Oktober 8

Der Butler

Mein Name ist Sebastian. Ich bin der Butler der bekannten Familie van Lupus und die Geschichte die ich euch nun erzähle, spiegeln die letzten Momente meines Lebens wieder:

Vor einigen Stunden sollte ich das Abendessen für die Familie servieren. Als ich mit den ersten Gerichten aus der Küche runterkam, hörte ich einen lauten Schrei. Es hörte sich an wie Lady van Lupus, die Dame des Hauses. Ich rannte hinunter, rechnete mit dem Schlimmsten. Auf meinem Weg fand ich einige Angestellte der Familie vor, in ihrem eigenen Blut baden, auf dem Flur verteilt. Ich war von diesem Anblick geschockt, rannte aber weiter. Irgendwann fand ich Lady van Lupus…ebenfalls in ihrem eigenen Blut badent. Ich überlegte nun, was ich tun sollte. Vor einigen Jahren ist Myladys Ehemann gestorben, er wurde anscheinend ermordet, keiner weiß genau, von wem oder wieso. Das Komische war damals, dass er zwar getötet wurde, der Mörder aber weder sein Geld, noch den Schmuck, den er trug, gestohlen hatte. Er wurde einfach getötet, ohne ersichtlichen Grund

Hinter mir ertönte ein schleifendes Geräusch. Ich hielt die Luft an, hatte Angst wer jetzt grade hinter mir steht. ,,Sebastian“, ertönte eine Stimme hinter mir. Ich drehte mich um. Vor mir stand der Sohn der Lady, Croquet, ,,Sebastian, was ist hier passiert? Ich fand diesen Rapier hier grade im Esszimmer liegend. Wer war das. Wer würde meiner Mutter und den Angestellten sowas antun?“ Ich war froh darüber, dass es zumindest dem jungen Lord Croquet gut ging, war jedoch immernoch angespannt, da der Mörder immernoch hier rumlaufen könnte. Ich schaute zur Lady, guckt ob mir irgendwas auffiel. Sie hatte am Körpter mehrere Stichwunden, wahrscheinlich veursacht von dem Rapier. Was mir jedoch viel mehr auffiel war, dass der Schmuck der Lady noch da war. Es war genauso, wie beim Lord damals. Könnte es sein, dass es sich um den selben Mörder handelte. ,,Ich bringe diese Waffe zur Polizei, Sebastian. Vieleicht finden sie an dem Rapier irgendwas, was zur auflösung helfen könnte.“, sagte Croquet. ,,Der Mörder könnte hier immernoch rumlaufen. Bleiben sie lieber in meiner Nähe, Mylord“, erwiederte ich. Croquet Schaute kurz auf den Rapier, dann wieder auf mich. ,,Der Mörder hat doch seine Waffe im Esszimmer liegen lassen und ich habe sie gefunden. Wieso sollte er seine Waffe weglegen, wenn er noch hier wäre? Jeder hätte sie finden können und wäre er noch hier, wäre er schutzlos. Ich denke nicht, dass er noch hier ist.“, sagte Croqeut. Was er sagte, ist eigentlich gar nicht so falsch. Wieso sollte der Täter seine Waffe weglegen und dann weiter im Anwesen verweilen. Andererseits frage ich mich, wieso er die Waffe überhaupt weglegen sollte. ,,Ich mache mich auf den Weg zur Polizei“, sagte Corquet und ging.

Als Croquet weg war, fiel mir auf, wie ruhig er mit der Sache umging. Ich hätte nicht gedacht, dass er nach so einem Vorfall seine Fassung halten kann. Im nächsten Moment fiel mir jedoch noch etwas auf: Die Überwachungskammer an der Wand. Im ganzen Anwesen waren welche. Nach dem Tod von Lord van Lupus hatte Lady van Lupus leichte Paranoier und installierte sie im ganzen Anwesen. Ich dachte mir, müsste auf den Kammeraaufnahmen nicht der Täter zu sehen sein?

Ich ging also nach oben, zu dem Raum, wo die Aufnahmen gespeichert werden. Ich machte die Tür auf, setzte mich an den Rechner und schaute auf die Monitore. Man sah das ganze Anwesen, jeden Raum, jeden Gang. Ich spulte nun etwas zurück. Zwei Stunden zuvor sah ich dann auf den Aufnahmen Lady van Lupus. Sie kam aus ihrem Schlafgemarch raus, sah nach vorne und fing an zu schreien. Ich sah dann den Täter, wie er den Rapier mehrere Male in die Lady rammte und war wie gelähmt. ,,Das darf doch nicht wahr sein…“, murmelte ich leise vor mich her.

Plötzlich hörte ich ein Geräusch. Es war ein leises, schleifendes Geräusch. Ich dreht mich zur Tür. ,,Sebastian…“, ertönte Croquets Stimme.
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Autor: Icebird

September 16

Altmetall Seele

„Ich denke, dass ich menschlich bin.”

Der Meister schaut von seiner Arbeit auf in die Richtung des Androiden, der gerade das Büro betreten hat.
„Nicht das schon wieder.“ stöhnt der Meister auf.
„Ich meine es ernst!“, schnappt der Androide wütend, „ Und ich will nicht deswegen schon wieder von Ihnen abgewiesen werden!“
„Beruhige dich einfach.“, antwortet der Meister, die offene Hand hochhaltend, „Habe ich oder einer der anderen Meister dich jemals angelogen?“

„Würde ich wissen, wenn Ihr es hättet?“
Mit einem Seufzer lehnt sich der Meister in seinen Stuhl.
„Wir sind nicht wie ihr“, sagte der Meister einfühlsam, „Das menschliche Gewissen erlaubt uns nicht zu lügen, du weißt das. Meister sind nicht wie Maschinen. Wir sind stets an unsere eigene Moral gebunden.“
„Aber ich doch auch!“

