Januar 22

BEN

(Das verfluchte Majora’s Mask-Modul)

Beitrag 1 (7. September 2010)

Okay, /x/, ich brauche eure Hilfe damit. Das ist keine Copypasta, das ist ein langer Text, aber es fühlt sich an, als könnten meine Sicherheit oder mein Wohlbefinden sehr wohl davon abhängen. Das Ganze bezieht sich auf Videospiele, vor allem Majora’s Mask und das ist der gruseligste Mist, der mir in meinem ganzen Leben je passiert ist.

Jetzt wo das geklärt ist: Ich bin kürzlich in ein Wohnheim als Student im 2. Jahr gezogen und ein Freund von mir gab mir sein altes Nintendo 64 zum Spielen. Ich war begeistert, endlich konnte ich all die Spiele aus meiner Jugend spielen, die ich seit einem Jahrzehnt nicht mehr angefasst hatte. Sein Nintendo 64 hatte einen gelben Controller und eine eher minderwertige Version von Super Smash Brothers beiliegen. Bettler können zwar nicht wählen, aber es ist unnötig zu sagen, dass das Verprügeln von Level-9-NPCs schnell langweilig wurde.

Am Wochenende entschied ich mich, die Nachbarschaft zu besuchen, die ca. 20 Minuten vom Campus entfernt ist. Ich wollte die örtlichen Garagenverkäufe besuchen und hoffte auf ein paar gute Schnäppchen von ignoranten Eltern. Am Ende hatte ich eine Version von Pokémon Stadium, Goldeneye (klasse), F-Zero und zwei weitere Controller für zwei Dollar. Zufrieden begann ich, die Nachbarschaft zu verlassen, als mir ein letztes Haus auffiel. Ich hab immer noch keine Ahnung, warum; da waren keine Autos und es war nur ein Tisch mit chaotisch aufgestelltem Kram dort, aber irgendwas zog mich buchstäblich dort hin. Ich vertraue bei solchen Dingen üblicherweise auf mein Bauchgefühl, also stieg ich aus dem Auto und wurde von einem alten Mann begrüßt. Sein äußeres Erscheinungsbild war, aus Ermangelung eines besseren Wortes, unangenehm. Es war merkwürdig. Wenn ihr mich fragen würdet, warum ich dachte, dass er unangenehm war, ich kann das nicht wirklich beschreiben. Da war nur irgendwas an ihm, das ich eine gewisse Grenze nicht überschreiten wollte. Ich kann es nicht erklären. Alles, was ich euch sagen kann ist: Wenn es mitten am Tag gewesen wäre und da wären andere Leute in Rufweite gewesen, hätte ich nicht einmal daran gedacht, mich diesem Mann zu nähern. Weiterlesen

Januar 17

Die Couch

Ok, Haftungsausschluss: Nach bestem Wissen und Gewissen ist diese Geschichte
wahr. Ich erwarte nicht euch zu überzeugen – ganz ehrlich, ich selbst hatte eine harte
Zeit bis ich es bewältigt hatte. Wie es das Klischee so will bin ich ein rationaler
Mensch, und wenn das nicht schon alles wäre, außerdem der größte Atheist den ihr je
getroffen habt. Aber nach langem Ringen und debattieren mit mir selbst bin ich zu
der Überzeugung gelangt, dass es Dinge im Leben gibt die man einfach nicht erklären
kann, zumindest nicht in der Art, wie wir es tun würden. Logik, soviel Vertrauen wir
auch in sie setzen, ist doch eigentlich nicht mehr als eine Kerze, die allzuleicht
ausgepustet werden kann. Und wenn sie aus ist bleiben wir allein im Dunkeln zurück
und alles Übernatürliche, was wir am Tage belächeln wird plötzlich sehr glaubhaft.

In Ordnung, bevor ich zu melodramatisch werde, hier ist meine Geschichte.

Ich war sehr jung, höchstens 4 oder 5, bevor meine anderen Geschwister geboren
wurden. Es gab nur Mummy, Daddy und mich in unserem kleinen Haus in Great
Bend, Kansas. Sehr altmodisch. Wir waren eine junge Familie, ohne viel Geld, und
die meisten unserer Möbel waren vom Second-hand-shop.

