Februar 22

Creepypastas von Fans #71: Das Bild an der Wand

Einst ging eine Schulklasse mit ihrer Lehrerin in die nahegelegene Kunstausstellung damit sie den Schülern den Surrealismus näherbringen konnte. Es war eine kleine Ausstellung die sich über vier unterschiedlich große Räume erstreckte. Die Räume waren langweilig dekoriert und mit fast sterilem weiß gestrichen. Die Schüler fanden die Bilder hingegen sehr ansprechend. Es waren Bilder unterschiedlicher Größe und vor allem sehr gut gemalt wie sie fanden, denn die Klasse war begeistert von Kunst und ihrer Vielfalt. Außerdem sollten sie nämlich selbst ein solches Bild zeichnen und suchten dort nach der passenden Inspiration. Sie schauten sich die Ausstellung mit neugierigen Blicken an, als plötzlich ein großes Bild vor Svens Füßen zu Boden fällt. Das war ihm natürlich fürchterlich peinlich und hob das heruntergefallene Bild sofort wieder auf als er sich das Bild näher ansah. Es war ein Bild das nicht in die Ausstellung passte, es war gruselig, alt und die Farbe verblasste langsam. Zu sehen war eine Frau die in einem alten modrigen Sessel saß während sie hämisch lachend ein Messer in der Hand hielt und Sven mit einem fast geisteskranken Blick ansah. Es war so unangenehm anzusehen da der Blick der Frau ihm fürchterliche Angst machte da die Augen so real aussahen. Aber Sven stempelte es als ungewöhnlich gruseligen Vorfall ab und hob das Bild auf und hängte es zurück an die steril aussehend weiße Wand. Am nächsten Tag zeichneten alle Schüler ein Bild der surrealistischen Kunstepoche, nur Sven nicht. Er wurde in der Nacht Tot mit aufgeschlitzter Kehle in seinem Bett aufgefunden.

Autor: dannyk96

Oktober 25

Creepypastas von Fans #69: Hast du mich vermisst?

Ich weiß nicht mehr genau wann es anfing…. Ich weiß allgemein nicht mehr so viel. Immer wieder vergesse ich neue und alte Dinge…Aber das ist wohl mein geringstes Problem.

Aber es begann recht harmlos. Ich bin und war schon immer speziell,schon als Kind begann ich,tote Insekten zu sammeln,auch Federn,Blumen und irgendwann…auch Knochen. Natürlich achtete ich darauf das diese sauber und frei von Fleisch waren. Dennoch war meine Familie nicht begeistert. Ich blieb bei dem Hobby und hatte alsbald eine beträchtliche Sammlung.

Auch heute sammel ich weiter,inzwischen gehe ich soweit,auch Kadaver zu….sagen wir „entfleischen“ um an die Knochen zu kommen. Das ist des öfteren eine unappetitliche Angelegenheit aber egal,was zählt ist das Ergebnis.

Nach einigen Jahren fand ich einen Freund der mein Hobby nicht nur akzeptierte sondern unterstützte. Fand er ein totes Tier,brachte er es her. Gern sehe ich mir auch Friedhöfe an,vorallem mit alten Steinen,oft begleitete er mich dabei.

Ich muss noch ergänzen: ich arbeite als Bestatterin. Ich mag die Toten. Sie sind still und machen alles mit. Aber genug davon und zurück zum eigentlichen Thema.

Eines Tages meldete sich mein Freund(nennen wir ihn Basti….leider habe ich seinen echten Namen vergessen…)bei mir und meinte er wolle einen Ausflug machen,wohin,sagte er nicht aber es würde mir gefallen,versprach er. Gegen Nachmittag stand ich also vor meinem Haus und wartete darauf das sein Auto um die Ecke bog. Es war ein warmer Oktobertag,die Sonne schien,der Wind regte sich nur schwach. Perfektes Ausflugswetter dachte ich fröhlich. Schließlich kam er angefahren und ich stieg ohne große Begrüßung ein. Wir fuhren recht lange und ich war mir nicht so sicher ob er genau wusste wo er hin wollte,die monotone Stimme des Navis nervte mich und meine Laune sank.

Aber dann,nach 2 Stunden waren wir endlich am Ziel…..Hohe,uralte Mauern,überwuchert von Efeu und Geißblatt welches noch einmal zu einer späten Blüte ansetzte. Das Eisentor war rostig und hing locker in den Angeln. Ein sehr alter Friedhof. Sofort stieg meine Laune bis ins Euphorische. Ich konnte es kaum erwarten und ging los,ohne darauf zu achten das Basti nachkam.

Kaum hatte ich das Tor durchschritten hatte er mich eingeholt, seine alte Kamera in der Hand. Langsam gingen wir durch die Reihen. Der Friedhof war ungepflegt aber dennoch wunderschön. Hohe Bäume schmückten mit ihrem bunten Laub die Gräber. Heckenrosen waren voller Hagebutten und überall sprossen Pilze. Ganz verlassen schien der Friedhof jedoch nicht,einige wenige Gräber waren mit frischen Blumen geschmückt.

„Ich wusste doch das es dir hier gefällt!“sagte er grinsend. „Ja,da hast du recht,nun lass uns ein paar Fotos machen.“meinte ich und so zogen wir los.
Es heißt ja: „Das letze Hemd hat keine Taschen“aber auch hier sah man sehr gut,wer Geld hatte und wer nicht. Es gab große,beeindruckende Grabmähler,meist mit Engelstatuen und aufwändig verzierten Steinen. Aber eben auch kleine,schlichte Grabsteine auf denen manchmal nur der Name stand. Oft waren diese aber so verwittert das man nichts mehr lesen konnte. Einige Gräber waren eingefallen und ich betrachtete diese lieber von fern. Ich machte viele Fotos,Basti eben so. Nach einer Weile kam ich zu einem Grab welches von einer gewaltigen Eibe zugewachsen war. Da diese aber schon abstarb,konnte ich einige Zweige beiseite schieben um es genauer sehen zu können. Vor mir ragte ein gut 2m hoher Marmorstein empor. Er war mit kupfernen Ranken verziert welche nun von Grünspan überzogen waren. Ein imposanter Engel,ebenfalls aus Kupfer stand daneben und hielt trauernd sein Gesicht mit einem Tuch bedeckt. Merkwürdig, war allerdings die Inschrift: „Im Gedenken an unseren geliebten Sohne“. Kein Name,keine Daten. Natürlich fotografierte ich dies. Nun wollte ich zurück zu Basti welcher schon am Auto wartete, doch,ich stolperte und als ich sah worüber……

Offenbar hatten die Wurzeln der Eibe den Toten angehoben. Ein gelbbrauner Schädel schaute zu einem Drittel aus dem Boden. Mein Herz raste und ich spürte den Drang ihn einfach mitzunehmen…
Eigentlich wollte ich nie Menschenknochen in meiner Sammlung da dies rechtlich sehr kompliziert ist aber….Ein lautes Hupen durchbrach meine Gedanken,Basti wollte los,klar,er musste morgen früh raus. Ich dachte nicht weiter nach und zog den Schädel aus dem Boden,schnell packte ich ihn in meine Tasche und ging zum Auto. Ich bemühte mich,unauffällig zu bleiben denn ich wusste ja nicht wie er reagieren würde.

Ich war doch etwas erleichtert als ich zu Hause ankam,wir verabschiedeten uns schnell und er sprach noch davon das er mir seine Fotos zusenden wollte aber ich hörte schon nicht mehr zu und dachte nur an den Kopf. Sogleich zog ich mich in mein Arbeitszimmer zurück. Dort stellte ich den Schädel auf den Tisch,die Lampe warf ein grelles Licht darauf und ich konnte mir ihn in Ruhe ansehen. Er war ziemlich groß,er musste zu Lebzeiten wohl die 2m-Marke überschritten haben. Am Hinterhaupt klebte noch ein kleines,papierdünnes Stück Kopfhaut mit einer Strähne langen,rotblonden Haares. Es klebte Erde am Schädel,auch einige kleine Wurzeln hingen daran. Es fehlten 3 Zähne und ein großer Riss zog sich vom Hinterhauptsloch bis zur linken Augenhöhle. Ich begann ihn vorsichtig abzubürsten um ihn vom Schmutz zu befreien. Ich weiß nicht mehr wie lange ich brauchte aber irgendwann war er sauber. Stolz betrachtete ich mein Werk. Danach setzte ich ihn zu meiner Sammlung.

Nach einigen Tagen passierte etwas seltsames. Ich war mit dem Hausputz beschäftigt als mein Blick auf den Schädel fiel. Er schaute in Richtung Tür. Eine Weile war ich irritiert, hatte ich ihm nicht gerade ausgerichtet, so das er zum Fenster blickte? Naja vielleicht ist eine meiner Katzen daran vorbeigestriffen und hat ihn verrückt.

Einige Nächte darauf musste ich noch einmal auf Toilette also ging ich ins Bad. Wie ich da so saß hörte ich leise Schritte über mir. Na super,schon wieder Ratten auf dem Dachboden dachte ich. Aber ich war zu müde um mir weiter Gedanken zu machen also schlich ich zurück ins Bett.

Eine Woche später bekam ich Bastis Fotos,er hatte durchaus Talent, es waren ziemlich gute Bilder dabei. Auch meine schaute ich durch. Bei einem hielt ich inne,es war das Grab,von welchem ich den Schädel nahm. Es sah aus als ob,weit hinter dem Stein,jemand stand. Sehr groß,bedrohlich…..Ich wurde unruhig und begann das Bild Freunden zu senden und sie zu fragen ob sie da etwas sähen. Keiner sah etwas. Ok,ich hab mich wohl geirrt. Ein wenig beruhigt schaute ich mir die anderen an. Alles gut,keine Auffälligkeiten. Ich schob es auf die Müdigkeit und ging zu Bett. In dieser Nacht hatte ich einen Albtraum. Ich hatte schon jahrelang keinen mehr gehabt und nun,ich erinnere mich nur an folgendes: ich sah zwei Jugen,vielleicht 8 oder 10 Jahre alt,wie sie im Garten spielten. Der eine war recht auffällig: ziemlich groß für sein Alter,rotblondes Haar und stechende,eisblaue Augen. Auf einmal kippte die Stimmung, die beiden stritten und von einer Sekunde auf die andere änderte sich der Ausdruck in den Augen des großen Jugen. Er packte den Arm des anderen und brach ihn über sein Knie wie einen morschen Ast. Ich sah wie der Knochen aus der Haut trat und das Entsetzen in den Augen des Opfers. Dann wurde der Traum schneller,Menschen sammelten um beide und dann-wachte ich auf. Ich richtete mich ruckartig im Bett auf und blinzelte um mich. 3.12Uhr zeigte mein Wecker. Ich seufzte,wischte mir den Schweiß von der Stirn und versuchte wieder einzuschlafen.

Ab da passierte immer etwas,solange es dunkel war,mal öffneten sich Türen(ich konnte ab und an beobachten wie die Klinke langsam herunter gedrückt wurde)dann stand es öfteren jemand in meinem Zimmer oder gar am Bett. Gestalten im Spiegel,herunter gefallene Sachen,schlammige Fußspuren im Flur…..langsam aber sicher zerrte das an meinen Nerven. Auch die Albträume…..mindestens einmal die Woche hatte ich einen. Einmal sah ich einen sehr großen Mann,er hatte langes,rotblondes Haar und stechende, eisblaue Augen. Er war in einer Anstalt….Er trug eine Zwangsjacke und saß in einem trostlosen,kahlen Zimmer. Da stand ein Bett mit Gurten,eine Toilette und ein Tisch mit einem Stuhl. Auf dem Tisch stand ein Tablett mit Essen…. Er saß da und starrte mit leeren Blick zur Tür. Diese öffnete sich und eine Schwester kam rein,sie sprach mit ihm doch er reagierte nicht. Also begann sie das Essen zusammen zu räumen. Plötzlich schaute er auf….grinste…..schon wurde der Traum wieder schneller, er stand auf,befreite sich aus seiner Zwangsjacke und packte die Frau am Arm,sie schrie auf-er packte ihren Kopf und schmetterte diesen gegen die Wand…..immer und immer wieder…Dann war ich wach. Mir war zum heulen zu mute,so kann das nicht weiter gehen…

Am nächsten Morgen packte ich den Schädel und fuhr selbst zum Friedhof. Ich bin eine schlechte Fahrerin aber ich wollte das es aufhört. Nach einiger Zeit kam ich an,ich hatte mich 2 mal verfahren aber nun war ich da. Der Friedhof lag still und friedlich. Nur ein Eichelhäher schimpfte als ich mir meinen Weg zu dem Grab bahnte. Nichts war anders. Der trauernde Engel stand dort,in Grünspan gehüllt, der Marmor glänzte immernoch….Ich nahm den Kopf und schmetterte ihn auf das Grab. Ich werde sehr selten wütend aber damit brachte ich wohl die Verzweiflung über meinen eigenen Fehler zum Ausdruck. Der Riss im Schädel wurde größer aber er barst nicht. Ich schob etwas Erde mit meinem Schuh darauf und ging. Ja,ich war erleichtert…. ein wenig. Nun würde es doch besser….oder?

