Episode schnitt direkt zum Einleitungssong… aber der Song war rückwärts.
Ich drehte den Sound um, aber danach war es still.
Ich drehte ihn wieder zurück, sodass es wieder rückwärts war, aber besser als überhaupt kein Sound.

Der Bildschirm wurde plötzlich schwarz.
Es schnitt zu Twilight Sparkle, welche depressiv aussah… es war in Vollbild.
Ich stellte nie ein, dass es Vollbild sein sollte, ich berührte nicht mal das verdammte Ding.
Nun war ich schon beunruhigt.
Twilight drehte ihren Kopf und ein knackendes Geräusch war zu hören.
„Oh mein Gott“, dachte ich.
„Ich glaube, mir wird übel…“
Es wurde ein Friedhof namens „R.I.P…“ gezeigt; der Rest des Namens war durch Dreck verdeckt.
Alle Ponies waren dort.
Ich kannte kein Gesicht, das nicht dort war.
Jedes offizielle Pony, welches ich je gesehen hatte.
Doctor Whooves.
DJ PON-3.
Alle waren dort, aussehend, als ob alle Lebensziele zerstört waren.
Twilight jammerte… Ihr Gesicht wurde blau…
Dann realisierte ich… dass alle Ponys Zombies waren.
Es gab nur eines, welches sie versuchten von den Toten zurückzuholen.
Es war wie eine Apokalypse.
Ich hörte einen Schuss und schrie.
Das Grab wurde geöffnet.
Es war jemand, den ich nicht kannte… sie trugen alle schwarze Masken und das einzige Merkmal von ihnen waren ihre roten Beine.

Dann fing der Computer an zu spinnen.
Ein Fenster öffnete sich.

„Windows Media Player reagiert nicht. Wenn du ihn nun schließt, werden alle ungespeicherten Daten verloren.“

Ich bemerkte den Schreibfehler… eine weitere Nachricht tauchte auf.

„Du hast mich bemerkt…“

Die Nachricht schloss sich sofort und das Video ging weiter, doch nun wurde zu einer schwarzen Nachricht geschnitten:

„Du bist ein Pirat und ein Pirat ist frei… aber nicht wenn er sich wehrt. Das Ende ist nah… deine Tage sind gezählt. Lauf, kleiner Junge.“
Ich glaubte der Nachricht…
Ich weiß, dass es eines Tages passieren wird.

____

Übersetzer: MeGustaGamesLP

Original: http://creepypasta.wikia.com/…ndship_is_Magic_-_The_Lost_Episode

Januar 29

-Verbindung-

Es war Winter, als ich mich entschied, zu unserem örtlichen Pokéheim zu gehen und mir ein Pokémon auszusuchen, um das ich mich kümmern konnte.

Pokéheime waren zu dieser Zeit des Jahres voll, also ging ich nach drinnen – sofort wurde ich von einem Evoli angezogen, das fast voll Trauer im hinteren Teil eines schattigen Käfigs saß. Es wirkte, als hätte es alle Hoffnung verloren.

Ich spähte durch die Stäbe des Käfigs und sah das Evoli an. Derjenige, der den Schalter des Pokéheims leitete, zögerte ein wenig, ihn mir zu geben.
Endlich konnte ich ihn überzeugen und das bloß, weil ich auch die Schwester des Evoli’s adoptierte. Sie dachten wohl, es wäre das Beste, sie nicht zu trennen. Weiterlesen