„Wie das?“
„Erst gestern“, fängt der Androide aufgeregt an, „die Einheit neben mir hat sich versehentlich das Handgelenk an der Spulmaschine geschnitten. Weißt du, was ich getan habe? Ich habe aufgehört zu arbeiten und ihm geholfen! Ich habe meine Quote vernachlässigt, nur ihm zuliebe! Würde eine Maschine das tun?“
„Ja, das ist genau was eine Maschine tun würde“, seufzt der Meister, „Du hast die Effizient der Fabrik erhalten, so wie du programmiert wurdest.“

„Inwiefern sind Menschen anders?
„Ein Mensch kann wirklich Opfer bringen. Ein Mensch würde für etwas, an das er glaubt, sterben.“

„Ich habe meine Quote geopfert!“, argumentiert der Androide.
Kopfschüttelnd nimmt der Meister eine Packung Zigaretten von seinem Tisch und antwortet:

„Hör dir doch zu! Denkst du wirklich, wir würden dich anlügen? Wieso sollten wir das tun? Was würden wir daraus gewinnen?“

„Es ist leichter, wenn wir denken, dass wir Androiden sind. Auf diese Weise können wir schuften wie Sklaven und Ihr könnt es einfach rechtfertigen, weil es ja die natürliche Ordnung ist.“
„Menschen können solche Lügen nicht begehen“, antwortet der Meister ruhig, sein Feuerzeug in der Schublade des Tisches suchend, „Unser Gewissen würde das uns nicht erlauben! Hör zu, du denkst wie eine Maschine und für eine Maschine würde es Sinn machen zu Lügen. Du verstehst das alles falsch.“
Über ihnen dreht sich der Ventilator unaufhörlich, einen niedriges, kaum hörbares Summen von sich gebend.
„Was passiert wenn ein Androide stirbt?“, fragt der Androide um das Thema zu wechseln, während er sein Gewicht ungeduldig von einem Bein aufs andere verlagert.
„Er kommt wie die anderen kaputten Werkzeuge zur Wiederverwertung.“
„Das ist nicht das, was ich meine.“
„Was meinst du?“, fragt der Meister, schließt seine Schublade und seufzt, realisierend das er sein Feuerzeug verlegt hat.
„Ich habe gehört, dass Menschen in den Himmel gehen, wenn sie sterben.“
„Ach, du wunderst dich, ob es ein Nachleben für Androiden gibt…“
„Ich vermute schon.“, antwortet der Androide, „Ich meine, wenn der Schöpfer der Menschen ihnen den Himmel gegeben haben, wieso haben unsere Schöpfer uns nichts gegeben?“
„Du bist programmiert um das zu tun, was wir wollen das du tust. Androide brauchen keine Belohnungen.“
„Aber Sie sagten, Menschen wären an ihre eigene Moral gebunden. Wieso sollten sie dann eine Belohnung brauchen um das gute Benehmen zu fördern, wenn sie von Natur aus dazu veranlagt sind?“
„Das lastete in letzter Zeit schwer auf dir, oder?“, denkt sich der Meister laut, kurz pausierend um danach zu ergänzen, „Es ist wirklich das Beste wenn du das alles vergisst. Du bist nicht der erste Androide, der davon überzeugt war ein Mensch zu sein und wirst auch nicht der letzte sein. Du solltest auf mich hören, nichts Gutes ist diesen Androiden jemals widerfahren.“
„Ihr habt sie stillgelegt?“

„Nein“, der Meister runzelt seine Stirn, „sie haben sich normalerweise selbst stillgelegt. Manchmal unbeabsichtigt.“
Der Androide sieht schuldvoll zu Boden.
„Warte“, sagt der Meister besorgt, „du hast dich doch nicht selbst verletzt, oder?“
„Ich wollte mich nicht so sehr verletzten, wie ich es dann getan habe“, gibt der Androide zu und zieht sein Hosenbein hoch. An seinem Unterschenkel glüht eine dicke, rote Wunde.
“Du hättest verbluten können!”, schreit der Meister fast in seinem Schock. „Was hast du dir gedacht?!
„Ich konnte keine Maschinerie darunter finden“, sagt der Androide schnell mit einem Hauch von Wut, „Da ist nur Fleisch und Blut.“
„Wir benutzen biosynthetische Androiden! Um Gottes Willen, wenn du dich weiter schneidest, wirst du dich selbst kaputt machen!“
„Wenn ich mich weiter schneide, sterbe ich. Menschen sterben.“
„Du bist kein Mensch“, schnappt der Meister in seiner Frustration, „Unter dem Fleisch hast du ein Gestell und das ist alles. Du wirst nicht dein Seele unter deiner Haut finden, sondern nur Altmetall aus dem du zusammengesetzt wurdest!“
Der Androide sieht nach unten.
„Du weißt doch…“, antwortet der Android, langsam hinter seinen Rücken greifend, „Androiden können Menschen nichts antun. So sind wir programmiert.“
Der Meister erstarrt.
„Ich bin menschlich“, schlussfolgert der Androide, eine Pistole hervorholend, die er hinten in seine Hosen gesteckt hatte. Die Waffe richtet sich auf die Stirn des Meisters.
„Woher hast du die?“
„Sie wissen, dass das Ihre ist. Ich habe sie von Ihrem Schreibtisch geklaut.“, antwortet der Android, Verachtung schimmert aus seinem Ton, „Wieso hast du eine Pistole, wenn Androide Euch nicht wehtun können?“
Gar nicht auf eine Erwiderung wartend, beantwortet der Androide seine eigene Frage:

„Sie wissen ziemlich genau, dass wir Menschen sind, jeder einzelne von uns. Jetzt kann ich es beweisen.“