Tatsächlich war eine Weile Ruhe doch ich schlief unruhig und wusste nicht warum. Die Albträume haben doch aufgehört….
Eines Nachts wurde ich wach,ich blinzelte ins Dunkle und sah jemanden an meiner Bettkante sitzen. Er war sehr groß und hatte ich langes Haar…..Ich wollte schreien doch mir entwisch nur ein schwaches Quietschen. Er drehte sich schnell zu mir und langsam löste sich seine Gestalt im Dunkeln auf. Nun sah ich ihn ständig-als dunkle Gestalt im Schatten,im äusseren Rand meines Blickfeldes im Spiegel. Es machte mich kaputt,ich war nur noch schlapp,müde und unkonzentriert.

Das bemerkten natürlich meine Freunde und Basti sprach mich darauf an. Eigentlich wollte ich nicht darüber reden aber….Ich erzählte ihm alles. Es tat gut mit jedemanden zu reden. Er war wohl recht schockiert aber er meinte dann,ich sollte mich an einen Psychiater wenden,der könnte mir sicher helfen,es läge bestimmt am Stress…..ja…..Stress,genau.

Einige Tage später betrat ich das Sprechzimmer des Psychiaters. Es hatte etwas beruhigendes,große,vanillefarbene Vorhänge an den Fenstern,ein Sofa in der selben Farbe. Er war ein ruhiger Mann mit einer sanften aber monotonen Stimme. Wir sprachen lange,sehr lange. Ich weiß nicht wie viele Sitzungen es waren aber ich fühlte mich nach jeder Sitzung etwas besser und freute mich fast schon darauf. Gut,die Pillen taten auch ihre Wirkung aber es half auch mit jemandem darüber zu reden der keine Vorurteile hatte.

Ja,nach einigen Monaten ging es mir besser als je zu vor,keine komischen Erscheinungen,keine Albträume, nichts.
Ich ging also jeden Morgen gut gelaunt auf Arbeit. Eines Tages,ich musste sehr früh zur Arbeit,dichter Nebel lag über dem Land. Ich mag Nebel,er hat etwas magisches. Ich spannte meinen Schirm auf um mich vor der Nässe zu schützen und ging langsam los. Ein kleiner Käfer krabbelte über den Weg,er war glänzend schwarz und sehr flink. Ich hatte schon den halben Weg hinter mir als ich plötzlich mit jemanden zusammen stieß. „Oh,es tut mir sehr leid,ich habe sie nicht gesehen!“stammelte ich verlegen. Keine Antwort. Ich schaute vorsichtig auf….es war ein sehr großer Mann,gut 2m. Er hatte langes,rotblondes Haar welches er offen trug. Er trug einen Anzug,der sicher einmal teuer war,nun war er aber abgenutz und voller Erdflecken. Langsam beugte er sich zu mir herunter,seine eisblauen Augen fixierten mich. Sanft legte er seine Hand an meine Wage und flüsterte: „Hast du mich vermisst?“

Autor: Seuchenkind

September 6

Creepypastas von Fans #66: Sei Still

Hast du jemals über deine Eltern schlecht geredet? Hast du dich immer über sie geärgert wenn Sie dir nie was neuste Spiel gekauft haben? Sei froh dass du solche Eltern hast… ich habe zwar Eltern aber diese interessieren sich nicht für mich….
Ich habe die ganze Zeit nur drei Dinge im Koopf
Schmerzen….
Trauer….
Verzweiflung
Sicher fragst du dich nun warum ich dir diese drei Worte sage und warum. Ich habe mich danach gesehent verstanden zu werden? Du hast nie das Gefühl der vollkommenden Einsamkeit gespürt und nie erleben müssen, wie es ist ein Ausgestoßener der Geselschaft zu sein….. Sie sagen alle dass sie für dich da sind, doch was ist wenn sie lügen? Was ist wenn sie sich die Welt schön reden und dich ausschließen? Aus dem Grund spiele ich oft mir dem Gedanken diese Welt zu verlassen und mich für andere Dinge zu öffnen. Doch wie soll ich das nur anstellen? Ich möchte gerne neue Dinge entdecken und mich weiter entwicklen…… aber so lange ich hier gefangen bin, kann ich das nicht.
Damit du verstehst warum ich mich so fühle, werde ich dir alles genau erzählen…..
Ich begab mich eines Morgens in die Schule um mein Leben weiter zu führen, was andere für mich vorgesehen hatten. Ich saß auf meinem Platz, dieser befand sich neben einem Fenster also konnte ich immer raus schauen wenn das Wetter es zu ließ.
Denn du musst wissen, dass ich den Regen liebte und immer wenn es regnet, beobachte ich die Tropfen die gegen die Scheibe schlugen und versinke in meinen Gedanken. Dies passierte in letzter Zeit sehr oft, denn das Wetter immer verrückter spielte, verlor ich mich mehr und mehr. Das hat mich schon einige Male dazu gebracht beim Rektor zu sitzen, da er mein Verhalten nicht verstand und meine Eltern darüber informierte. Diese interessierten sich nicht dafür, sagten dass ich Abschaum währe und das einzige was ich bekam, war eine Woche Hausarbeit.
Ich hatte mich danach gesehnt von ihnen Beschimpft zu werden, nicht aus Wut, sondern aus Sorge… Sie sagten mir nie dass sie mich liebten und gaben mir das Gefühl wertlos zu sein.
Des weiteren war ich ihre Ablagestation, sie luden ihre Wut auf mich ab wenn sie Eheproblem hatten und schreckten nicht davor zurück meinem Körper Schmerzen zu zu fügen, für Dinge die ich nicht getan hatte und auch sonst schlugen sie mich. Am darauf folgenden Tag erzählte ich meinem Lehrer von dem Gespräch und auch er wirkte genau so wie meine Eltern: Desinteressiert und gelangweilt…. Was war nur mit dieser Welt los?
Ist mein Verhalten so falsch? Ist meine Existens nicht richtig? Warum liebt mich keiner?
Als ich auf einige Tage später auf meinem Platz saß, hörte ich zum ersten mal eine Stimme, sie rief meinen Namen und sagte immer wieder zu mir, dass ich aufhören soll. Was wollte sie mir damit sagen? Ich schaute weiter in den Regen und vergass dabei dass ich eigendlich ein Referat halten und zum Lehrer gehen sollte. Als ich kurz weg genickt war, schreckte ich hoch und schaute mich um.
Die Stimme war weg und jeder denn ich kannte, meidetet meine Anwesendheit und schickte mich weg wenn ich auf den Weg zu ihnen war. Was hatte ich nur getan? Was passierte hier? Einige Tage später, lag ich in meinem Bett und dachte über die letzen Tage nach. Ich hatte mich dafür entschieden, meinem Leben ein Ende zu setzen und dieser Hölle zu entkommen. Ich wollte ein anderes Leben führen und nicht weiter als Schlagstelle dienen. Es ist ohne hin schlimm genug dass meine Eltern mich nicht bachteten und nun wurde ich auch in der Schule ignoriert….. warum?
Kurz nachdem ich eingeschlafen war, träumte ich von der Schule. Ich sah meinen Lehrer, meine Mitschüler und meinen Vater, der vor einem kaputten Fensterrahmen im 4.Stock steht und mich ansah. Was war das für ein Traum? Wie auch in der Schule, sah ich dem Regen beim Fallen zu, schaute zu meinem Lehrer und fragte ihn was denn los sei und warum mich alle so ansehen?
Meine Mitschüler und Lehrer schauten mich erschrocken an, habe ich etwas falsch gemacht? Mein Lehrer schütelte mich und fragte mich immer wieder was mit mir los sei und dass ich nicht einschlafen darf. Dabei war das doch nur ein Traum.
Doch nach mehreren Ansprachen meines Lehrers verstand ich was er meinte. Er hielt mich in meinen Armen, meine Mitschüler standen um mich herum und ich….. ich schaute weiterhin dem Regen zu, während mein Körper in zwei geteilt am Boden lag, die Glasscherben des Klassenfensters, meinen Körper zierten und mein Vater im Klassenzimmer stand, auf mich herab sah und leise sagte „sei still“.

Autor: Kazuki

August 29

User: Visitas

18. August 2009

Ich habe heute einen neuen Chatroom gefunden. Die User scheinen recht nett zu sein, traute mich aber noch nicht so recht mit ein paar Leuten zu schreiben.

19. August 2009

Heute habe ich mit meinem ersten User geschrieben, er nennt sich im Chat „visitas“.

[…]
[19:59] seven: Ich wohne in Berlin ^^
[19:59] visitas: Echt? Ich auch! Was für ein irrer Zufall. Was für Musik hörst du? :)
[20:01] seven: Meistens Pop, und du?
[20:02] visitas: Metal :)
[…]
[01:16] seven: ich bin müde, lass uns morgen weitermachen ^^
[01:17]visitas: Gute Nacht :)

20. August 2009

Ich habe mich nach der Schule gleich wieder an den Rechner gesetzt, um zu schauen ob visitas auch online war, und das war er tatsächlich.

[13:18] seven: bist du online?
[13:19] visitas: ja, hallo seven :)
[13:21] seven: Ich bin immer noch müde wegen gestern, ich hätte nicht so lang aufbleiben dürfen^^
[13:22] visitas: Ja es wurde ziemlich spät :)
[…]
[14:09] seven: Ja ich bin noch Schülerin ^^
[14:10] visitas: Wirklich? Ich auch? In welche Klasse gehst du? :)
[14:10] seven: in die 9te [14:10]
[14:11] visitas: Ich gehe in die 10te Klasse :)
[14:12] seven: Welche Schule? ^^
[…]
[14:33] seven: cool dann sehen wir uns morgen vielleicht in der Schule, ist echt ein Riesenzufall, dass wir auf die gleiche Schule gehen. Ich bin die einzige mit roten Haaren in meiner Klassenstufe, daran erkennst du mich ^^
[14:34] visitas: okay bis morgen. Ich freue mich schon :)

21. August 2009

Ich traf visitas heute nicht in der Schule, vielleicht hat er mich nicht gefunden, oder auch gelogen. Manche geben sich im Netz ja oft als jemand anderen aus. Ich mach mir ein wenig Sorgen das ich etwas zu viel über mich verraten habe.

[22:39] seven: Ich habe heute auf dich gewartet ^^
[22:40] visitas: Ich habe dich gesehen :)
[22:41] seven: Warum hast du mich nicht angesprochen?
[22:42] visitas: ich wollte dich nur sehen :)
[22:42] visitas: Ich habe dich auf dem Nachhauseweg beobachtet, du wohnst in einem schönen Haus :)

Am Abend des 21. August fand man die Leiche eines 15-jährigen Mädchens mit durchgeschnittener Kehle tot in ihrer Wohnung auf. Man schätzt den Zeitpunkt des Todes auf etwa 23 Uhr. Die Eltern des Mädchens waren zum Tatzeitpunkt nicht zu Hause. Die Polizei versucht nun die Identität von Vistas zu ermitteln nachdem man die Chatverläufe auf ihren Computer gefunden hatte, bisher ohne Erfolg. Die örtlichen Behörden tappen im Dunkeln.

19. August 2009

Ich trieb mich aus Langeweile wieder in einem der Chatrooms herum auf denen ich immer war und wurde dabei von jemandem angeschrieben der sich dort „visitas“ nennt.

[…]
[19:13] jeremy: Nein war heute zum Mittag beim Schnellimbiss XD
[19:14] visitas: Klingt lecker :)
[19:14] jeremy: man wird satt ^^
[…]
[19:59] visitas: Boston? Da wohne ich auch, was für ein Zufall :)
[…]
[01:18] jeremy: Ich hau mich hin.
[01:19] visitas: Gute Nacht :)

20. August 2009

Meine bisherige Woche war von Langeweile geplagt, und so besuchte ich den Chatroom von gestern erneut. visitas war ebenfalls online und schrieb mich an. Das war jedenfalls besser als gelangweilt vor dem Rechner zu sitzen.