Es war mitten am Tag, Sommer, heiß, langweilig. Ich spielte alleine mit meinen
Murmeln auf einem dünnen Teppich neben der riesigen alten Couch mit den bunten
Blumenmustern. Mom war in der Küche am Ende des Flurs, Dad war arbeiten.
Warum ich versuchte meine Murmeln auf dem Teppich herumzurollen weiß ich nicht
mehr – wir hatten einen perfekten Linoleumboden. Aber hier war ich, die Murmeln
sausten vor und zurück, leise gegeneinander klackend. Dann, in meinem
übereifrigen Enthusiasmus, stieß ich eine zu stark an. Meine Lieblingsmurmel – die
durchsichtige, rubinrote, kullerte unter die Couch und war verloren.

Verdammt. Dad war nicht zuhause, und er war der Einzige, der stark genug war um die
riesige alte Couch für mich zu bewegen. Ich musste wohl oder übel die Murmel selbst wieder holen.
Ich schob meine Hand unter die Couch, erst vorsichtig, dann immer tiefer. Keine Murmeln
findend zog ich meine Hand enttäuscht zurück.

Dann streckte sich mir eine Hand von unter der Couch her entgegen.
Das Bild hat sich mir in den Kopf eingebrannt und da wird es wohl für immer bleiben. Es war eine
dünne Hand mit spitz zulaufenden Fingern – die Hand einer Frau. Sie war runzlig
und krumm, als sei sie sehr alt, und sie war tiefschwarz. Nicht schwarz wie die Hand eines
Afrikaners, nein, schwarz wie bei einem Toten. Natürlich wusste ich damals noch
nicht, dass Leichen schwarz werden wenn sie verrotten, daher wusste ich nicht, was
diese Art von Schwarz bedeutete. Die Hand streckte sich mir entgegen soweit sie konnte, bis zum Handgelenk.

Dann zog sie sich unter die Couch zurück, nur um wieder hervorzukommen, dieses
mal eine kleine zerknitterte Plastiktüte vor sich her schiebend mit einem Logo darauf,
das ich nicht kannte. Sie wartete, als erwarte sie, dass ich die Tüte nahm. Dann, als
ich das vor Schreck nicht tat zog sie die Tüte wieder unter die Couch und war verschwunden.
Ich stand auf, ging in die Küche und erzählte meiner Mutter was passiert war.

Warum ich nicht geschrien habe oder zumindest weggerannt bin? Ich hab keine Ahnung.
Alles, was ich sagen kann, ist, dass ich ein kleines Kind war; eine Hand, die sich mir
von unter der Couch entgegenstreckte erschien mir als kein großes Ding. Ich hatte noch
nicht gelernt was in der Realität vorkam und was nicht. Ich hatte noch keine
Weltsicht.

Meine Mutter war skeptisch, aber kam mit mir zurück zur Couch während sie mir
erklärte, dass ich mir sicher nur etwas einbilden würde. Sie streckte sogar ihre Hand
unter die Couch, um mich zu überzeugen, dass da nichts war. Später hob mein Dad
die Couch für mich an, und natürlich war das einzige, was darunter war, meine
vermisste Murmel, außerdem noch ein paar bei denen ich mich nicht erinnern konnte,
dass ich sie verloren hatte.

Aber hier ist der gruselige Teil…

Jahrelang erinnerte ich mich daran – ich entwickelte sogar eine verrückte Phantasie
über kleine Hand-Leute die unter der Couch lebten, und ich, in meiner kindlichen
Unschuld, glaubte, dass sie mich fangen und wegholen würden, wenn ich jemals
wieder in ihr Territorium eindrang. Dann, als ich älter wurde, schrieb ich die
Erinnerung als einen Traum ab, niedlich aber dumm.

Vor ein paar Jahren dann sprach ich mit meiner Mutter nochmal über die Geschichte.
Sie sah mich komisch an und sagte mir, sie erinnere sich daran, weil sie ja
dabei war. Sie erzählte mir, dass ich mitten am Tag zu ihr gekommen sei und ihr von
der Hand unter der Couch erzählt habe, und sie erinnerte sich, dass meine Geschichte
sie sehr beunruhigt habe, da ich ein extrem ruhiges und wohlerzogenes Kind war, das
niemals log.

Sie erzählte mir dann von der Couch selbst. Sie und Dad hatten die Couch
vom Haus einer alten Frau, welche gestorben war. Das war das erste Mal, dass ich
davon hörte, aber es erklärte auf jeden Fall, warum sie die Couch innerhalb eines
Monats nach meiner Geschichte losgeworden sind.