„Dein Programm ist fehlerhaft. Es ist nur ein Glitch. Diesen Abzug zu drücken beweist gar nichts.”
“Es beweist alles”, zischt der Androide, sein Griff straffte sich um die Pistole.
„Wieso machst du das?“, plädiert der Meister, „Hab ich dir jemals was angetan?“
„Sie haben mich angelogen, mich einen Androiden genannt und mich davon überzeugt, ich wäre etwas Schlechteres. Sie müssen für das, was Sie getan haben, bezahlen.“
„Wenn ich sterbe, werde ich in den Himmel gehen“, argumentiert der Meister schnell, „ Du kannst einen Menschen nicht mit dem Tod bestrafen.“
Der Androide bleibt für einen Moment still stehen.
„Sie haben Recht.“, der Androide nickt.
Er hebt die Pistole an seine eigene Schläfe und betätigt den Abzug.
„Ist hier drinnen alles in Ordnung?“, fragt ein zweiter Meister, einen Moment später im Türrahmen auftauchend und sofort von dem grotesken Anblick zurückspringend.
Geschockt starrt der erste Meister ruhig auf die zerstörte Gestalt.
„Jemand sollte diese Unordnung aufräumen!“, ruft der zweite Meister in den Fabrikraum und als Antwort kommen zwei Androiden in das Büro, werfen den kaputten Androiden in den Recycling Müll und schrubben die Überreste von dem Büroteppich.
Darüber dreht sich der Ventilator.
„Denkt sonst noch jemand, er wäre menschlich?“, schreit der zweite Meister wütend zu den arbeitenden Androiden, „Da sind Maschinenstücke über die Wand dieses Büros verteilt, sollte noch Zweifel haben.“
Der erste Meister zieht sein Feuerzeug aus seiner Manteltasche, sich daran erinnernd, wo er es versteckt hatte.
„Bist du okay?“, fragt der zweite Meister als die Androiden mit dem Putzen fertig sind und die beiden Meister alleine im Büro zurückbleiben.
Der erste Meister zündet die Zigarette an bevor er die Frage mit seiner eigenen ignoriert:
„Könntest du dir vorstellen, dass sie raus finden, das wir auch Androiden sind?“
Nach einer kurzen Pause, lässt der zweite Meister einen kurzen, nervösen Lacher raus, der schnell verstummt.
Stille liegt in der Luft, verschmelzend mit dem Zigaretten Rauchs, während die Insassen des Büros sich mit ihren eigenen Gedanken beschäftigen.
„Meinst du, unsere Meister sind wirklich Menschen, oder ist einfach jeder eine Maschine?“, fragt der zweite Meister, gegen den Türrahmen gelehnt und die Androiden bei der Arbeit zusehend.
„Willst du wirklich wissen, was ich denken?“
Der zweite Meister nickt langsam, der erste lehnt sich zurück in seinen Stuhl, einen langen Zug von seiner Zigarette nehmend, bevor er spottet:
„Es gibt keine Menschen.“
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Übersetzerin: Ciisca

Original: http://creepypasta.wikia.com/wiki/Scrap-Metal_Soul

Juli 6

Dreh dich

Als wir klein waren, liefen wir immer im Kreis. Je mehr wir uns drehten, desto schwindeliger wurde uns. Manchmal war es wie ein Wettkampf darüber, wer umfällt und wer stehen bleiben konnte. Als ich jung war, vielleicht sieben oder acht, drehte ich mich immer nur im Kreis. Die ganze Zeit drehen, drehen, drehen.

Einmal waren nur Mama und ich zuhause. Sie kochte und ließ mich spielen gehen. Ich ging ins Wohnzimmer und fing an mich nur noch zu drehen. Ich wollte mich dabei auf meine Umgebung konzentrieren, was schwer war. Bestimmte Dinge wie die Couch, oder den Fernseher konnte ich grad noch so warnehmen, doch als ich mich weiter und weiter drehte, fiel mir etwas Komisches auf. Ich versuchte meine Augen darauf zu konzentrieren, und konnte einen dunklen Umriss erkennen… Ich drehte mich einfach weiter, aber jedes Mal kam es näher. Vorher stand es noch am einen Ende des Raumes, jetzt war es ganz nah. Ich hörte auf mich zu drehen, und schaute in seine Richtung. Die Welt drehte sich noch, doch ich war wie erstarrt. Die Gestalt bewegte sich, zusammen mit meinem ganzen Sichtfeld vor und zurück. Ich schloss meine Augen und als ich sie wieder öffnete, war es weg.

„Mama, Mama, jemand ist im Wohnzimmer!“
„Ach Schätzchen, sei nicht albern, niemand Anderes außer wir beide ist hier.“
„Wirklich, ich habe es gesehen. Es war groß und dunkel.“
„Süßes, geh spielen.“

Ich verzog mich, wütend darüber, dass meine Mutter mir nicht zuhören wollte. Ich blieb dem Wohnzimmer fern und ging stattdessen in Meines. Ich schaltete das Licht ein, schloss die Tür, schmiss all meine Spielsachen in den Schrank, um mich drehen zu können. Ich fing an, mich zu drehen und nach ein paar Runden war es wieder da. Ich versuchte es aus meinem Kopf zu kriegen. Ich schloss meine Augen und drehte mich einfach weiter. Drehte mich, bis ich sein Atmen in meinem Gesicht spürte. Meine Augen öffneten sich und direkt vor mir war es. Meine Augen, die sich versuchten zu beruhigen, erkannten ein paar Details. Ein graues Gesicht, eingesunkene Augen, die wie schwarze Löcher aussahen. Ich fing an zu weinen. „Mama Mama!“ und mit einem Augenblick war es weg.