[…]
[13:20] jeremy: Du wohnst also auch in Boston? Und arbeitest genau in dem gleichen Bürogebäude wie ich? Zufälle gibt’s…
[13:21] visitas: Ja da kann ich dir nur zustimmen :)
[13:21] jeremy: Ist ja richtig unheimlich XD
[13:22] visitas: Ich mag unheimliche Dinge :)
[…]
[14:33] jeremy: Cool dann sehen wir uns ja morgen in der Mittagspause.
[…]

21. August 2009

In der Mittagspause hat sich visitas mir nicht zu erkennen gegeben. War wohl doch nur ein Scherz von ihm das er im gleichen Gebäude arbeitet wie ich.

[…]
[22:39] jeremy: Ich war wohl etwas impulsiv mit meinen Antworten
[22:39] visitas: Ich war doch da, ich habe dich gesehen :)
[22:41] jeremy: Warum bist du dann nicht zu mir gekommen?
[22:42] visitas: Ich wollte dich beobachten :)
[22.42:] visitas: Ich habe dich auf deinem Nachhauseweg beobachtet. Du hast ein schönes Haus :)

Am Abend des 21. August wurde eine männliche 32-jährige Leiche mit durchgeschnittener Kehle in ihrer Wohnung tot aufgefunden nachdem eine Anwohnerin einen Schrei gehört hatte. Man schätzt den Todeszeitpunkt auf etwa 23 Uhr. Die Polizei fahndet nach der Identität von Visitas, jedoch bisher ohne Erfolg. Die örtlichen Behörden tappen im Dunkeln.

20. August 2009

Ich schreibe schon einige Tage mit einem visitas auf einem Chatroom. Er macht einen netten Eindruck.

[…]
[13:20] visitas: München? Dort wohne ich auch. :)
[13:21] darkmatter: Echt? Was für ein Zufall! ;D
[…]
[14:01] darkmatter: zum Fußball spielen treffen? Klar, hab ich ewig nicht mehr gemacht. Da ist doch auch klasse das du im gleichen Stadtteil wie ich wohnst.
[…]

21. August 2009

visitas tauchte heute nicht auf. Hätte ich mir eigentlich denken können.

[…]
[22:41] darkmatter: Wegen dir bin ich extra zum Sportplatz gelaufen und du bist nicht gekommen
[22:42] visitas: Ich war doch da :)
[22:42] visitas: ich habe dich beobachtet :)
[22:42] visitas: Ich habe dich auf deinem Nachhauseweg beobachtet, du wohnst in einem schönen Haus

Am Abend des 21. August wurde ein 19-jähriger junger Mann mit durchgeschnittener Kehle tot in seiner Wohnung aufgefunden nachdem eine Anwohnerin die Polizei nach einem Schrei verständigte. Man schätzt den Todeszeitpunkt auf etwa 23 Uhr. Die Polizei fahndet nach der Identität von visitas, jedoch bisher ohne Erfolg. Die örtlichen Behörden tappen im Dunkeln.

Autor: dannyk96

April 4

SCP-1471

Item-Nr.: SCP-1471

Objektklasse: Euclid

Individuelle Verwahrungsmaßnahme:
Alle mobilen und tragbaren Geräten auf denen SCP-1471 installiert worden sind, müssen konfisziert und analysiert werden, um weitere potentielle Möglichkeiten der Infizierung von SCP-1471 auf andere Geräte zu erforschen. Anschließend müssen dem betroffenen Geräten die Batterien entnommen, ihnen eine Bezeichnung zugeordnet (z.B. SCP-1471-#) und anschließend in einem Lager der Anlage-91 im Forschungsstandort-45 zur Analyse bereitgestellt werden.

Alle Applikationen für tragbare Geräte zum Verkauf und Herunterladen von Programmen werden hinsichtlich des Verkaufs und Downloads von SCP-1471 überwacht. Sämtliche Geräte, die verdächtigt werden SCP-1471 herunterzuladen, werden von Einsatzkräften konfisziert.

Beschreibung:
SCP-1471 ist eine kostenlose App mit einer Größe von 9,8MB mit dem Namen „MalOver1.0.0“, die in Online-Stores heruntergeladen werden kann. SCP-1471 hat keine eingetragenen Entwickler und ist in der Lage sich ohne Genehmigung des Gerätebesitzers selbst zu installieren. SCP-1471 ist also dazu fähig, von keinem Gerätemanager des Mobilgerätes gelöscht zu werden.

Nachdem SCP-1471 installiert wurde, werden keine Verknüpfungen oder Icons erstellt. SCP-1471 wird nach der Installtion damit beginnen, individuelle Bilder mithilfe einer MMS in einem zeitlichen Abstand von 3-6 Stunden auf das mit SCP-1471 infizierte Gerät zu versenden. Auf allen Bildern wird SCP-1471-A zu sehen sein, ganz gleich ob im Vorder-, oder Hintergrund. SCP-1471-A tritt in Form einer humanoid großen Figur, mit schakalähnlichem Kopf und schwarzem Haar auf.

Während der ersten 24 Stunden nach der Installation von SCP-1471, enthalten die Bilder die häufigsten besuchten Standorte des Gerätebesitzers. Nach 48 Stunden erscheint SCP-1471-A an Standorten die der Gerätebesitzer vor Kurzem besucht hat. Nach 72 Stunden wird SCP-1471-A auf Bildern, auf denen auch der Gerätebesitzer zu sehen ist, erscheinen.

Gerätebesitzer, die den stetigen Bildern von einem Zeitraum, der über 90 Stunden hinausgeht, ausgesetzt sind, werden SCP-1471-A in ihrer wirklichen Umgebung flüchtig wahrnehmen, oder SCP-1471-A auf reflektierenden Oberflächen sehen. Nachfolgend wird SCP-1471-A vom Gerätebesitzer immer deutlicher erkennbar, dieser Prozess ist unumkehrbar. Gerätebesitzer berichteten, dass SCP-1471-A versucht, mit dem Besitzer zu kommunizieren, jedoch ist es unverständlich oder nicht deutbar in seinen Aktionen.

Die bis zur Zeit einzig bekannte Methode, um den Vorgang des Heimsuchens von SCP-1471’s zu behandeln, ist der Versuch, dem Gerätebesitzer die Erinnerungen an die Bilder die von SCP-1471 gesendet wurden zu nehmen. Bisher wurde keine feindselige Aktivität von SCP-1471-A festgestellt.

[Level 2-Zugang benötigt]
Archiviertes Dokument 1471-01

Hinweis: Review von SCP-1471 in einem App-Store

MalO
ver1.0.0

GRATIS!

Reviews (0)

Beschreibung:
Für ¦¦¦¦¦¦¦¦¦¦¦¦.Es gibt keine Beschreibung für dieses komische Gefühl, nie mehr allein zu sein. MalO ist unglaublich. Es bringt dir eine individuelle und total neue Erfahrung. Die Angst im öffentlichem Umfeld kann schon ziemlich nervenaufreibend sein, aber schon nach wenigen Stunden mit MalO, wirst du alles schmerzhaften und angstvollen Erlebnisse vergessen. Werde Teil einer neuen Welle von Leuten, die eine neue Welt eines sozialen Ersatzes genießen dürfen. Vergiss nicht, je mehr du dich daran beteiligts, desto mehr wird sich MalO daran beteiligen. Deine Erfahrungen sind absolut einzigartig. Absolut KEINE WERBUNG. HOLS DIR!
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[Letztes Bild von SCP-1471 bevor das Gerät außer Betrieb genommen wurde]

Übersetzer: dannyk96

Original: http://www.scp-wiki.net/scp-1471

Februar 15

Bedtime II – The Aftermath

Nachdem ich meine grausigen Erlebnisse erzählte, die ich als 8-Jähriger erlebt hatte, haben mich viele dazu ermutigt über die Zeit nach den Ereignissen zu sprechen. Ich habe gezögert, da ich beunruhigt war, seitdem ich mein Schweigen brach. Ich konnte die letzten Nächte sehr schwer einschlafen. Meine Zweifel waren nachgiebig, also werde von den Ereignissen im anderen Zimmer berichten.

Dies sollte nicht allzu lange dauern, da es nur ein paar Tage andauerte, aber das hatte mir schon gereicht.

Ihr erinnert euch, nachdem mich der unwillkommene nächtliche Besucher verließ bekam ich ein neues Schlafzimmer. Der Raum war viel größer als der vorherige und hatte eine warme und einladende Atmosphäre. Einige Räume fühlen sich schlecht an. Das Zimmer vorher fühlte sich faulig an, dieser hier aber nicht.

Glücklicherweise bekam ich ein normales Bett. Das Vorherige wurde auseinandergenommen und rausgeworfen – ein willkommener Anblick, wenn ich anmerken darf. Ich liebte mein neues Zimmer und freute mich über so viel Platz für mein Spielzeug. Ich war glücklich, dass der Platz groß genug war, damit Freunde vorbei kommen konnten, aber vor allem war ich erleichtert aus dem unbehaglichen Teil des Hauses raus zu sein.

In der ersten Nacht schlief ich tiefer als ich es für lange Zeit getan hatte. Natürlich bewegte ich mein Bett von der Wand weg. Ich erzählte meiner Mutter, dass ich und meine Freunde die Lücke zwischen Bett und Wand als Versteck beim Spielen nutzten.

Am nächsten Tag wachte ich erfrischt und ausgeruht auf. Als ich da lag und einige meiner Lieblingscartoons auf einem kleinen tragbaren Fernseher ansah, bemerkte ich etwas Sonderbares. Ein dunkler alter Armsessel, der schon immer da war, stand am Ende meines Bettes. Er war ausgefranst und abgenutzt, wurde uns damals von meinem Cousin überlassen, aber er wurde schon zu seiner Zeit sehr oft benutzt. Der Stuhl selbst war nicht ungewöhnlich, aber ich hätte schwören können, dass er am Tag zuvor nicht zum Bett hin stand. Jetzt, im kalten Tageslicht, war er zu mir gedreht. Ich nahm an, dass meine Eltern ihn bewegt hatten während ich schlief, vermutlich um etwas zu suchen, was hier zurückgelassen wurde, als die Räume getauscht wurden.

Die zweite Nacht war nicht so erholsam. Es war gegen 23 Uhr und ich konnte den Fernseher meiner Eltern von der anderen Seite des Hauses hören. Das Zimmer lag größtenteils in Dunkelheit, die einzige Beleuchtung war ein oranger Farbton, der von der Straßenbeleuchtung durch mein Fenster strömte. Ich lag zufrieden da, bis ich etwas leises aber untrügliches hörte.

Zuerst dachte ich, es wäre mein eigener Atem, aber als ich für einen Moment inne hielt, hörte das leise fast unhörbare Atmen in meinem Zimmer nicht auf. Es dauerte an, rhythmisch und ohne Pause.

Ich lag dort in der Dunkelheit, aber während ich mich noch von dem Schrecken in meinem alten Schlafzimmer erholte, hatte ich nicht wirklich Angst. Das Atmen war weit entfernt und anders als das Keuchen, welches ich gehört habe während der Begegnung mit dem Ding in der Wand, blieb dieses ruhig. Sogar in diesem jungen Alter glaubte ich, dass es meine Fantasie war, die mir einen Streich spielte, da das Atmen fast unmerklich war.

Dennoch, ich ließ keine Möglichkeit aus, verließ ich das Bett, durchquerte den Raum und schaltete das Licht an. Das Geräusch war weg. Ich starrte auf diesen alten, abgewetzten Sessel, der zum Bettende zeigte, so nah, dass ich in Reichweite wäre, wenn ich schlafe. Ich drehte den Sessel um. Ich hatte keinen wirklichen Grund dies zu tun, aber etwas daran erfüllte mich mit Furcht.

In der dritten Nacht war ich nicht mehr so furchtlos. Wieder wachte ich in der Dunkelheit auf. Ich lag dort auf meinem Rücken und starrte die Decke an, welche erfreut zu sein schien, das dämmrige orange Licht der Straßenlampen aufzufangen. Der Baum außerhalb meines Fensters schwankte in einer ruhigen Brise und warf merkwürdige, sich bewegende Schatten in den Raum.

Ich konnte nichts außer das entfernte leise Rauschen des Stadtverkehrs hören. Gerade als ich wieder in die Traumwelt zurücktrieb hörte ich es. Ein Knarren vom Fuße meines Bettes, als ob sich etwas bewegt oder sein Gewicht auf dem Boden verlagert hätte.

Ich hob meinen Kopf und spähte in die Dunkelheit, aber sah nichts Ungewöhnliches. Alles war genau dort wo es auch am Tag gewesen war, alles war an seinem Platz. Mein Blick schweifte durch den Raum… einige Comics am Boden, einige noch nicht ausgepackte Kisten und auch der Sessel stand unbewegt da, vom Bett weggedreht zur anderen Seite. Es war nichts Böses hier.