Hier ist der Teil, der mich wirklich erschreckt; und das bis heute. Der Teil, den ich in manchen
Nächten verzweifelt versuche aus meinem Kopf zu kriegen. Erinnert ihr euch an die
Tüte, die die Hand mir entgegenhielt? Ich habe nie das Logo vergessen, das daraufwar. Und neulich (also vor ein paar Jahren), habe ich in einem Eisenwarenladen das gleiche Logo wieder gesehen, auf etwas das wie so eine Tüte aussah.
Es war eine Tüte mit Rasierklingen.

____

Übersetzerin: Gargoyle

Korrekturleserin: Anna

Original: http://creepypasta.wikia.com/wiki/The_Couch

Dezember 7

Spongebob Schwammkopf.avi

Tag 1: Ich guckte gerade Spongebob, während mein Video Rekorder eine Kassette ausspuckte, was seltsam war, denn es befand sich eigentlich keine in ihm. Ich sah sie an und sie war sehr verstaubt, also pustete ich den Staub runter und sah den Titel „Spongebob Schwammkopf.avi“.

Ich legte das Band zurück in den Rekorder, doch sie kam immer wieder heraus, also verschloss ich ihn mit Klebeband. Als ich anfing die Kassette zu gucken, erschien auf dem Titel „Spongebob“. Nein, ich meine es ernst, nur „Spongebob“. Seltsamerweise übersprang es den Vorspann. Ich sah, wie Spongebob zornig klopfend an Thaddäus Tür mit einer Pistole stand. Thaddäus warf die Türe auf und bekam einen Stiefel gegen seinen Kopf. Spongebob sah auf den Bildschirm mit einem gruseligen Joker-Lächeln und es wurde zu einem anderen Teil der Folge geschnitten, nur ohne den typischen Blasen-Übergang. Spongebob spielte normal mit Patrick und dann wurde wieder zu einem anderen Teil geschnitten. Spongebob saß weinend auf dem Boden, denn Patrick hatte das gleiche Schicksal erlitten. Ich fragte in einem Forum, ob jemand anderes diese Folge gesehen hatte. Zu meiner Überraschung war dort jemand.

Er sagte, er habe den nächsten Part der Folge und würde ihn mir mailen. Ich beschloss, es anzunehmen und begann den nächsten Part der Folge zu sehen, welcher zwei Tage später kam. Thaddäus war ein Zombie, wie Patrick. Sie versuchten Spongebob zu essen. Nachdem sie ihn gegessen hatten, gingen sie auf den Bildschirm zu und plötzlich war die Episode zu ende. Ich rief Nickelodeon an und wollte mich über das Band informieren, aber sie sagten, sie würden solche Sachen nicht produzieren. Ich beschloss den Kerl, der mir den 2. Teil geschickt hatte, zu treffen. Sein Nickname war <ENTFERNT>. Er sagt, er kannte den einzigen Überlebenden, der diese Episode produzierte. Die Person vom Nickelodeon – Personal hieß Gary Freeman. Dies könnte dich an HL2 erinnern, aber das war sein echter Name. ‚Gary Freeman‘ sagte, dass jeder außer ihm, der an der Produktion der Episode beteiligt war, von Nickelodeon bestraft wurde. Er meinte, er wurde zwar auch bestraft, jedoch wurde er nur von einer Kugel getroffen. Er hatte Bandagen um seine Hand, an welcher er getroffen wurde. Den Rest werde ich dir später erzählen.

Tag 2: <ENTFERNT> erzählte mir von einigen Parts. Ich fand einen Torrent für Part 17…..PART 17?! DAS IST WIE EINE GANZE REIHE! Wie auch immer, ich downloadete es und es war wie eine ganz normale Spongebob Episode. Fröhliche Musik, Spongebob spielte draußen, Thaddäus spielte Klarinette… Ich dachte, beide, wären gestorben?! Ich konnte auch Part 3 downloaden und ich sah, dass Thaddäus und Patrick in Bikini Bottom als Zombies eindrangen. Jeder wurde gegessen oder in Zombies verwandelt, bis die Stadt mit Zombies verseucht war. <ENTFERNT> sagte, er hatte den 5. Part ebenfalls. Ich sah die Nachrichten und sie berichteten, dass sie die Folge fanden und draußen irgendwo ein Zombie sein Unwesen treibt.