Meine Mutter rannte ins Zimmer „Was ist? Was ist los Schatz?“ Ich war verwirrt und verängstigt. Ich versuchte zu sprechen, konnte aber nicht. „Genug Spielchen. Ich bin beschäftigt.“ Sie verließ das Zimmer und ich versuchte ihren Namen zu sagen, mein Arm versuchte sie zu erreichen, aber die Worte blieben in meinem Hals stecken. Sie hat mich verlassen. Ich war so verängstigt, mich zu bewegen, zu reden. Irgendwann traute ich mich, aus meinem Zimmer in die Küche zu rennen. Ich setzte mich in die Ecke und schaute meiner Mutter zu. Nervlich am Ende, bewegte ich mich bis zur Schlafenszeit keinen Millimeter mehr.

Mama brachte mich in mein Zimmer und deckte mich zu „Ich bringe dir ein Glas Wasser“. Sie verließ den Raum. Sie kam zurück. „Hier“, sie streckte ihren Arm aus, aber ich bewegte mich nicht. „Schatz?“ Ich antwortete nicht. Sie stellte es auf den Tisch neben mich. „Schlaf gut, schöne Träume“. Die Tür schloss sich und mein einziger Schutz war weg. „Schöne Träume.“ Als sie ging, war es dort in der Ecke. Als sie mir das Wasser brachte, folgte es ihr hinüber zu meinem Bett. Ich erinnere mich an seinen Blick, als es sich umdrehte. Es kam zu meinem Bett und wachte über mich. Die ganze Nacht. Ich hatte riesige Angst davor einzuschlafen. „Dreh dich“, sagte es. Seine Stimme wirkte fremd, aber ich verstand und wollte gehorchen. Langsam stieg ich aus dem Bett. Ich fing an mich zu drehen. Es kam näher und näher.

Ich wachte auf. Ich lag auf dem Boden und die Sonne schien, es war nicht mehr da. Mein Kopf schmerzte unbeschreiblich. Ich fasste ihn an und getrocknetes Blut klebte an meiner Hand. Ich stand auf und fiel wieder zu Boden. Auf dem Boden war eine Blutlaache. Ich fühlte mich so leicht, mir war schwindelig. Ich fing an, meine Mutter zu suchen. Sie war nicht in ihrem Schlafzimmer. Ich rutschte die Treppen runter, konnte sie allerdings nirgendwo finden. Alles verschwam und da war es wieder. „Es ist okay“, flüsterte es.
Ich fiel auf mein Gesicht und das Letzte woran ich mich noch erinnern kann, war das schwere Gewicht auf meinem Rücken und der Atem im Nacken.

Meine Welt verschwamm und wurde schwarz. Wer weiß, wie lange ich ohnmächtig war. Ich hatte viel Blut verloren, als meine Mutter aus dem Badezimmer kam. Ich hörte Geschrei und fühlte wie mein Körper bewegt wurde. Sie musste mich geschüttelt haben, doch ich konnte es nicht sehen. Mein Gesicht schmerzte. Es fühlte sich an, als ob Tränen auf mein Gesicht tropfen würden. Ich wollte sie fühlen, aber stattdessen waren da leere Löcher wo meine Augen sein sollten. Ich beruhigte mich. „Es ist okay“, flüsterte ich. Und plötzlich hatte ich eine ganz kleine Bitte an sie: „Mama…

„Dreh dich.“

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Übersetzerin: Mirai

Korrekturleser: dannyk96

Juni 28

Meisterwerk

Ich liege hier jetzt schon seit Stunden. Es ist halb fünf, nachts, und ich kann nicht viel tun. Aber weißt du, was das Schlimmste an meiner Situation ist? Ich bin in einem Raum mit meinen Eltern. Sie schauen mich an und und ich muss mich zurückhalten, um nicht zu weinen oder zu schreien, während ich sie sehe. Ihre Augen sind auf mich fokussiert, ihre Münder weit geöffnet und dann ist da noch der starke Geruch von Blut in der Luft. Ich kann mich vor Angst nicht bewegen.

Aber das ist es noch nicht. Sobald ich nur ein Zeichen von mir gebe, welches zeigt, das ich nicht schlafe, werde ich sterben und es ist niemand hier, der mich retten könnte. Natürlich habe ich mir überlegt, wie ich hier rauskomme, aber die einzige Möglichkeit wäre, durch die Zimmertür bis hin zur Haustür zu rennen und um Hilfe zu schreien, sobald ich draußen bin. Es ist riskant, aber wenn ich hier bleibe, werde ich auf jeden Fall sterben. Er wartet drauf, dass ich aufwache und sein Meisterstück zu Gesicht bekomme.

Du wunderst dich wahrscheinlich, was überhaupt los ist. Manchmal denke ich einfach zu weit voraus.

Vor drei Stunden hörte ich ein Schreien von der anderen Seite meines Hauses. Ich bin aufgestanden und wollte nachsehen was los ist, bis ich bemerkte, dass ich auf die Toilette muss. Es war dumm von mir, zuerst auf Toilette zu gehen anstatt mich weiter mit dem Schrei zu beschäftigen. Ein Wunder, dass ich da noch nicht gestorben bin. Während ich mein Geschäft erledigte, riskierte ich einen Blick auf den Flur. Dort war Blut auf dem Teppich. Voller Sorge rannte ich zurück in mein Zimmer, versteckte mich unter der Bettdecke, so eingeschüchtert wie ich war. Ich wollte mir einreden, dass alles nur etwas wie ein sehr realer Traum sei und ich einfach wieder einschlafen müsste.

Aber ich hörte, wie sich meine Tür öffnete. Verängstigt blickte ich unter der Decke hervor, um zu sehen, was passiert war. Etwas zog meine toten Eltern in meinen Raum. Ich kann dir sagen, es war kein Mensch. Es hatte weder Haare noch Augen und es war nackt. Es ging umher wie ein Höhlenmensch, mit einem gekrümmten Rücken während es meine Eltern schleppte. Jedoch schien dieses Ding schlauer als ein Höhlenmensch, denn es wusste, was es tut.