Ich war nun wirklich wach, blickte flüchtig zu meinem Fernseher und zog in Erwägung noch etwas das Nachtprogramm zu genießen. Den Ton müsste ich natürlich leise drehen, da mein älterer Bruder es sonst nebenan hören und mir sagen würde, den Fernseher wieder auszuschalten.

Gerade als ich mich im Bett aufsetzte hörte ich es erneut. Ein leises Knarren begleitet von einem Geräusch, das von geringfügigen Bewegungen herrührte. Ich sah mich erneut um. Die dunklen orangen Schatten, die durch die Blätter an meinem Fenster in den Raum geworfen wurden, nahmen nun eine bedrohlichere Form an.

Ich hatte immer noch keinen Grund verängstigt zu sein. Ich starrte den Sessel am Ende meines Bettes an, bemerkte aber nichts Merkwürdiges. Es ist normal, dass der Verstand einen Moment braucht um zu verstehen, was er sieht. Es braucht Zeit das gesamte Grauen dessen zu erfassen, was sich vor einem befindet, in einem Moment kalter und bitterer Erkenntnis.

Ja, ich starrte auf den alten, abgewetzten Armsessel, aber ich starrte auch die Person an, die in ihm saß!

Im schummrigen Licht konnte ich nur die Kontur seines Hinterkopfes sehen, der Rest wurde von der Rückenlehne des Sessels verdeckt. Ich saß regungslos da, starrte, betete und hoffte, dass meine Augen von der Umgebung in die Irre geführt wurden. Das langsame Knarren, verursacht durch seine Bewegungen auf seinem abgenutzten Thron, ließen mir das Blut in den Adern gefrieren. Das war kein bloßer Trick der Dunkelheit.

Dann bewegte es sich auf die rechte Seite. Ich wusste, was es tat: Es drehte sich um, um mich anzusehen. Es zu erkennen war schwierig, denn selbst in diesem Raum schien das Ding dunkler als alles Andere. Ich sah etwas wie lange Finger über den Sesselrücken kriechen. Stille lag im Raum bis auf das Geräusch, welches das Ding auf seinem Sitz machte und den Krach, den mein heftig schlagendes Herz verursachte.

Zuerst konnte ich die Kontur der Stirn ausmachen, aber dann erhob es sich und enthüllte zwei leuchtende Punkte im Dunkeln, eingelassen in den tiefen Augenhöhlen.

Es starrte mich an.

Ich schrie und innerhalb eines Wimpernschlages kamen mein Bruder und meine Mutter in meinen Raum, schalteten das Licht an und fragten, ob ich einen weiteren Alptraum hatte. Ich saß stumm da, bemerkte sie kaum und starrte wie besessen auf den nun leeren Armsessel.

Ich war nur noch ein paar Tage in dem Raum, bevor wir plötzlich umzogen. Ich sah in den weiteren Nächten nichts. Als ich das letzte Mal dort schlief, wachte ich auf, da ich spürte, wie mir jemand seinen warmen Atem in mein Ohr blies. Ich sprang aus dem Bett und schaltete das Licht an. Der langsame, rhythmische Atem des Ungesehenen blieb und war lauter als zuvor. Ich verbrachte die restliche Nacht auf dem Sofa im Wohnzimmer.

Zwei Jahre später schlief ich tief und fest in unserem neuen Haus in meinem Bett. Es gab seither keine Vorkommnisse und ich war sicher, dass ich die Eigenartigkeiten hinter mir gelassen hatte, die mich in dem kleinen durchschnittlichen vorstädtischen Haus geplagt hatten.

Ich bekam von ihnen allerdings ein Abschiedsgeschenk. Meine Peiniger (und meiner Meinung nach war der Beobachter im Sessel eine andere Wesenheit als das Ding im schmalen Raum) hatten eine letzte Überraschung auf Lager. Wie ein Tier, das sein Revier einfordert, war ich nicht völlig aus ihren Fängen.

Für einen letzten, entsetzlichen Moment fühlte ich ihre Präsenz. Ich lag dort im Tiefschlaf, zwei Jahre seit den schreckenerregenden Ereignissen. Ich war in den Krallen eines Alptraums gefangen, wachte plötzlich auf und fand mich erfreulicherweise heil und sicher in meinem Bett wieder. Der Raum war dunkler als normalerweise. Ich stieß einen Seufzer der Erleichterung aus, den man normalerweise macht, wenn man aus einem Angsttraum aufwacht.

Aber der Raum war so dunkel.

Ich konnte kaum etwas erkennen, als ob etwas das Licht ausgelöscht hatte. Ich lachte in mich hinein, als ich erkannte, dass ich mir wohl im Schlaf meine Bettdecke über den Kopf gezogen hatte. Die Wolldecke fühlte sich kalt an, aber die Luft war etwas zu warm, fast stickig. Ich war gerade dabei die Decke für etwas Luft wegzubewegen, als ich es zum letzten Mal hörte.

Das rhythmische Atmen des Beobachters am Ende meines Bettes.

Furcht ergriff mich, gefolgt von Wut und Verzweiflung. Warum konnte ich nicht allein gelassen werden? Ich tat dann etwas völlig Seltsames. Ich beschloss zu ihm zu sprechen. Vielleicht wollte dieses Ding mir gar nichts tun, vielleicht war es sich nicht des Schreckens bewusst, welchen es verursacht hatte. Sicherlich verdiente ein Junge etwas Gnade?

Als das Atmen lauter wurde und näher kam, begann ich zu weinen. Ich konnte seine Präsenz auf der anderen Seite der Bettdecke spüren, sein Atem hing über mir wie ein flauer Wind.

Durch die Tränen hindurch sprach ich zwei Worte aus, Worte, die dem Ganzen sicherlich ein Ende bereiten würden.

„Bitte aufhören!“

Das Atmen veränderte sich, es wurde lebhafter, irgendwie schneller. Ich konnte nahe bei mir etwas schlurfen hören. Das Atmen bewegte sich dann, erst zurück zum Ende des Bettes, dann langsam durch den Raum, durch die Tür in den Flur und dann war es weg.

Halb weinend, halb ermutigt lag ich dort in der Dunkelheit, mein Gesicht immer noch unter der Decke. Ihr mögt vielleicht glauben, dass dies eine Art Sieg war, aber ich tue es nicht. Wenn diese Dinger real waren, so weiß ich jetzt frei von allen Zweifeln, dass ihre Absichten nicht fehlgedeutet wurden, sie waren pervers gefüllt mit Böswilligkeit. Ich würde normalerweise niemals solche Worte nutzen, um etwas zu beschreiben, aber sie beschrieben das Böse am ehesten.

Wie ich das wusste? Ich sage euch wie. Kurz nachdem es so schien, als hätte das Ding das Haus verlassen, drückte mich etwas kräftig runter und die Decke mit großer Kraft gegen mein Gesicht. Ich konnte eine große Hand mit langen, dünnen Fingern fühlen, welche die Decke um meinen Schädel wickelte. Seine Nägel drückten sich wie rasiermesserscharfe Zähne in mich hinein. Mir gelang es in die Lücke zwischen Bett und Wand zu rutschen, schnell schreiend aus meinem Zimmer zu rennen, meine Familie weckend.

Ich irre mich nicht, das Ding in der Dunkelheit versuchte mich zu ersticken.

Übersetzer: Sharwen

Originial: http://creepypasta.wikia.com/wiki/Bedtime_II:_The_Aftermath

Februar 7

Bedtime

Die Schlafenszeit sollte für müde Kinder ein schönes Ereignis sein – für mich war es entsetzlich. Während sich andere Kinder beschwerten, dass sie zu Bett gebracht wurden bevor sie ihren Lieblingsfilm zu Ende gesehen oder ihr Lieblingsspiel fertig gespielt hatten, so war die Nacht für mich wahrlich furchterregend. Irgendwo in der hintersten Ecke meines Verstandes ist es dies immer noch.

Für jemanden, der in der Wissenschaft geübt ist, kann ich nicht prüfen ob das, was mir passierte, wirklich real war. Aber ich schwöre, dass das, was ich erlebt habe, wahrer Horror war. Eine Furcht, die in meinem Leben zum Glück bisher ihresgleichen sucht. Ich werde euch meine Erlebnisse so gut wie möglich nahebringen. Macht daraus, was ihr wollt, ich bin einfach nur froh, es mir von der Seele reden zu können.

Ich weiß nicht mehr genau, wann es anfing, aber meine Angst vorm Einschlafen deckt sich mit dem Zeitpunkt, als ich mein eigenes Zimmer bezog. Ich war zu der Zeit acht Jahre alt und habe bis dahin glücklich ein Zimmer mit meinem älteren Bruder geteilt. Es war vollkommen verständlich, dass ein Junge, der 5 Jahre älter war als ich, sich Raum für sich wünscht. Das Ergebnis war, dass ich das Zimmer auf der Rückseite des Hauses bekam.

Es war schmal, eng und seltsam gestreckt. Es war gerade mal groß genug für ein Bett und ein paar Kommoden, aber nicht viel mehr. Ich konnte mich aber nicht wirklich beschweren, denn bereits in diesem Alter habe ich verstanden, dass wir kein großes Haus hatten und ich keinen Grund hatte, enttäuscht zu sein, denn meine Familie war liebevoll und fürsorglich. Es war eine schöne Kindheit, zumindest am Tage.

Ein einsames Fenster ließ mich auf den hinteren Garten blicken, nichts Besonderes, aber doch sah es so aus als krieche das Licht zögerlich in den Raum.

Als mein Bruder ein neues Bett bekam erhielt ich das Etagenbett in welchem wir früher geschlafen haben. Auch wenn ich verärgert war alleine schlafen zu müssen so war ich doch aufgeregt, dass ich das obere Bett beziehen konnte, was mir doch abenteuerlich erschien.

Ich erinnere mich an ein seltsames Unbehagen, das seit der ersten Nacht langsam vom hintersten Teil meines Verstandes heran kroch. Ich lag im oberen Bett und starrte auf meine Actionfiguren und Autos auf dem grünblauen Teppich hinab. Während am Boden imaginäre Kämpfe und Abenteuer zwischen den Spielzeugen stattfanden, merkte ich, wie mein Blick langsam vom unteren Bett angezogen wurde, als ob sich im Rande meines Sichtfeldes etwas bewegt hätte. Etwas, das nicht gesehen werden wollte.

Doch das untere Bett war leer, einwandfrei gemacht mit einem dunkelblauem Laken, welches teilweise zwei fast langweilige weiße Kissen verdeckte. Zu dieser Zeit habe ich an rein gar nichts gedacht, ich war ein Kind und das Geräusch vom Fernseher meiner Eltern, das unter meiner Tür durchschlüpfte, badete mich in Sicherheit und Wohlgefühl.

Ich schlief ein.

Wenn man aus dem Tiefschlaf von etwas Bewegtem geweckt wird, kann es einen Moment dauern bis man wirklich versteht was gerade passiert. Der Nebel des Schlafes hängt noch über den Augen und Ohren auch wenn es hell ist.

Etwas bewegte sich, da gab es keinen Zweifel.

Zuerst war ich nicht sicher was es war. Alles war schwarz, nahezu stockfinster, aber es kam genug Licht von draußen hereingekrochen um den engen, erstickenden Raum zu umreißen. Zwei Gedanken kamen mir gleichzeitig. Der erste war, dass meine Eltern im Bett waren da der Rest des Hauses in Dunkelheit und Stille lag. Der zweite Gedanke bezog sich auf das Geräusch. Ein Geräusch, welches mich offensichtlich geweckt hat.

Als die letzten Netze des Schlafes verschwanden nahm das Geräusch eine bekanntere Form an. Manchmal können einen die simpelsten Geräusche aus der Fassung bringen, ein kalter Wind, der durch die Bäume streift, die Schritte eines Nachbarn, die unangenehm nah sind oder – wie in diesem Fall – Bettlaken, die in der Dunkelheit raschelten.

Das war es. Bettlaken, die in der Dunkelheit rascheln, als wenn es sich ein unruhiger Schläfer im unteren Bett wieder gemütlich machen will. Ich lag zweifelnd da und dachte, dass das Geräusch entweder Einbildung war oder vielleicht auch nur meine Katze, die etwas Komfortables für die Nacht suchte. Dann bemerkte ich, dass die Tür immer noch geschlossen war.

Vielleicht hatte meine Mutter nach mir gesehen und dabei hat sich die Katze hereingeschlichen.