Tag 3: <Name hier einfügen> wurde Tot gefunden, von einem Zombie auseinander gerissen. Ich vermisse ihn, sehr stark sogar. Ich sah ein Band mit dem 7. Teil auf dem Boden liegen, mit ein paar Rissen und Löchern. Nachdem ich es ein wenig reparierte, sah ich zu meiner Überraschung, dass es Funktionierte. Spongebob erschien als Zombie und aß Thaddäus. Er ging dann auf den Bildschirm zu, wie in Part 2 und es sah aus, als ob er den Kameramann fressen würde.

Ich werde später mehr Teile der Episode finden.

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Übersetzer: blacksnow
Original: http://creepypasta.wikia.com/wiki/Spongebob_Squarepants.avi

Dezember 1

Can’tTurnBack.exe

Ich suchte im Internet nach einem kostenlosen Spiel. Ich fand eine unheimliche russische Webseite mit einem einfachen, schwarzen Hintergrund. Ich musste das Russisch übersetzen. Auf der Webseite stand: „Kostenloses Spiel. Sehr lustig!“. Ich würde von solch einer unheimlichen Seite normalerweise nichts herunterladen, aber ich wollte wirklich gerne ein Spiel spielen.

Man brauchte ungefähr 8 Minuten, um es herunterzuladen, und als es fertig war, öffnete sich WinRar und alles was dort war, war eine Datei namens „Can’tTurnBack.exe“. Ein wenig sonderbar, aber ich dachte mir, es wäre ein Grusel-Spiel. Ich liebe solche Spiele. Es öffnete sich, ohne es installieren zu müssen.

„Hmm. Ich sollte es nach Viren durchsuchen.“ sagte ich. Ich war im Menü und es war schwarz mit einem Blutspritzer. Es war auf Russisch, also klickte ich auf den mittleren Knopf und versuchte, die Sprache zu ändern. Es klappte, und die 3 Menüoptionen waren „Spielen“ „Optionen“ und „Beenden“. Ich schloss es und scannte es. Keine Viren, o.k. So öffnete ich es erneut und bemerkte, dass sich das Menü änderte und ich dadurch ein wenig erschrocken war. Ich sah ein großes, blasses… Ding. Statt „Beenden“ stand dort „KOMMEN LEBENDIG HERAUS“. Ich fing an zu spielen, und es war ein mieser First Person Shooter mit der Doom-Engine. Ich spielte es ungefähr 10 Minuten, bevor es anfing… unheimlich zu werden. Es gab plötzlich Haufen von Körpern… überall. Ich konnte sie nicht vermeiden, sie waren wirklich überall. Sie fingen an, sich schwankend zu bewegen und zu gehen. Ich konnte mich nicht bewegen. Ich drückte Esc, und versuchte es zu beenden. Ein Nachrichtenkasten ploppte auf und er sagte: „Du kannst jetzt nicht gehen.“ Ich fing an, Angst zu haben, also zog ich bei meinem Computer den Stecker heraus und steckte ihn wieder rein. Mein Hintergrund wurde zu einem Bild von mehreren Zahlen geändert.

01010010 01010101 01001110 00100000 01000001 01010111 01000001 01011001 00100000 01000100 01000101 01010010 01000101 01001011

Ich übersetzte es.

„Lauf weg, Derek“

Woher wusste es meinen Namen?

Ich hörte draußen etwas. Der Strom ging aus. Das Letzte, an das ich mich erinnere, war ein großes, blasses Ding, das vor mir stand.

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Übersetzer: haslmeierLP

Original: http://creepypasta.wikia.com/wiki/Can’tTurnBack_._exe

Vertonung von letsRead: http://www.youtube.com/watch?v=eIYW9EvlXOI

November 30

Meisterball

Menschen lassen sich von nichts aufhalten, um an das zu gelangen, was ihnen noch mehr Macht gibt. Ich weiß das von allen Pokémon am Besten. Ich lebte zurückgezogen in dieser Höhle, umgeben von starken Pokémon. Selbst wenn ein Trainier hierhin gelangen würde, würden die Pokémon ihn sicherlich aufhalten. Zumindest dachte ich das.