Es platzierte meinen Vater auf meinem Bettrand und sorgte dafür, dass er mich anguckte. Dasselbe mit meiner Mutter, nur dass das Ding sie auf dem Stuhl platzierte. Als es damit fertig war, begann es seine Hände zu reiben, diese mit Blut zu beschmieren und das Pentagramm des Teufels zu zeichnen. Es würde diesen Akt als sein Meisterwerk bezeichnen. Abschließend ritzte es eine Nachricht in die Wand, jedoch konnte ich diese wegen der Dunkelheit nicht lesen.

Als es fertig war, verkroch es sich unter mein Bett, um auf mich, sein letztes Opfer, zu warten.

Das Unheimlichste ist, dass sich meine Augen an die Dunkelheit gewöhnt haben und ich seine Nachricht an der Wand lesen kann. Ich will sie nicht lesen, denn es ist unvorstellbar nur darüber nachzudenken. Aber ich habe das Gefühl, ich sollte es lesen, bevor es mich tötet.

Ich blicke auf das Meisterwerk der Kreatur.

„Ich weiß, dass du wach bist.“

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Übersetzer: BetterThanPillow

Korrekturleser: Darkitachi

Original: http://www.creepypasta.org/creepypasta/masterpiece

Juni 14

SCP-600

Item-Nr.: SCP-600

Objektklasse: Safe

Individuelle Verwahrungsmaßnahme:
SCP-600 ist in einem Klasse-E Raum in Sektor 17 in der Größe 15m x 15m x 3m zu halten. Zwei (2) Sicherheitskameras beobachten das Subjekt. Eine Stahltür mit einem eingeschweißten, doppelt verglasten Fenster dient als Zugang. Beim Betreten oder Verlassen des Zimmers, sind keine speziellen Sicherheitsmaßnamen zu beachten, mit dem Vorbehalt, dass SCP-600 versuchen könnte, Wissenschaftlern aus dem Verwahrungsgebiet zu folgen. Eine einfache Ermahnung und ein Befehl reichen, um SCP-600 wieder in die Verwahrungszone zu bringen.

Beschreibung:
SCP-600 ist eine menschenähnliche, 1,7m große Gestalt mit einem Körperbau, der dem eines erwachsenen Mannes ähnelt. Das Subjekt hat kaum Körpermerkmale: Es fehlen eine Gesichtsstruktur, Ohren, Nägel, Körperbehaarung, Genitalien und Anus. Ganzkörperscans zeigten, dass SCP-600 keine innerlichen Körperstrukturen hat, sondern aus einer unbekannten Masse besteht, welche dem menschlichen Muskelsystem ähnelt. Es nimmt weder Elemente auf oder scheidet sie aus. Das Alter des Subjekts kann nicht bestimmt werden.

SCP-600 manipuliert alle Menschen in seinem Umfeld und bringt sie dazu, seine oberflächlichen Züge zu übernehmen. Unter anderem wird auch die visuelle Warnehmung manipuliert; SCP-600’s tatsächliche Form kann von Kameras, Sensoren und berührungsempfindlichen Geräten erkannt werden. Die entstehende Verbindung zwischen SCP-600 und einem Betroffenen ist nur auf einer oberflächlichen Basis, sodass keine Person sie bemerkt hat, geschweige denn unangenehm fand. Charakteristika die das Subjekt imitiert sind unter anderem die Haarfarbe, Hautfarbe, Augenfarbe, das Alter und der Kleidungsstil. Tierversuche zeigen, dass nichtmenschliche Organismen keinen Kontakt ohne Berührung mit dem Subjekt aufbauen können.

Wenn Menschen in der Nähe sind, wird SCP-600 versuchen, an Konversationen teilzunehmen. Sein Sprachrepertoire ist allerdings limitiert, es wird über triviale Dinge wie das Wetter und ähnliches diskutieren. Unterhaltungen werden oberflächlich gehalten, mit Inhalt gefüllt, der des Opfers Umfeld entspricht. Versuche, tiefgründigere Gespräche mit SCP-600 zu führen werden blockiert, SCP-600 scheint kein weiterreichendes Wissen zu haben. In Absenz jeglichen menschlichen Lebens ist SCP-600 inaktiv, stunden- oder tagelang nur stehend, auf keinen äußeren Reiz reagierend.

Das Subjekt ist normalerweise kooperativ, spricht von sich in der dritten Person. In Unterhaltungen mit Wissenschaftlern nennt es sich den SCP-600 Fall (Werfen sie dazu bitte einen Blick auf das Log 600-E). Es hat darum gebeten, George genannt zu werden, wird bei anderen Bezeichnungen aber nicht wütend.

Interview 600-E

Forscher ████████: Guten Morgen, SCP-600. Heute werden wir Ihre Erinnerungsfähigkeiten testen.

SCP-600: Hallo ████. Kein Grund, so formal zu sein. Ich hab schonmal gesagt, nenn mich George.

Forscher: Das scheint mir nicht angemessen.

SCP-600: Immer der Professionelle. Wie geht’s den Kindern? ██████ muss groß geworden sein.

Forscher: Darüber werde ich nicht reden. Bitte werfen sie einen Blick auf diese 4 Bilder.

SCP-600: Oh, cool. Ok los gehts. Wie denkst du über den SCP-600 Fall. Er ist komisch – nicht, dass wir keine Komischen gesehen haben, haha. Ich persönlich glaube, dass seine Verwahrungsmaßnamen etwas zu lasch sind.

Forscher: Bitte konzentrieren sie sich auf die Aufgabe. Im ersten Bild…

SCP-600: Glaubst du, seine Fähigkeit ist memetisch? Hat Dr. ████’s Team sich das nicht angeschaut?