Ja. Das musste es sein. Ich wandte mein Gesicht zur Wand, schloss meine Augen in vergeblicher Hoffnung wieder einzuschlafen. Als ich mich bewegte stoppte das Rascheln unter mir. Ich dachte ich hätte meine Katze gestört, realisierte aber schnell, dass der Besucher im unteren Bett weniger irdisch war wie eine Katze, die versucht zu schlafen, sondern viel unheilvoller.

Von meiner Präsenz alarmiert und aufgebracht begann sich der unruhige Schläfer heftig herumzuwerfen und zu winden, wie ein Kind, das einen Trotzanfall in seinem Bett hat. Ich konnte hören, wie sich die Bettlaken mit zunehmender Wildheit wandten und drehten. Furcht ergriff mich – nicht wie das subtile Gefühl von Unbehagen, das ich zuvor erlebte, sondern mächtig und entsetzlich. Mein Herz raste, als meine Augen panisch den Raum voller fast undurchdringlicher Dunkelheit absuchten.

Ich schrie.

Wie es die meisten Jungen tun rief ich instinktiv nach meiner Mutter. Ich konnte hören, wie sich am anderen Ende des Hauses etwas bewegte, aber als ich vor Erleichterung seufzte, da meine Eltern kamen um mich zu retten, begann das gesamte Hochbett heftig zu zittern, als ob es von einem Erdbeben ergriffen wurde, und kratzte an der Wand. Ich konnte hören, wie die Laken unter mir herumgeworfen wurden, als ob Bosheit sie quälte. Ich wollte nicht in Sicherheit springen, da ich befürchtete, dass dieses Ding im unteren Bett mich ergreifen und in die Dunkelheit ziehen könnte. So blieb ich hier mit weißen Fingerknöcheln, die meine eigene Bettdecke umklammerten wie einen Schutzschirm. Die Warterei schien endlos.

Endlich brach die Tür auf und ich lag dort und badete im Licht während der untere Teil des Bettes – der Ruheplatz meines unerwünschten Besuches – friedvoll und verlassen da lag.

Ich weinte und meine Mutter tröstete mich. Tränen der Furcht – gefolgt von Erleichterung – strömten mein Gesicht hinunter. Trotz des ganzen Horrors und der Erleichterung sagte ich ihr nicht, warum ich so aufgebracht war. Ich kann es nicht erklären, aber es war, als würde das Ding im unteren Bett wiederkommen, wenn ich nur darüber spreche oder nur äußere, dass es existiert. Ob dies die Wahrheit war, weiß ich nicht, aber als Kind fühlte es sich an als ob die unsichtbare Bedrohung in der Nähe war und zuhörte.

Meine Mutter legte sich ins untere leere Bett und versprach dort bis zum nächsten Morgen zu bleiben. Schließlich ließ meine Angst nach, Müdigkeit trieb mich wieder in den Schlaf, aber ich blieb rastlos und wurde öfters für einen Moment lang durch raschelnde Bettlaken geweckt.

Ich erinnere mich daran, dass ich den nächsten Tag irgendwo hin wollte, irgendwo sein wollte, außer in diesem engen erdrückenden Raum. Es war ein Samstag und ich spielte glücklich draußen mit meinen Freunden. Auch wenn unser Haus nicht groß war, waren wir froh einen langen abschüssigen Garten auf der Rückseite zu haben. Wir spielten oft dort, es war überwuchert und wir konnten uns in den Büschen verstecken, kletterten auf den riesigen Platanenbaum, der alles andere überragte, und konnten uns einfach in das Risiko imaginärer Abenteuer in wilden exotischen Ländern stürzen.

So lustig das auch alles war, gelegentlich wandten sich meine Augen zu dem kleinen Fenster. Es war gewöhnlich, unbedeutend und harmlos. Aber für mich war diese dünne Grenze ein Spiegel in eine seltsame, kalte Tasche der Furcht. Draußen konnte die üppige grüne Umgebung des Gartens, gefüllt mit den lachenden Gesichtern meiner Freunde, nicht das schleichende Gefühl auslöschen, welches langsam meinen Rücken raufkroch; jedes Haar stellte sich auf. Das Gefühl, dass etwas in diesem Raum mir beim Spielen zusieht und auf die Nacht wartete, wenn ich allein wäre; voller Hass.

Es mag euch sonderbar vorkommen, aber wenn meine Eltern mich für die Nacht zurück in mein Zimmer brachten, sagte ich nichts, ich protestierte nicht und versuchte nicht mal eine Ausrede zu erfinden warum ich dort nicht schlafen könnte. Ich ging einfach mürrisch in den Raum, kletterte die Stufen zum Bett hoch und wartete. Als Erwachsener würde ich jeden von meinem Erlebnis erzählen, aber selbst in diesem Alter fühlte es sich fast töricht an, über etwas zu sprechen wofür ich keinerlei Beweise hatte. Ich würde lügen wenn ich sagen müsste, dass dies mein hauptsächlicher Grund war. Ich fühlte immer noch, dass es dieses Ding erzürnen würde, wenn ich es nur erwähne.

Es ist komisch wie sich bestimmte Worte vor deinem Verstand verstecken können, egal wie offensichtlich sie sind. Ein Wort kam mir in der zweiten Nacht in den Sinn als ich dort in der Dunkelheit alleine lag, angsterfüllt, wissend um den fauligen Umschwung in der Atmosphäre; eine Verdickung der Luft, als ob sie jemand verschoben hatte. Als sich das Bettlaken unter mir wieder beiläufig bewegte, erhöhte sich mein Herzschlag da ich realisierte, dass etwas wieder einmal im unteren Bett war… das Wort, ein Wort, einst verbannt, von meinem Bewusstsein herausgefiltert und nun von jeglicher Unterdrückung befreit, schrie, schnappte nach Luft und brannte sich in meinen Verstand ein.

„Geist.“

Als ich diesen Gedanken fasste, bemerkte ich, dass der unwillkommene Besucher inne hielt. Die Bettlaken lagen ruhig und untätig da, aber sie wurden durch etwas Abscheulicheres ersetzt. Ein langsames, rhythmisches Atmen erhob sich und entschwand dem Ding unter mir. Ich konnte mir vorstellen, wie sich sein Brustkorb mit jedem erbärmlich krächzenden, keuchenden und verstümmelten Atemzug hob und senkte. Ich schauderte und hoffte, dass es ohne jeden weiteren Vorfall wieder verschwinden würde.

Das Haus lag wie schon in der Nacht davor unter dem undurchdringlichen Mantel der Dunkelheit. Es herrschte Stille bis auf den widernatürlichen Atem meines bisher ungesehenen Bettkameraden. Ich lag verängstigt da. Ich wollte nur, dass dieses Ding verschwindet und mich alleine lässt.

Was will es?

Dann geschah etwas absolut Erschreckendes: es bewegte sich. Es bewegte sich anders als zuvor. Als es sich im unteren Bett umherwarf, erschien es unbeherrscht, ohne Ziel, fast animalisch. Diese Bewegungen jedoch waren von Erkenntnis getrieben und es hatte eine Absicht. Das Ding, welches beabsichtigte einen Jungen zu terrorisieren, lag unter mir in der Dunkelheit und setzte sich langsam und unbekümmert auf. Sein schwerfälliges Atmen wurde lauter und nun trennten mich nur noch eine Matratze und ein paar dünne Holzlatten von den unheimlichen Atemzügen unter mir.

Da lag ich, meine Augen mit Tränen gefüllt. Eine Furcht, welche Worte allein nicht beschreiben konnten, jagte durch meine Adern. Ich hätte niemals geglaubt, dass sich diese Furcht noch hätte steigern können, aber ich lag komplett falsch. Ich malte mir aus, wie dieses Ding wohl aussah, wie es auf der Matratze unter mir saß, lauschend, in der Hoffnung auch nur den kleinsten Hinweis darauf zu erhaschen, dass ich wach war. Meine Fantasie verwandelte sich in Realität. Es begann die dünnen Latten zu berühren, auf denen ich saß. Es schien, als würde es sie vorsichtig streicheln – ich stellte mir vor es seien Finger und Hände, die über die Holzoberfläche strichen.

Dann stieß es ungehalten und mit großer Kraft zwischen zwei Latten in die Matratze. Trotz der Polsterung fühlte es sich an, als ob mir jemand seine Finger in die Seite getrieben hätte. Mich verließ ein mächtiger Schrei und das sich keuchend bewegende Ding unter mir antwortete damit, dass es das Bett wie die Nacht zuvor erzittern ließ. Kleine Farbflocken fielen von der Wand auf das Laken als der Bettrahmen an der Wand scharrte, vor und zurück.

Wieder wurde ich in Licht gebadet und dort stand meine Mutter, liebend und sorgend, wie sie immer war, mit einer beruhigenden Umarmung und Worten, welche meine Hysterie besänftigten. Natürlich fragte sie, was los war. Aber ich konnte nichts sagen, ich traute mich nicht. Ich wiederholte immer und immer wieder nur ein einziges Wort:

„Albtraum.“

Diese Ereignisse setzen sich die nächsten Wochen, wenn nicht sogar Monate, fort. Nacht für Nacht wurde ich von raschelnden Bettlaken geweckt. Jedes Mal schrie ich, um dem Wesen keine Zeit zu bieten, nach mir zu stoßen. Mit jedem Schrei wurde das Bett kräftig durchgeschüttelt, was stets aufhörte, wenn meine Mutter ins Zimmer kam und für den Rest der Nacht im unteren Bett schlief, unwissend der bösartigen Macht, die ihren Sohn nachts folterte.

Allmählich schaffte ich es, ein paar Mal Krankheiten vorzutäuschen und hatte einige mehr oder weniger gute Gründe, um im Bett meiner Eltern zu schlafen. Aber ich war öfters die ersten Stunden der Nacht an diesem Ort allein. Der Raum, in dem sich das Licht von außen nicht richtig zu setzen schien. Alleine mit dem Ding.

Mit der Zeit wird man unempfindlicher gegenüber allem Möglichem, egal wie entsetzlich es auch sein mag. Ich kam zu dem Schluss, dass mir dieses Ding nichts anhaben konnte, wenn meine Mutter in meiner Nähe war – was auch immer der Grund dafür sein mochte. Ich bin mir sicher, bei meinem Vater wäre es genauso gewesen, doch so liebevoll er auch war, es war schier unmöglich ihn zu wecken.

Nach einigen Monaten hatte ich mich an meinen nächtlichen Besuch gewöhnt. Seht dies jetzt nicht als eine Art überirdischer Freundschaft an, ich verabscheute dieses Ding. Ich fürchtete es immer noch. Ich konnte beinahe sein Begehren und seine mit perversem und verdrehtem Hass gefüllte Persönlichkeit spüren, sich nach mir sehnend.

Meine größte Furcht wurde im Winter real. Die Tage wurden kürzer und die längeren Nächte verschafften dem Schurken mehr Möglichkeiten. Es war eine schwierige Zeit für meine Familie. Meine Großmutter, eine wundervolle und sanfte Frau, verfiel seit dem Tod meines Großvaters. Meine Mutter versuchte ihr Bestes, um sie an unserer Gemeinschaft teilhaben zu lassen, aber Demenz ist eine grausame und degenerative Krankheit, die einer Person ihre Erinnerungen stielt. Bald schon erkannte sie niemanden mehr von uns und es war klar, dass sie in ein Altenheim musste.

Bevor sie umzog hatte meine Großmutter einige besonders schwere Nächte, weshalb sich meine Mutter entschloss bei ihr zu bleiben. So sehr ich meine Großmutter auch liebte und nichts als Seelenqualen aufgrund ihrer Krankheit hatte, fühlte ich mich schuldig. Meine ersten Gedanken drehten sich nicht um sie, sondern darum, was mein nächtlicher Besuch tun könnte, wenn ihm die Abwesenheit meiner Mutter bewusst würde. Ihre Präsenz war das Einzige von dem ich sicher war, dass es mich vor dem ganzen Grauen und deren Tragweite beschützen konnte.

An dem Tag hastete ich nach Hause und riss sogleich das Bettzeug und die Matratze des unteren Bettes raus, entfernte alle Holzlatten und platzierte dort nun einen alten Schreibtisch, eine Kommode und einige Stühle, die wir in einem Schrank aufbewahrten, wo einst das Hochbett stand. Ich erzählte meinem Vater, ich würde mir ein „Büro einrichten“, was er hinreißend fand. Aber ich wäre verdammt gewesen, wenn ich diesem Ding auch nur eine weitere Nacht einen Schlafplatz bieten würde.