Dort stand ein einzelner Trainer, ein Junge. Sein Pokémon, ein einfaches Pikachu, sprang ungeduldig nach vorne, aber der Trainer gab ihm keine Anweisungen. Stattdessen zog er einen kleinen, lilafarbenen Ball mit pink-lilanen Klumpen auf der Oberseite hervor. Es schien eine Art Pokéball zu sein. Ein „M“ war darauf. Wofür es stand, wusste ich nicht.
Er warf den Ball auf mich und ich wurde in sein Licht gehüllt. Ich fühlte einen stechenden Schmerz an meinem Hinterkopf. Etwas wurde mir injiziert. Ich wollte nicht einmal versuchen, aus dem Ball zu fliehen. Ich ließ ihn mich fangen.

Was mir auch immer angetan wurde, ich folgte den Anweisungen des Trainers ohne Frage. Dies schien ein paar Jahre so weiter zugehen, bis ich fast vergaß, dass ich aus der Wildnis stammte. Ich glaubte beinahe, dass ich schon mein ganzes Leben mit diesem Kind verbracht hatte. Aber eines Tages konfrontierte mich der Trainer damit.

„Mewtu“, sagte er. „Ich hätte dir das nicht antun sollen. Niemandem hätte ich das antun sollen. Ich lasse dich gehen.“

Das war alles, was er sagte. Er zerbrach den Ball unter seinem Schuh, und sofort fühlte ich, wie die Macht entwich. Er hatte seine Kontrolle über mich aufgegeben. Ich war frei und konnte ihn verlassen. Ich hätte ihn gefragt, warum er das getan hatte, aber der Trainer war verschwunden, als ich aufsah. Ich nehme an, er ist auf einem Vogel-Pokémon davongeflogen.

Seit diesem Tag betrat kein anderer Trainer meine Höhle. Und ich habe nie wieder einen anderen Ball gesehen, wie den Ball mit dem „M“, welcher mich vor so vielen Jahren versklavte.

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Übersetzerin: Hikari17

Original: http://creepypasta.wikia.com/wiki/Master_Ball

November 30

Die Puppe

Ich denke, es ist eine Marionette. Es hatte einen grossen Kopf mit einem faltigen Gesicht und fleischfarbenem Gummi. Die Augen waren riesig, pralle weisse Kugeln mit roten Pupillen. Das Haar war schwarz, hergestellt aus einer harten Substanz, welches nicht zur Haut der Puppe passte. Und die Zähne waren gigantisch, pures weiss und sie waren in der Lage, sich auf und ab zu bewegen. Der Körper und die Gliedmassen waren aus Holz, bemalt, es sollte wie Kleidungsstücke aussehen aber die Farbe ging an einigen Stellen schon ab. So konnte man das naturbraune Holz schon an einigen Enden sehen. Beide Arme und Beine waren verschieden lang aber die Hände und Füsse waren ziemlich detailliert. Es machte einen lauten, klappernden Ton, wenn es sich bewegte. Diese Puppe… folgte mir. Versteh mich nicht falsch, dieses Dingt steht nicht auf und läuft mir hinterher. Ich würde eher sagen, es taucht immer wieder in meinem Leben auf. Das kann kein Zufall sein.

Die früheste Erinnerung an sie ist von meinem ersten Geburtstag. Natürlich kann ich mich nicht an die Details von diesem Tag erinnern aber das Gesicht dieser Puppe kann man auch nach 19 Jahren nicht vergessen. Ich kann mich nicht erinnern wieso sie dort war. War es ein Geschenk? Oder war die Marionette schon vor meiner Geburt im Besitz meiner Eltern? Ich weiss nur, dass sie mich zu Tode erschrak und ich nicht aufhören konnte zu weinen. Als ich mit etwa vier Jahren in der Lage war zu reden, fragte ich meine Eltern über die Puppe aus. Sie sagten jedoch, dass sie sich an keine Puppe erinnern konnten, welche an meinem Geburtstag im Raum war. Sie sagten auch, dass ich mich an diesem Tag vor nichts erschrak, geschweige denn geweint habe.

Das nächste Mal, als ich die Puppe sah, war ich etwa sieben. Ich erforschte gerade ein Zimmer mit alten Sachen meiner Eltern, welche sich halt über die Jahre ansammelten. Da fand ich ein altes Jahrbuch, jedoch erinnere ich mich nicht mehr an das Jahr des Kalenders. Es gab ein Foto für jeden Monat, aber das einzige, an das ich mich erinnern kann, war das Bild vom Oktober. Das Bild für diesen Monat war…die Puppe. Ich bekam Angst und rannte aus dem Zimmer. Gleich darauf erzählte ich meiner Mutter von dem Bild und wollte es ihr auf dem Kalender zeigen, so dass sie weiss, über welche Puppe ich mit vier geredet hatte und dass sie wirklich existiert. Zusammen liefen wir in das chaotische Zimmer, aber der Kalender war weg.