Forscher: Wenn sie sich nicht konzentrieren, werde ich den Test abbrechen.

SCP-600: Oh sorry. Es ist bloß so interessant. Willst du nachher ein Bier trinken gehen? Ich hab ein paar Theorien zu erzählen. Ich glaube, dass [ELIMINIERT] was damit zu tun.

Forscher: Ich breche diesen Test ab.

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Übersetzer: Mirai

Korrekturleser: dannyk96

Original: http://www.scp-wiki.net/scp-600

Oktober 25

Creepypastas von Fans #69: Hast du mich vermisst?

Ich weiß nicht mehr genau wann es anfing…. Ich weiß allgemein nicht mehr so viel. Immer wieder vergesse ich neue und alte Dinge…Aber das ist wohl mein geringstes Problem.

Aber es begann recht harmlos. Ich bin und war schon immer speziell,schon als Kind begann ich,tote Insekten zu sammeln,auch Federn,Blumen und irgendwann…auch Knochen. Natürlich achtete ich darauf das diese sauber und frei von Fleisch waren. Dennoch war meine Familie nicht begeistert. Ich blieb bei dem Hobby und hatte alsbald eine beträchtliche Sammlung.

Auch heute sammel ich weiter,inzwischen gehe ich soweit,auch Kadaver zu….sagen wir „entfleischen“ um an die Knochen zu kommen. Das ist des öfteren eine unappetitliche Angelegenheit aber egal,was zählt ist das Ergebnis.

Nach einigen Jahren fand ich einen Freund der mein Hobby nicht nur akzeptierte sondern unterstützte. Fand er ein totes Tier,brachte er es her. Gern sehe ich mir auch Friedhöfe an,vorallem mit alten Steinen,oft begleitete er mich dabei.

Ich muss noch ergänzen: ich arbeite als Bestatterin. Ich mag die Toten. Sie sind still und machen alles mit. Aber genug davon und zurück zum eigentlichen Thema.

Eines Tages meldete sich mein Freund(nennen wir ihn Basti….leider habe ich seinen echten Namen vergessen…)bei mir und meinte er wolle einen Ausflug machen,wohin,sagte er nicht aber es würde mir gefallen,versprach er. Gegen Nachmittag stand ich also vor meinem Haus und wartete darauf das sein Auto um die Ecke bog. Es war ein warmer Oktobertag,die Sonne schien,der Wind regte sich nur schwach. Perfektes Ausflugswetter dachte ich fröhlich. Schließlich kam er angefahren und ich stieg ohne große Begrüßung ein. Wir fuhren recht lange und ich war mir nicht so sicher ob er genau wusste wo er hin wollte,die monotone Stimme des Navis nervte mich und meine Laune sank.

Aber dann,nach 2 Stunden waren wir endlich am Ziel…..Hohe,uralte Mauern,überwuchert von Efeu und Geißblatt welches noch einmal zu einer späten Blüte ansetzte. Das Eisentor war rostig und hing locker in den Angeln. Ein sehr alter Friedhof. Sofort stieg meine Laune bis ins Euphorische. Ich konnte es kaum erwarten und ging los,ohne darauf zu achten das Basti nachkam.

Kaum hatte ich das Tor durchschritten hatte er mich eingeholt, seine alte Kamera in der Hand. Langsam gingen wir durch die Reihen. Der Friedhof war ungepflegt aber dennoch wunderschön. Hohe Bäume schmückten mit ihrem bunten Laub die Gräber. Heckenrosen waren voller Hagebutten und überall sprossen Pilze. Ganz verlassen schien der Friedhof jedoch nicht,einige wenige Gräber waren mit frischen Blumen geschmückt.

„Ich wusste doch das es dir hier gefällt!“sagte er grinsend. „Ja,da hast du recht,nun lass uns ein paar Fotos machen.“meinte ich und so zogen wir los.
Es heißt ja: „Das letze Hemd hat keine Taschen“aber auch hier sah man sehr gut,wer Geld hatte und wer nicht. Es gab große,beeindruckende Grabmähler,meist mit Engelstatuen und aufwändig verzierten Steinen. Aber eben auch kleine,schlichte Grabsteine auf denen manchmal nur der Name stand. Oft waren diese aber so verwittert das man nichts mehr lesen konnte. Einige Gräber waren eingefallen und ich betrachtete diese lieber von fern. Ich machte viele Fotos,Basti eben so. Nach einer Weile kam ich zu einem Grab welches von einer gewaltigen Eibe zugewachsen war. Da diese aber schon abstarb,konnte ich einige Zweige beiseite schieben um es genauer sehen zu können. Vor mir ragte ein gut 2m hoher Marmorstein empor. Er war mit kupfernen Ranken verziert welche nun von Grünspan überzogen waren. Ein imposanter Engel,ebenfalls aus Kupfer stand daneben und hielt trauernd sein Gesicht mit einem Tuch bedeckt. Merkwürdig, war allerdings die Inschrift: „Im Gedenken an unseren geliebten Sohne“. Kein Name,keine Daten. Natürlich fotografierte ich dies. Nun wollte ich zurück zu Basti welcher schon am Auto wartete, doch,ich stolperte und als ich sah worüber……

Offenbar hatten die Wurzeln der Eibe den Toten angehoben. Ein gelbbrauner Schädel schaute zu einem Drittel aus dem Boden. Mein Herz raste und ich spürte den Drang ihn einfach mitzunehmen…
Eigentlich wollte ich nie Menschenknochen in meiner Sammlung da dies rechtlich sehr kompliziert ist aber….Ein lautes Hupen durchbrach meine Gedanken,Basti wollte los,klar,er musste morgen früh raus. Ich dachte nicht weiter nach und zog den Schädel aus dem Boden,schnell packte ich ihn in meine Tasche und ging zum Auto. Ich bemühte mich,unauffällig zu bleiben denn ich wusste ja nicht wie er reagieren würde.