Als sich die Dunkelheit näherte, lag ich dort, wissend, dass meine Mutter nicht im Haus war. Ich wusste nicht, was ich tun sollte. Mein einziger Impuls war, mich zu ihrem Schmuckkästchen zu schleichen und ein kleines vertrautes Kruzifix herauszunehmen. Während meine Familie nicht sehr religiös war, glaubte ich in diesem Alter an Gott und hoffte, dass es mich irgendwie beschützen würde. Trotz der ganzen Furcht und Besorgnis trieb ich langsam in die Traumwelt hinein, während ich das Kruzifix unter meinem Kissen festhielt. Ich hoffte, dass ich am nächsten Morgen ohne Zwischenfall aufwachen würde. Unglücklicherweise war diese Nacht die schrecklichste von allen.

Allmählich wachte ich auf. Der Raum war wieder einmal dunkel. Als sich meine Augen anpassten konnte ich das Fenster, die Tür und die Wände erkennen, einige Spielzeuge auf einem Regal und… Bis zu diesem Tag schaudere ich, wenn ich daran denke… nirgends ein Geräusch. Keine raschelnden Bettlaken. Keine einzige Bewegung. Der Raum fühlte sich unbelebt an. Unbelebt, aber doch nicht leer.

Der nächtliche Besucher, das unwillkommene, keuchende, hasserfüllte Ding, dass mich Nacht für Nacht terrorisierte, war nicht im unteren Bett. Es war in meinem Bett! Mein Mund öffnete sich um zu schreien, aber ich brachte nichts heraus. Völliges Grauen schnürte mir die Kehle zu. Ich lag dort und bewegte mich nicht. Da ich nicht schreien konnte, wollte ich es nicht wissen lassen, dass ich wach war.

Ich habe es bisher noch nicht gesehen. Ich konnte es nur fühlen. Es war von meiner Bettdecke verhüllt. Ich konnte seine Kontur erkennen und seine Präsenz fühlen, aber ich wagte es nicht, nachzusehen. Sein Gewicht drückte mich herunter, ein Gefühl, dass ich niemals vergessen werde. Wenn ich sage, dass Stunden vergingen, übertreibe ich nicht. So wie ich regungslos da lag, in der Dunkelheit, war ich nichts weiter als ein verängstigter und erschrockener Junge.

Wäre dies in den Sommermonaten geschehen, wäre es draußen schon hell gewesen. Aber Griff des Winters ist lang und unnachgiebig und ich wusste, es waren noch Stunden bis zum Sonnenaufgang, ein Morgenrot, nach dem ich mich sehnte. Ich war von Natur aus ein ängstlicher Junge, aber ich erreichte einen Punkt, einen Moment, an dem ich nicht mehr länger warten konnte, wo ich unter dieser vertrauten, abartigen Abscheulichkeit nicht mehr überleben könnte.

Manchmal kann Furcht dich ermüden, dich abnutzen, eine Nervenhülle, die nur einen geringen Teil deiner selbst zurücklässt. Ich musste aus diesem Bett herauskommen! Dann erinnerte ich mich an das Kruzifix. Meine Hand lag immer noch unter dem Kissen, aber sie war leer! Vorsichtig bewegte ich mein Handgelenk, um es zu finden, und versuchte die dadurch entstehenden Geräusche und Bewegungen so gering wie möglich zu halten. Entweder habe ich es aus dem Bett fallen lassen oder es war… ich wagte es gar nicht daran zu denken, dass es mir aus meiner Hand genommen wurde.

Ohne das Kruzifix verlor ich jegliche Hoffnung. Schon in solch jungem Alter kann man sich bewusst werden, was der Tod ist… und es intensiv fürchten. Ich wusste, dass ich in dem Bett sterben würde, wenn ich weiterhin dort lag, untätig, passiv, nichts tuend. Ich musste den Raum zurücklassen, aber wie? Sollte ich vom Bett springen und hoffen, dass ich es zur Tür schaffe? Was, wenn es schneller war als ich? Oder sollte ich langsam aus dem Bett schlüpfen in der Hoffnung, meinen unheimlichen Bettgefährten nicht zu stören?

Als ich bemerkte, dass es sich nicht regte, während ich das Kruzifix suchte, kamen mir die wildesten Gedanken.

Was, wenn es schlief?

Ich hatte kaum geatmet, seitdem ich aufgewacht bin. Vielleicht ruhte es sich im Glauben aus, dass es mich endlich in seinen Fängen hatte. Oder es spielte nur mit mir. Immerhin hatte es dies in zahllosen Nächten getan und nun mit mir unter ihm, gegen meine Matratze gepresst und ohne meine mich beschützende Mutter, zögerte es vielleicht um seinen Sieg so lange wie möglich auszukosten. Wie ein wildes Tier, das seine Beute genoss.

Ich versuchte so flach wie möglich zu atmen und sammelte jedes bisschen Mut, streckte langsam meine rechte Hand aus und begann mich aus dem Bettzeug zu schälen. Was ich unter der Decke fand, ließ mir den Atem stocken. Ich sah es nicht, aber als meine Hand die Bettdecke bewegte, berührte ich etwas glattes und kaltes. Etwas, das sich unverkennbar wie eine magere Hand anfühlte.

Ich hielt vor Schreck den Atem an. Ich war mir sicher, dass es nun wusste, dass ich wach war.

Nichts

Es regte sich nicht. Kurze Zeit später legte ich meine Hand vorsichtig weiter unten auf die Decke und ertastete einen dünnen, unschön geformten Unterarm. Meine Zuversicht und eine eigenartige Neugier wuchsen, als ich mich weiter nach unten zu einem unverhältnismäßig großen Bizeps bewegte. Der Arm lag ausgestreckt quer über meiner Brust und die Hand ruhte auf meiner linken Schulter, als hätte es mich im Schlaf ergriffen. Ich realisierte, dass ich diese ausgezehrte Extremität bewegen musste, wenn ich auch nur eine winzige Chance haben wollte, seinem Griff zu entkommen.

Aus irgendeinem Grund stoppte mich das Gefühl gerissener und zerlumpter Kleidung auf der Schulter des nächtlichen Eindringlings. Furcht schwoll in meinem Magen und meiner Brust an, als ich vor Ekel meine Hand zurückzog, nachdem sie öliges Haar berührt hatte.

Ich konnte mich nicht dazu durchringen, sein Gesicht zu berühren, auch wenn ich mich bis heute wundere, wie es sich wohl angefühlt hätte.

Meine Güte, es bewegte sich!

Es bewegte sich fast unmerklich, aber der Griff um meine Schulter und über meinen Körper wurde stärker. Keine Tränen kamen, auch wenn ich Gott weiß wie sehr weinen wollte. Als sich seine Hand und sein Arm langsam um mich wickelten, streifte mein Bein die kalte Wand, gegen die mein Bett gelehnt war. Von allem, was mir in diesem Raum wiederfahren ist, war dies das seltsamste. Ich erkannte, dass dieses umklammernde, widerliche Ding, welches großes Vergnügen verspürte das Bett eines Jungen zu malträtieren, nicht ganz auf mir lag. Es ragte aus der Wand heraus wie eine Spinne, die aus ihrem Versteck heraus zuschlug.

Dann verwandelte sich der Griff von einem langsam fester werdenden zu einem plötzlichen Druck. Es riss und zog an mir, als wenn die Gelegenheit bald verstreichen würde. Ich kämpfte dagegen an, aber sein ausgemergelter Arm war zu stark. Sein Kopf erhob sich windend und verdrehend unter der Bettdecke. Ich erkannte nun, wohin es mich bringen wollte: In die Wand! Ich kämpfte ums nackte Überleben, ich weinte und plötzlich fand ich meine Stimme wieder. Ich schrie, kreischte, aber niemand kam.

Plötzlich begriff ich, warum es so begierig darauf war zuzuschlagen, warum es mich unbedingt jetzt haben musste. Durch das Fenster, welches von außen so viel Bosheit repräsentierte, streifte Hoffnung: die ersten Sonnenstrahlen kamen. Ich kämpfte weiter in dem Wissen, dass wenn ich nur noch etwas länger durchhielte, würde es bald verschwunden sein. Als ich um mein Leben kämpfte, bewegte sich der unheimliche Parasit, zog sich langsam an meiner Brust herauf. Sein Kopf schaute unter der Decke hervor, keuchend, hustend, krächzend. Ich kann mich an keine Einzelheiten erinnern, nur an seinen faulen und kalten Atem, der gegen mein Gesicht strich.

Als die Sonne den Horizont übertrat, wurde der dunkle Ort, der erstickende Raum der Verachtung, in Licht gebadet.

Ich verlor das Bewusstsein, als seine dürren Finger meinen Nacken umgriffen und das Leben aus mir herausdrückten.

Ich wachte auf, als mein Vater in meinem Zimmer stand und anbot, Frühstück zu machen. Was für ein wunderbarer Anblick. Ich habe die schrecklichste Erfahrung meines Lebens gemacht – bis damals und bis jetzt. Ich versetzte das Bett von der Wand weg, ließ die anderen Möbel an ihrem Platz. Niemals hätte ich geglaubt, dass es versuchen würde mich einzufangen.

Wochen vergingen ohne Zwischenfall, bis auf eine kalte, frostige Nacht. Ich wurde von einem Geräusch geweckt, welches von dem Mobiliar herrührte, wo einst das Hochbett stand. Es zitterte heftig. Innerhalb eines Momentes hörte es auf. Ich lag da und war mir sicher ein fernes Keuchen tief aus der Wand zu hören, welches schlussendlich in der Ferne verstummte.

Niemandem zuvor habe ich diese Geschichte erzählt. Bis heute breche ich in kaltem Schweiß aus, wenn in der Nacht Bettzeug raschelt oder eine Erkältung ein Keuchen hervorruft. Ich werde zweifellos niemals in einem Bett an der Wand schlafen. Nennt es Aberglauben oder was auch immer, aber wie ich bereits sagte, ich kann keine Schlafparalyse, Halluzinationen oder eine überaktive Fantasie ausschließen. Aber was ich sagen kann ist Folgendes: Im Jahr darauf bekam ich einen größeren Raum auf der anderen Seite des Hauses und meine Eltern machten aus dem merkwürdigen, einengenden Raum ihr Schlafzimmer. Sie meinten, sie bräuchten kein großes Zimmer, nur einen, der groß genug für ein Bett und ein paar Dinge war.

Dies währte 10 Tage. Am 11. Tag zogen wir aus.

Übersetzer: Sharwen

Original: http://creepypasta.wikia.com/wiki/Bedtime

Januar 7

Darkness

Alles begann nachdem ich mein neues Haus bezogen hatte. Ich weiß, sehr klischeehaft, aber glaubt mir, genau so ist es passiert. Ich habe vorher noch nie irgendwelche übernatürlichen Erfahrungen gemacht und habe – trotz Interesse daran – auch niemals wirklich erwartet, dass mir irgendetwas wiederfährt.

 

Ich konnte das Haus sehr günstig mieten. Ich habe mir auch nichts dabei gedacht, denn da es alt war und nicht in der besten Nachbarschaft lag dachte ich, ich hätte ein gutes Geschäft gemacht. Nachdem ich komplett eingezogen war, war für eine Weile auch alles normal.

 

Ich weiß nicht mehr genau wann es begann, denn damals kam es mir alles so unbedeutend vor. Ich habe das Licht in der Küche oder im Bad angelassen um es dann ausgeschaltet vorzufinden. Ich dachte ehrlich, ich hätte einfach vergessen, dass ich das Licht bereits ausgemacht habe. Nach einiger Zeit wurde ich neugierig und begann absichtlich einige Lichter anzulassen. Manchmal geschah nichts, manchmal waren die Lichter aus.

 

Mittlerweile wusste ich, dass irgendetwas nicht stimmte. Ich war nicht wirklich verängstigt, sondern einfach nur verwirrt. Ich dachte, dass vielleicht etwas mit der Elektrik nicht in Ordnung war. Also ließ ich öfter das Licht an – was meine Stromrechnung in die Höhe trieb – weil ich dachte, ich könnte so herausfinden, warum das Licht zufällig ausgeht. Doch dann kam alles anders.