Es war mitten in den Sommerferien und ich war gerade neun geworden, als es wieder passierte. Ich wachte mitten in der Nacht aus einem Alptraum auf. Leider kann ich mich nicht mehr an den Traum erinnern. Ich war zu verängstigt um wieder einzuschlafen, also ging ich ins Wohnzimmer und schaltete den Fernseher ein. Eine alte schwarz-weiss Sendung auf Nick ging geradezu ende und als die Werbung begann, sah ich die Marionette. Sie tanzte, während laute Musik gespielt wurde. Ich schrie und weinte hemmungslos. Als meine Eltern vom Erdgeschoss hoch rannten, war die Puppe jedoch schon wieder verschwunden. Wie konnte es auch anders sein.

Mit zwanzig Jahren, als ich gerade durch die Stadt schlenderte, kam ich an einem alten Spielwarengeschäft vorbei. Im Schaufenster waren viele Spielzeugautos und Puppen. Ich erschrak, als ich links in der Ecke DIE Puppe sah. Ohne zu zögern ging ich in das Geschäft und fragte den Kassierer, ob er etwas über die Geschichte der Puppe, woher sie kam oder wer sie gemacht hatte wusste. Leider wusste er nichts der Gleichen. Die Puppe wurde ihm vor einigen Tagen verkauft und ich könne sie für 6 Euro haben. Ich war mir nicht sicher was ich tun sollte, zum einen hatte ich immer noch eine grosse Angst vor ihr aber der Gedanke endlich beweisen zu können, dass die Marionette wirklich existiert, schien mir eine gute Idee. Also kaufte ich die Puppe und nahm sie mit nach Hause.

Für eine Weile fühlte ich mich besser, ich sah die Puppe als eine Kindheitsangst, welche ich nun als Erwachsener überwinden musste. Ich fing sogar an, die Erklärungen meiner Eltern zu glauben. (Ich hätte die Puppe als Baby irgendwo anders gesehen, stellte mir den Kalender nur vor und den TV-Auftritt hätte ich nur geträumt.)

Nach diesem Tag hatte ich die Puppe beinahe vergessen. Ich beendete mein College, heiratete und meine Frau sollte in ein paar Wochen unser Kind gebären. Meine Frau war gerade im Spital und wurde untersucht. Ich putzte in dieser Zeit den Raum, im dem unser Kind schlafen sollte. Als ich die Puppe fand. Staubig und verlassen. Ich wollte nicht, dass mein Kind dieses Monster zu Gesicht kriegt und beschloss, dass die Puppe genauso gut an einem anderen Ort Staub ansammeln konnte. Jedoch hatte ich ein wenig Mitleid mit meinem „alten Freund“ und wischte den gröbsten Staub aus seinem Gummigesicht und seiner Kleidung. Als ich mit dem Entstauben fertig war, bemerkte ich eine verblasste Inschrift auf der Rückseite: „So wird er später aussehen.“ Bevor ich überhaupt herausfinden konnte, was es zu bedeuten hatte, klingelte das Telefon. Ich nahm ab und hörte die weinende Stimme meiner Frau. So wie ich sie noch nie zuvor gehört habe. Schluchzend erzählte sie mir, dass sie hörte wie der Arzt mit der Krankenschwester geredet habe. Es gäbe ein Problem mit dem Baby…

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Übersetzer: JackHill

Original: http://creepypasta.wikia.com/wiki/The_Puppet

Vertonung von Blub248: http://www.youtube.com/watch?v=eZDajozhgyA

November 9

Das merkwürdigste Sicherungsband, das ich jemals gesehen habe

Ich arbeite bei einer Tankstelle im ländlichen Pennsylvania. Es ist ein langweiliger Job, aber er ist recht einfach und er wird ganz gut bezahlt. Ein paar Wochen zuvor hat dieser neue Typ hier angefangen; ich werde ihn Jeremy nennen.