Ich war doch etwas erleichtert als ich zu Hause ankam,wir verabschiedeten uns schnell und er sprach noch davon das er mir seine Fotos zusenden wollte aber ich hörte schon nicht mehr zu und dachte nur an den Kopf. Sogleich zog ich mich in mein Arbeitszimmer zurück. Dort stellte ich den Schädel auf den Tisch,die Lampe warf ein grelles Licht darauf und ich konnte mir ihn in Ruhe ansehen. Er war ziemlich groß,er musste zu Lebzeiten wohl die 2m-Marke überschritten haben. Am Hinterhaupt klebte noch ein kleines,papierdünnes Stück Kopfhaut mit einer Strähne langen,rotblonden Haares. Es klebte Erde am Schädel,auch einige kleine Wurzeln hingen daran. Es fehlten 3 Zähne und ein großer Riss zog sich vom Hinterhauptsloch bis zur linken Augenhöhle. Ich begann ihn vorsichtig abzubürsten um ihn vom Schmutz zu befreien. Ich weiß nicht mehr wie lange ich brauchte aber irgendwann war er sauber. Stolz betrachtete ich mein Werk. Danach setzte ich ihn zu meiner Sammlung.

Nach einigen Tagen passierte etwas seltsames. Ich war mit dem Hausputz beschäftigt als mein Blick auf den Schädel fiel. Er schaute in Richtung Tür. Eine Weile war ich irritiert, hatte ich ihm nicht gerade ausgerichtet, so das er zum Fenster blickte? Naja vielleicht ist eine meiner Katzen daran vorbeigestriffen und hat ihn verrückt.

Einige Nächte darauf musste ich noch einmal auf Toilette also ging ich ins Bad. Wie ich da so saß hörte ich leise Schritte über mir. Na super,schon wieder Ratten auf dem Dachboden dachte ich. Aber ich war zu müde um mir weiter Gedanken zu machen also schlich ich zurück ins Bett.

Eine Woche später bekam ich Bastis Fotos,er hatte durchaus Talent, es waren ziemlich gute Bilder dabei. Auch meine schaute ich durch. Bei einem hielt ich inne,es war das Grab,von welchem ich den Schädel nahm. Es sah aus als ob,weit hinter dem Stein,jemand stand. Sehr groß,bedrohlich…..Ich wurde unruhig und begann das Bild Freunden zu senden und sie zu fragen ob sie da etwas sähen. Keiner sah etwas. Ok,ich hab mich wohl geirrt. Ein wenig beruhigt schaute ich mir die anderen an. Alles gut,keine Auffälligkeiten. Ich schob es auf die Müdigkeit und ging zu Bett. In dieser Nacht hatte ich einen Albtraum. Ich hatte schon jahrelang keinen mehr gehabt und nun,ich erinnere mich nur an folgendes: ich sah zwei Jugen,vielleicht 8 oder 10 Jahre alt,wie sie im Garten spielten. Der eine war recht auffällig: ziemlich groß für sein Alter,rotblondes Haar und stechende,eisblaue Augen. Auf einmal kippte die Stimmung, die beiden stritten und von einer Sekunde auf die andere änderte sich der Ausdruck in den Augen des großen Jugen. Er packte den Arm des anderen und brach ihn über sein Knie wie einen morschen Ast. Ich sah wie der Knochen aus der Haut trat und das Entsetzen in den Augen des Opfers. Dann wurde der Traum schneller,Menschen sammelten um beide und dann-wachte ich auf. Ich richtete mich ruckartig im Bett auf und blinzelte um mich. 3.12Uhr zeigte mein Wecker. Ich seufzte,wischte mir den Schweiß von der Stirn und versuchte wieder einzuschlafen.

Ab da passierte immer etwas,solange es dunkel war,mal öffneten sich Türen(ich konnte ab und an beobachten wie die Klinke langsam herunter gedrückt wurde)dann stand es öfteren jemand in meinem Zimmer oder gar am Bett. Gestalten im Spiegel,herunter gefallene Sachen,schlammige Fußspuren im Flur…..langsam aber sicher zerrte das an meinen Nerven. Auch die Albträume…..mindestens einmal die Woche hatte ich einen. Einmal sah ich einen sehr großen Mann,er hatte langes,rotblondes Haar und stechende, eisblaue Augen. Er war in einer Anstalt….Er trug eine Zwangsjacke und saß in einem trostlosen,kahlen Zimmer. Da stand ein Bett mit Gurten,eine Toilette und ein Tisch mit einem Stuhl. Auf dem Tisch stand ein Tablett mit Essen…. Er saß da und starrte mit leeren Blick zur Tür. Diese öffnete sich und eine Schwester kam rein,sie sprach mit ihm doch er reagierte nicht. Also begann sie das Essen zusammen zu räumen. Plötzlich schaute er auf….grinste…..schon wurde der Traum wieder schneller, er stand auf,befreite sich aus seiner Zwangsjacke und packte die Frau am Arm,sie schrie auf-er packte ihren Kopf und schmetterte diesen gegen die Wand…..immer und immer wieder…Dann war ich wach. Mir war zum heulen zu mute,so kann das nicht weiter gehen…

Am nächsten Morgen packte ich den Schädel und fuhr selbst zum Friedhof. Ich bin eine schlechte Fahrerin aber ich wollte das es aufhört. Nach einiger Zeit kam ich an,ich hatte mich 2 mal verfahren aber nun war ich da. Der Friedhof lag still und friedlich. Nur ein Eichelhäher schimpfte als ich mir meinen Weg zu dem Grab bahnte. Nichts war anders. Der trauernde Engel stand dort,in Grünspan gehüllt, der Marmor glänzte immernoch….Ich nahm den Kopf und schmetterte ihn auf das Grab. Ich werde sehr selten wütend aber damit brachte ich wohl die Verzweiflung über meinen eigenen Fehler zum Ausdruck. Der Riss im Schädel wurde größer aber er barst nicht. Ich schob etwas Erde mit meinem Schuh darauf und ging. Ja,ich war erleichtert…. ein wenig. Nun würde es doch besser….oder?