 

Das erste Mal passierte etwas Verrücktes, als ich das Licht in Küche und Wohnzimmer anließ während ich schlief. Ich wurde durch ein tiefes, polterndes Knurren aus der Küche geweckt. Vom Schlafzimmer konnte man durch den Flur zum Wohnzimmer hinunter sehen, welches mit der Küche verbunden war. Ich weiß noch wie ich wach wurde und dachte, da wäre ein Tier in meinem Haus. Ich sah hinunter zum Wohnraum und bemerkte, dass das Licht dunkler war. Jemand hatte das Licht in der Küche ausgeschaltet. Ein anderes tiefes Knurren ertönte, dieses Mal vom Wohnzimmer, und ich schrie fast als ich etwas Klobiges am Ende des Flures sah. Und dann ging das Licht im Wohnzimmer aus. Ich kann nicht genau sagen, was es war. Es schien eine Art schwarzer Schatten zu sein. Es war auch nicht wirklich wichtig. Ich habe mir vor Angst fast in die Hosen gemacht! Ich sprang von meinem Bett auf und schaltete das Licht an. Ich erwartete, dass etwas in diesem Raum war und nur darauf wartete, mir hinterherzujagen.

 

Nichts. Da war gar nichts im Raum. Ich atmete auf und bewegte mich langsam den Flur zum Wohnzimmer hinab. Als ich am Ende des Flures ankam sauste ich regelrecht auf den Lichtschalter zu. Auch hier war wieder nichts. Die Küche war als nächstes dran, aber auch hier war niemand.

 

Ich dachte, dass alles Geschehene nur ein Traum war. Als ich das Küchenlicht ausschalten wollte, zögerte ich jedoch. Hier stand ich, ein erwachsener Mann, und hatte Angst das Licht auszuschalten. Und ich gebe es zu, ich habe beim Schlafen alle Lichter angelassen.

 

Dies war ein Fehler.

 

Als ich am nächsten Morgen aufwachte, war jedes Licht ausgeschaltet. Ich zwang mich dazu aufzustehen und zuckte zusammen, als ich bemerkte wie mein Körper schmerzte. Ich warf die Bettdecke beiseite nur um lange rote Spuren an meinen Armen und Beinen vorzufinden. Es sah aus, als hätte mich irgendetwas in der Nacht gekratzt. Ich erschrak fürchterlich, aber dies war nichts im Vergleich zu dem, was ich dann sah.

 

Jedes Licht, welches ich in der Nacht zuvor angelassen habe, war zertrümmert.

 

Jede Glühbirne war zerbrochen, jede Lampe umgestoßen und eingeschlagen. Mir blieb der Atem weg als ich mich umsah. Irgendetwas komplett Verrücktes ging hier vor. Und irgendwas versuchte… nun… mir etwas anzutun. Ich gab auf Arbeit Bescheid und ersetzte umgehend alle Glühbirnen.

 

Ich wusste nicht, was ich tun sollte. Ich überlegte auszuziehen, aber – und ich weiß, das klingt dumm – das war mein Haus. Ich war das erste Mal von meiner Familie entfernt und dies war MEIN zu Hause. Ich konnte es nicht aufgeben, also blieb ich.

 

Sogar als es schlimmer wurde.

 

Auch wenn ich nun Angst vor der Dunkelheit hatte, konnte ich auch mit Licht im Schlafzimmer nicht wirklich schlafen. Ich ließ also das Licht in anderen Räumen an, im Flur oder dem Wohnzimmer. So konnte ich noch genug im Schlafzimmer erkennen. Und fast jedes Mal wachte ich mitten in der Nacht auf und hörte etwas im Wohnzimmer knurren und herumschleichen… und dann gingen die Lichter aus. Ich wollte nicht nachsehen. Ich hatte Angst davor im selben Raum zu sein mit… was auch immer es ist. Also rollte ich mich im Bett ein und betete, dass es niemals diesen Raum betreten würde.

 

Nachdem dies eine Weile so weiterging, hatte ich eines Nachts genug. Ich beschaffte mir eine Waffe und schaltete jedes Licht im Haus an. Dann setzte ich mich in der Mitte des Wohnzimmers auf den Boden, die Waffe im Schoß und der Baseballschläger an meiner Seite. Ich wartete. Zuerst passierte lange nichts. Um etwa 2 Uhr morgens begann ich es zu hören. Seltsamerweise war das Geräusch hinter mir. Ich drehte mich herum und spähte über den Flur hinweg in mein Schlafzimmer… und ich konnte das bekannte Knurren hören. Ich schluckte, nahm die Waffe in eine Hand, den Baseballschläger in die andere und ging langsam herum um besser in das Schlafzimmer sehen zu können. Als ich mein Bett sehen konnte, hörte ich ein lautes BUMM gefolgt von einem unmenschlichen Brüllen. Mutig wie ich war zog ich mich vom Flur zurück. Ich wollte, dass dies alles endet, aber bei Gott ich wollte mich nicht mit dem Ding anlegen. Ich konnte hören wie etwas zerrissen und zerschmettert wurde, aber – und ich weiß nicht mal, wie ich das mitbekam – ich konnte ein „Klick“ hören. Und dann nichts mehr. Langsam spähte ich den Flur hinunter und sah, dass das Licht wieder aus war. Ich atmete tief ein und wagte mich heraus, während ich meine Waffen bereithielt.

 

Als ich das Licht im Schlafzimmer wieder anschaltete, schnappte ich nach Luft. Mein Bett war verwüstet, komplett auseinandergerissen. Es sah aus, als wäre ein Tier auf das Bett gesprungen und hat es dann in Fetzen gerissen. Ich trat näher um nachzusehen, was von meinem Bett übrig geblieben war und stand eine gefühlte Ewigkeit geschockt da. Ich drehte mich erst wieder um, als ich das bekannte Knurren hörte. Ich stand in der Nähe der Tür, direkt am Lichtschalter, als ich es das erste Mal sah.

 

Es war ein Mann, der mich anstarrte, ein weißer und verfaulter Mann mit einem entstellten Körper, der aussah, als wäre er das Kauspielzeug eines Hundes gewesen. Ich war so erschrocken, dass ich nicht mal meine Waffen gegen ihn erhob. Er schaute mich nur einen Wimpernschlag lang an und schaltete dann das Licht aus. Ich schrie und ich schäme mich nicht, dies auch zuzugeben. Ich schrie und rannte los. Ich sorgte mich nicht darum, dass dort vorn eben noch der Mann gestanden hatte. Ich rannte genau dorthin, wo er zuletzt stand, und schwang dabei den Baseballschläger wie ein Irrer durch den Flur. Ich hätte beinahe ein Loch in die Wand geschlagen als ich die Dunkelheit durchbrach und in das rettende Flurlicht trat. Ich drehte mich gerade rechtzeitig um, um den Mann beim Lichtschalter zu sehen. Auch dieses Licht schaltete er aus. Ich wollte nicht kämpfen, ich wollte in Sicherheit sein. Ich rannte durch das Wohnzimmer in das helle Licht der Küche.

 

Ich hörte das knurrende und kratzende Geräusch nahezu überall um mich herum und ich wusste, er kam zurück. Ich schaute zurück nur um erneut den entstellten und verrotteten Körper eines Mannes zu sehen, der mit einem gebrochenen Finger das nächste Licht ausschaltete und mich in angsteinflößende Dunkelheit tauchte. Ich rannte ins Wohnzimmer.

 

Dies wird mein letztes Gefecht, ich muss hier kämpfen. Die Stehlampe war meine letzte Verteidigungslinie. Ich hasste die Dunkelheit also blieb ich genau hier neben dieser beruhigenden Stehlampe. Ich wartete darauf, dass sie ausgeht aber… sie tat es nicht. Ich schaute mich um und – Stille. Nichts als Stille. Ich drehte mich um und sah den Lichtblick von einer Lampe an, die sich weigerte zu weichen. Ich bemerkte, dass ich lachte, ein verrücktes aber LEBENDIGES Lachen und ich dachte, ich wäre endlich in Sicherheit. Ich trat näher und ich schwöre, ich hätte die Lampe beinahe umarmt.

 

Dann sah ich es!

 

Ich hörte das Knurren zuerst. Es kam nicht von hinten, sondern von vorn! Es kam von der Lampe. Meine Augen weiteten sich und ich starrte die Lampe an, dessen Licht sich verstärkte. Ich strauchelte und… ich weiß nicht was passierte, aber ich muss über etwas gestolpert sein. Ich weiß nur, dass ich mich selbst auf meinem Rücken liegend am Boden wiederfand und dieses helle und intensive Licht ansah. Ich dachte, es würde mich verbrennen. Und dann kam es.

 

Ich kann keine Worte finden um zu beschreiben, was sich aus der Lampe ergoss. Es war abscheulich, pervers und voller Zorn. Ich werde niemals diese Augen vergessen. Hell, heiß und weiß… zwei glühende Kreise purer Böswilligkeit. Es hasste mich. Es hasste alles an mir. Und nicht nur mich. Es hasst uns alle, jedes menschliche Wesen. Aber ich steckte hier fest und es würde auf alles losgehen, was da war. Mich. Ich wusste nicht, woher ich es wusste, aber… ich wusste es. Es würde sich auf mich stürzen und ich bereitete mich auf einen schmerzhaften Tod vor.

 

„Klick!“

 

Das Licht ging aus. Wieder einmal Dunkelheit. Süße, ruhige, entspannende Dunkelheit. Ich blieb für einen langen Moment am Boden und ließ meinen Augen Zeit sich an die Finsternis anzupassen, während ich meinen Blick auf die Stelle fixierte, an der die Lampe stand. Als die Sekunden verstrichen konnte ich ihn ausmachen. Der entstellte Mann stand bei der Lampe, eine zerrissene Hand auf dem Lichtschalter, und sah auf mich herab.

 

Und da verstand ich es. Ich verstand, was all dies zu bedeuten hatte, alles, was geschehen war. Der Mann nahm seine Hand vom Schalter und zeigte mit einem verstümmelten Finger auf die Lampe bevor er sehr klar seinen Kopf von einer Seite zur anderen schüttelte. Alles was ich konnte war zu nicken.

 

Er war nicht derjenige, der mir etwas antun wollte. Die ganze Zeit, bei all diesen Vorfällen, hat er versucht mich zu beschützen. Diese Kreatur erschien nur bei Licht und dieser verstümmelte Mann bemühte sich um meine Sicherheit. Er wollte nicht, dass jemand seine Fehler wiederholt.

 

Ich zog gleich am nächsten Tag aus und blickte nie zurück. Was auch immer es war, es war an das Haus gebunden und bis jetzt ist nichts von einer anderen Lichtquelle gekommen. Wie auch immer, das Ding wird mir ewig in Erinnerung bleiben. Es wurde in meiner neuen Wohnung zur Gewohnheit jede Nacht sicherzugehen, dass jedes einzelne Licht ausgeschaltet und jeder Vorhang geschlossen ist, damit ich selbst in stille, beruhigende und sichere Dunkelheit eintauche.

Übersetzer: Sharwen

Original: http://www.creepypasta.com/Darkness

August 12

Ein paar Vorschläge

Vorschlag: Wir könnten während der Hochsaison eine weitere Person am Eingang brauchen.

Vorschlag: Bitte stellt den Hot Dog Stand weg von der Hauptwasserrutsche. Außerdem sollten die Wasserrutschenmitarbeiter auf die Kinder achten, die gerade gegessen haben. Wenn einem Kind darin schlecht wird, müssen zuerst ein paar andere durchrutschen, bis man es bemerkt.

Vorschlag: Es wäre toll, wenn wir mehr Informationen anonym abgeben könnten. Vielleicht eine bestimmte Zeit für eine private Besprechung?

Vorschlag: Wir brauchen mehr Wachmänner am Südtor.

Vorschlag: Die Musik im Reptilienhaus ist entweder verlangsamt oder spielt sich rückwärts ab. Das ist SEHR nervend.

Vorschlag: Bitte sagt den Maskottchen, dass sie nicht in ihren Kostümen essen sollen. Wir bekommen immer wieder eines mit Essen über dem gesamten Gesicht verteilt und wir denken, jemand versucht witzig zu sein. Die Mundöffnung ist mit einem Netz geschlossen, also ist essen gar nicht möglich.

Vorschlag: Bitte repariert die Musik im Reptilienhaus, sie macht mich immer noch verrückt.

Vorschlag: Gäste beschweren sich über die Anzahl der Handtücher in ihren Zimmern.

Vorschlag: Wir brauchen eine bessere oder neue Kaffeemaschine im Frühstücksraum.

Vorschlag: Ich wollte eigentlich nichts sagen, weil ich sehr tolerant bin, aber bitte hört auf Kinder ohne Gesichter hereinzulassen. Sie bleiben nicht in den Gastarealen.

Vorschlag: Das öffentliche Areal könnte eine größere Auswahl an DVDs und Spielen vertragen. Die Sammlung wird langsam alt.

Vorschlag: Wir brauchen immer noch einen Wachmann am Südtor. Was ist billiger, einen Mitarbeiter zu haben, der hin und wieder dort vorbeischaut oder den Vandalismus zu übermalen?