Jeremy ist eigenartig. Er ist ungefähr 25 oder 26 und er spricht kaum, aber er hat das gruseligste Lachen, welches ich jemals gehört habe. Beide, mein Boss und ich haben dies bemerkt, aber es war nie ein Problem, also gibt es kaum etwas, das wir dagegen tun könnten. Kunden haben sich nie über ihn beschwert und er hat seine Arbeit immer recht gut gemacht. Jedenfalls, bis vor ein paar Wochen – ab diesem Zeitpunkt vermissten wir einige Dinge. Diebstahl durch Angestellte kann bei jedem Unternehmen ein Problem sein welches Verbrauchsgut verkauft und es arbeitete immer nur eine Person gleichzeitig an der Tankstelle (es ist ein ziemlich kleiner Ort). Vor ungefähr zwei Wochen fing mein Boss an zu bemerkten, dass wir knapp an Motorenöl waren. Als erstes waren es nur ein paar Behälter auf einmal, dann gesamte Regale und Boxen aus dem Hinterzimmer. Bald schon waren es komplette Lieferungen, welche am nächsten Tag nachdem sie eintrafen verschwanden und es war immer nach Jeremys Schichten. Mein Boss untersuchte die Aufnahmen der Sicherheitskameras der Nächte, in welcher Jeremy arbeitete, aber er konnte ihn nie bei der Tat erwischen. Jeremy würde beim Schließen die Türen verschließen und am nächsten Tag wäre das Motorenöl verschwunden.  wirklich weiterlesen?

November 7

Polly, die starrende Puppe

Zu meinem achten Geburtstag bekam ich ein Geschenk, das mein Leben für immer verändern würde. Es war eine wunderschöne Puppe, die so aussah wie ich. Deshalb hatte sie mir meine Großmutter gekauft. Ich hatte sie Polly getauft. Jedenfalls, ein paar Tage später, fing es an, mit der Puppe seltsam zu werden, aber ich hatte es nicht bemerkt.

Langsam, aber sicher, wurde ich immer kontaktscheuer, ich hatte nie andere Kinder bei mir. Alles, was ich brauchte, war Polly, damit ich mich wohl fühlte. Sie war mein bester und einziger Freund. Ich ging nur zur Schule, um dann sofort nach Hause zu gehen. Ich hatte mich nie darum gekümmert, mir Freunde zu machen, oder mit Lehrern zu sprechen. Ich hatte es selbst versucht, in der Schule zu stoppen. Ich hätte ein perfekter Schüler werden können, bis ich mein Geschenk bekam. Niemand hatte es wirklich bemerkt, also hatte es mich auch nicht weiter gekümmert.  wirklich weiterlesen?

November 2

Sieben Jahren Weblog

(3. September 2006, 22:29)

Antworte Internet Explorer 3 wenn du Internet Explorer 3 für Windows nutzt (google nach einer Version, die auf dem Windows XP funktioniert) und gib das in Adressleiste ein (kein Copy&Paste, du musst es eintippen):
for-you://gratitude-and-remembrance

Warte etwa 40 Sekunden. Du wirst dich merkwürdig fühlen. Bekämpfe dieses Gefühl nicht, oder du wirst hinausgeworfen, und du hast nur diese eine Chance, es zu probieren.  wirklich weiterlesen?

Oktober 30

Die Augen meiner Freundin

Es waren ihre Augen, die zuerst für ihre Attraktivität sorgten. Ich glaube nicht an Liebe, aber als ich sie das erste Mal anstarrte, in ihre wunderschönen, grünen Augen, wusste ich, dass sie es war.

Ich liebte es, mich selbst in ihren Augen zu sehen, tief in ihre Seele starrend, während ich wusste, dass ich ein Teil von ihr war. Es ist vielleicht etwas dumm, aber ich schrieb sogar ein Gedicht darüber. Ich kann mich nicht mehr an alles erinnern, aber ich sagte ihr: „In deinen Augen ist so viel Leben – und so viel Liebe.“

Oh Gott, ich liebte es, wie das Licht mit ihnen tanzte. Ich konnte mir einfach nicht vorstellen, sie nicht so verträumt anzustarren.

Wenn ich jetzt doch nur eine Schachtel finden könnte, die nur halb so schön wie Augen selbst wäre, könnte ich endlich aufhören, sie in meiner Tasche umherzutragen.

Original: http://www.creepypasta.com/my-girlfriends-eyes/