Vorschlag: Das Südtor braucht mehr Wachmänner.

Vorschlag: Was machen wir wegen den Obszönitäten am Mitarbeitereingang? Stellt bitte einen Wachmann öfters am Tag dort hin oder so was.

Vorschlag: Fühlt euch nicht sicher nach Ende der Schicht durch das Südtor zu gehen.

Vorschlag: Frank schummelt in Solitär, wenn er denkt ich würde nicht schauen. Bitte macht sofort was dagegen.

Vorschlag: Sagt den Maskottchen, dass sie von dort wegbleiben sollen, wo sie nicht hingehören. Einer von ihnen schaltet die ganze Zeit die Musik im Reptilienhaus aus. Ich kann nicht sagen wer es ist wegen dem Kostüm. Klärt das bitte in einer Besprechung oder derartiges.

Vorschlag: Bitte gebt den Maskottchen mehr Zeit für die Mittagspause oder zwischendurch kurze Pausen während der Arbeitszeit. Schweiß und Körpergeruch sind ein Ding, aber wir bekommen immer wieder das gleiche Kostüm voll mit Übergebenem.

Vorschlag: Stoppt Frank, er ist eine Bedrohung. Es hat sich nun auf Sudoku ausgebreitet. Das ist kein Quatsch.

Vorschlag: Entschuldigung das ich auf einer Serviette schreibe, aber wir brauchen mehr Vorschlagskarten oder so was. Jemand stiehlt die alle.

Vorschlag: Stoppt die scheiß Musik.

Vorschlag: Ich schwöre, diese Kinder haben etwas vor. Jedes Mal wenn ich eines töte, benehmen sich die anderen nur noch schlimmer. Ich sehe sie immer in Scharen am Ende von Treppen und sie finden das lustig. Es ist nicht lustig. Ich kann da nicht durch.

Vorschlag: Wir brauchen mehr Vorschlagskarten.

Vorschlag: Wir haben ein Maskottchenkostüm mit Farbe an den Handschuhen zurückbekommen. Jemand hat es zum Südtor gebracht und es passt zu der Farbe, die der Vandale verwendet. Vielleicht ist es wert danach zu sehen. Und wo sind die Karten?

Vorschlag: Kostüm klebt an den Geschwüren

Vorschlag: Es

ist zU schwer

zu schreibn

mit diesen Handschuhen an

Vorschlag: Danke für die Vorschlagskarten! Was machen wir jetzt wegen den Mitarbeitern am Eingang in der Hochsaison?

Vorschlag: Und noch einmal Entschuldigung für die Serviette. Wir haben schon wieder keine Karten mehr.

Vorschlag: Eines der Maskottchen hat mich in der Vorratskammer eingeengt und meine Brüste angefasst. Ich hab es Michael Sheehan gesagt, aber ich denke nicht, dass er irgendwas tun wird, weil ich nicht wusste, wer in den Kostüm war.

Vorschlag: Ha ha ich bin eine Maus

Vorschlag: Fick dich.

Vorschlag: Jemand nimmt die Glühbirnen heraus. Ich meine, einfach überall. Die Gäste werden immer wütender, weil sie Schalter einschalten und nichts passiert.

Vorschlag: Wann bekommen wir ein paar neue DVDs im öffentlichen Areal? Ich beschwere mich nicht, weil es alte Filme sind, sondern viele davon sind zerkratzt und spielen nicht immer alles ganz durch ab.

Vorschlag: Was ist die ETA an der Kaffeemaschine?

Vorschlag: Der Automat im 3. Stock in dem Gästeareal ist immer ausgesteckt und der Geldschlitz ist immer voll mit Vorschlagskarten. Ich weiß nicht mal, was diese Karten da sagen.

Vorschlag: Wir brauchen schon wieder neue Karten.

Vorschlag: Versucht Frank zu finden.

Vorschlag: Ich werde euch Hinweise wegen Frank geben, okay?

Vorschlag: Hinweis #1, es ist kalt.

Vorschlag: Hinweis #2, es ist nass.

Vorschlag: Wir brauchen noch eine neue Lage von Farben für das Südtor. Macht ihr irgendwas gegen diesen Clown?

Vorschlag: Hinweis #3, versenkt.

Vorschlag: Der Hot Dog Stand steht immer noch neben der Wasserrutsche und es waren noch 2 weitere Unfälle mit Kindern, denen auf dem halben Weg durch die Rutsche schlecht wurde. Das wirft schlechtes Licht auf das Resort.

Vorschlag: Ich denke nicht, das ihr nach Frank sucht!

Vorschlag: Hey, ich will kein Arsch sein, aber ernsthaft, wo sind die Karten? Diese Box ist sinnlos!

Vorschlag: Ich sinke immer weiter in den Boden oder

Vorschlag: Vielleicht empfinde ich das nur so

Vorschlag: Ich bekomme keine Ruhe, weil es so viel zu tun gibt. Immer wenn ich mich hinlege, fragen mich die Gäste immer ob ich okay bin.

Vorschlag: Ich bekomme meinen Kopf nicht ab ich bekomme meinen Kopf nicht ab ich bekomme meinen Kopf nicht ab ich bekomme meinen Kopf nicht ab ich bekomme meinen Kopf nicht ab

Vorschlag: Ignoriert die letzte Karte, ich hab vergessen dass es mein echter Kopf war.

Vorschlag: Das Kostüm klebt an meinen Geschwüren und da sind mehr Geschwüre

Vorschlag: Alles was ich bin sind Geschwüre

Vorschlag: Das Kostüm atmet und wenn meine Bewegungen nicht zu seinen passen bekomme ich keine Luft

Vorschlag: F

Vorschlag: UCK

Vorschlag: Ich verschließe die Tore aber jemand macht sie immer wieder auf bitte sagt denen sie sollen damit aufhören weil es alle raus lässt und ich finde das ist kontraproduktiv

Vorschlag: Sie haben frank gefunden und sie werden mich beschuldigen. Bitte beraten

Vorschlag: HAHAHAHA Franks Gesicht sah aus wie ein Teller voll gestampfter Kartoffeln als sie ihn rausgezogen haben aber als ich darüber gelacht hab haben mich alle angesehen sogar die Leute mit den Gesichtern das ist merkwürdig

Vorschlag: Ich muss darüber nachdenken was ich tun kann

Vorschlag: Oh

Vorschlag: Ich weiß durchhalten

Vorschlag: Ich bin mir nicht sicher, ob die Vorschlagsbox der richtige Ort für das ist, aber die Wachmänner machen nicht wirklich was wegen meinen Beschwerden. Die letzten Tage über kreiste ich durch das Resort und hab die Anzahl an Mitarbeiter gezählt. So weit ich es beurteilen kann, sind mehr Maskottchen auf dem Gelände als wir zahlen. Die Wachmänner sagen, dass es keinen Sinn macht, aber ich denke, wir haben einen extra.

Vorschlag: Bitte helft mir, Kostüme sind schwer mit Leuten drin und es ist kein Haken für mich übrig

Übersetzerin: Ciiscax3

Korrekturleserin:  Äona

August 3

I need my Bear

„Hilfe!“, erklingt eine unscheinbare Stimme aus der Dunkelheit, „Irgendjemand! Helft mir bitte!“

Das ist einer dieser Momente in denen du entscheiden musst ob du jemandem hilfst… oder das Problem ignorierst. Alles könnte dem Besitzer dieser schluchzenden und kleinen Stimme passieren. Alles.

„Bitte!“, ein schriller und verzweifelter Schrei ertönt.

Vorsichtig bewegst du dich durch die Dunkelheit in Richtung des Waldes. Du wählst deine Schritte sorgfältig. Wenn es möglich ist, bewegst du dich unter den Straßenlichtern… die Augen wachsam geöffnet, die Ohren aufmerksam darauf bedacht jeden Laut von Gefahr wahrzunehmen.

„Ist denn niemand da draußen?“, erklingt die Stimme – es ist ein kleines Mädchen.

Du kommst zum Rande eines überwucherten Ödlandes, ein leeres Grundstück. Dort findest du das weinende Kind. Sie ist voller Dreck und völlig ungepflegt. Ihr weiches und buntes Kleid ist zerrissen und schlammig. Ihr leuchtend rotes Haar ist zerzaust und voll mit Blättern.

Das ist ein Kind das früher wahrscheinlich ein schönes Zuhause hatte und jetzt auf sich allein gestellt ist.

„Du musst mir helfen!“. Sie dreht sich zu dir um und möglicherweise ist dort Hoffnung in ihren dunklen Augen zu sehen. Tränen glitzern dort wo kleine Lichter ihren Schein darauf werfen.

Du kannst ihre Gestalt kaum ausmachen, ausgenommen von einigen wenigen Details. Sie steht nahe dem Unkraut, als ob sie gerade erst aus der chaotischen und vorstädtischen Wildnis gekommen ist.

„Mein Bär!“, beharrt sie und zeigt auf die Überwucherungen. „Ich brauche meinen Bär!“

Jetzt fängt alles an sich langsam vom „sinnvollen“ zu entfernen. Du willst dem Mädchen gerade sagen, dass es viel zu spät ist um draußen zu sein, vor allem in dieser Gegend, wenn du an deine eigenen wertvollen Kindheitsbesitztümer denkst.

Kannst du dem Kind wirklich etwas abschlagen das dich nur ein wenig Zeit kostet um etwas zu finden das ihr alles bedeutet?

Das Unkraut ist nur hüfthoch und nicht sehr imposant wenn du erwachsen bist. Laufend durch ein dichtes Durcheinander von Stämmen und Dornen folgst du dem schmalen Pfad den das Mädchen gerade verlassen hatte.

Wenn du ihre Spuren verfolgst bist du dir sicher, dass du das Objekt findest das sie so sehr haben will.

Es scheint, als wäre das kleine Ding eine ganz schöne Strecke gelaufen. Sie musste blind durch den Miniaturwald gelaufen sein. Schon bald verschwinden die Straßenlichter im Nebel und dein zunehmend närrischer Auftrag wird nur noch alleine vom Mondlicht geführt.

Wenn es doch bloß ein Hund wäre – du könntest ihn rufen. Du könntest nach einem Bellen oder Winseln lauschen.

Endlich, gerade als du die Suche aufgeben wolltest, stolperst du über etwas braunes und flauschiges in der frisch aufgewühlten Erde. Die Umgebung ist sauber, als hätte man das Land gerade bestellt. Ein altes, schmuddeliges und pinkes Teeservice aus Plastik liegt im Dreck neben einer verkrusteten Tiara, der schon einige imitierte Juwelen fehlen.

Du registrierst die seltsame Umgebung kaum, als du den vor dir liegenden Bären aufhebst.

Er liegt da wie ein zerknautschter Haufen, wie ein Mann mit pulverisierten Knochen. Er hat auch die Größe eines Mannes. Sein augenloser Kopf räkelte sich zur Seite, unter seinem schäbigen, nach unten verzogenen Mund eine kleine nass aussehende, schwarze Nase.

Das am meisten beunruhigendste jedoch ist die Öffnung in seinem Bauch und der Brust. Eine große, vertikale und gähnende Kluft von glänzendem Purpurrot, als wäre der „Bär“ nichts anderes als ein altes, modriges Kostüm.

Aber da ist kein Reißverschluss.

Stattdessen sind da zwei lange Reihen von perlweisen und scharfen Zähnen.

Lauf! Lauf! Das ist das einzige was durch deinen Verstand rast als eine der Bärenpfoten sich plötzlich bewegt und sich dann schlaff in deine Richtung bewegt.

Fast hast du es von dem verlassenen Grundstück geschafft – fast. Du kannst das kleine Mädchen am Rande stehen sehen. So süß und harmlos wie es nur sein kann. Mit den Händen an der Brust gefaltet.

Sie bewegte sich nun unter die Lichter. Nun wird dir erlaubt einen flüchtigen Blick auf ihre dreckige Haut zu werfen… ihre Stoffhaut… auf die verschlungenen Fäden die sie zusammen halten.

Ihre schwarzen Knopfaugen verschieben sich schwach, gespannt zusehend wie du fällst. Etwas ergreift deine Füße… deine Waden… deinen Gürtel…

Du hast es nie wieder aus dem Ödland geschafft, stattdessen kommt das Mädchen zu dir. Sie grinst und kippt ihren Stoffpuppenkopf zu dir.

„Da ist mein Mr. Bär!“, gurrt sie.

Das Mädchen führt dich zurück in Richtung der Lichtung, ihre kleine Hand umwickelt eine deiner dicken Klauen.

Original: http://slimebeast.com/stories/i_need_my_bear.php