Tatsächlich war eine Weile Ruhe doch ich schlief unruhig und wusste nicht warum. Die Albträume haben doch aufgehört….
Eines Nachts wurde ich wach,ich blinzelte ins Dunkle und sah jemanden an meiner Bettkante sitzen. Er war sehr groß und hatte ich langes Haar…..Ich wollte schreien doch mir entwisch nur ein schwaches Quietschen. Er drehte sich schnell zu mir und langsam löste sich seine Gestalt im Dunkeln auf. Nun sah ich ihn ständig-als dunkle Gestalt im Schatten,im äusseren Rand meines Blickfeldes im Spiegel. Es machte mich kaputt,ich war nur noch schlapp,müde und unkonzentriert.

Das bemerkten natürlich meine Freunde und Basti sprach mich darauf an. Eigentlich wollte ich nicht darüber reden aber….Ich erzählte ihm alles. Es tat gut mit jedemanden zu reden. Er war wohl recht schockiert aber er meinte dann,ich sollte mich an einen Psychiater wenden,der könnte mir sicher helfen,es läge bestimmt am Stress…..ja…..Stress,genau.

Einige Tage später betrat ich das Sprechzimmer des Psychiaters. Es hatte etwas beruhigendes,große,vanillefarbene Vorhänge an den Fenstern,ein Sofa in der selben Farbe. Er war ein ruhiger Mann mit einer sanften aber monotonen Stimme. Wir sprachen lange,sehr lange. Ich weiß nicht wie viele Sitzungen es waren aber ich fühlte mich nach jeder Sitzung etwas besser und freute mich fast schon darauf. Gut,die Pillen taten auch ihre Wirkung aber es half auch mit jemandem darüber zu reden der keine Vorurteile hatte.

Ja,nach einigen Monaten ging es mir besser als je zu vor,keine komischen Erscheinungen,keine Albträume, nichts.
Ich ging also jeden Morgen gut gelaunt auf Arbeit. Eines Tages,ich musste sehr früh zur Arbeit,dichter Nebel lag über dem Land. Ich mag Nebel,er hat etwas magisches. Ich spannte meinen Schirm auf um mich vor der Nässe zu schützen und ging langsam los. Ein kleiner Käfer krabbelte über den Weg,er war glänzend schwarz und sehr flink. Ich hatte schon den halben Weg hinter mir als ich plötzlich mit jemanden zusammen stieß. „Oh,es tut mir sehr leid,ich habe sie nicht gesehen!“stammelte ich verlegen. Keine Antwort. Ich schaute vorsichtig auf….es war ein sehr großer Mann,gut 2m. Er hatte langes,rotblondes Haar welches er offen trug. Er trug einen Anzug,der sicher einmal teuer war,nun war er aber abgenutz und voller Erdflecken. Langsam beugte er sich zu mir herunter,seine eisblauen Augen fixierten mich. Sanft legte er seine Hand an meine Wage und flüsterte: „Hast du mich vermisst?“

Autor: Seuchenkind

April 4

SCP-1471

Item-Nr.: SCP-1471

Objektklasse: Euclid

Individuelle Verwahrungsmaßnahme:
Alle mobilen und tragbaren Geräten auf denen SCP-1471 installiert worden sind, müssen konfisziert und analysiert werden, um weitere potentielle Möglichkeiten der Infizierung von SCP-1471 auf andere Geräte zu erforschen. Anschließend müssen dem betroffenen Geräten die Batterien entnommen, ihnen eine Bezeichnung zugeordnet (z.B. SCP-1471-#) und anschließend in einem Lager der Anlage-91 im Forschungsstandort-45 zur Analyse bereitgestellt werden.

Alle Applikationen für tragbare Geräte zum Verkauf und Herunterladen von Programmen werden hinsichtlich des Verkaufs und Downloads von SCP-1471 überwacht. Sämtliche Geräte, die verdächtigt werden SCP-1471 herunterzuladen, werden von Einsatzkräften konfisziert.

Beschreibung:
SCP-1471 ist eine kostenlose App mit einer Größe von 9,8MB mit dem Namen „MalOver1.0.0“, die in Online-Stores heruntergeladen werden kann. SCP-1471 hat keine eingetragenen Entwickler und ist in der Lage sich ohne Genehmigung des Gerätebesitzers selbst zu installieren. SCP-1471 ist also dazu fähig, von keinem Gerätemanager des Mobilgerätes gelöscht zu werden.

Nachdem SCP-1471 installiert wurde, werden keine Verknüpfungen oder Icons erstellt. SCP-1471 wird nach der Installtion damit beginnen, individuelle Bilder mithilfe einer MMS in einem zeitlichen Abstand von 3-6 Stunden auf das mit SCP-1471 infizierte Gerät zu versenden. Auf allen Bildern wird SCP-1471-A zu sehen sein, ganz gleich ob im Vorder-, oder Hintergrund. SCP-1471-A tritt in Form einer humanoid großen Figur, mit schakalähnlichem Kopf und schwarzem Haar auf.

Während der ersten 24 Stunden nach der Installation von SCP-1471, enthalten die Bilder die häufigsten besuchten Standorte des Gerätebesitzers. Nach 48 Stunden erscheint SCP-1471-A an Standorten die der Gerätebesitzer vor Kurzem besucht hat. Nach 72 Stunden wird SCP-1471-A auf Bildern, auf denen auch der Gerätebesitzer zu sehen ist, erscheinen.

Gerätebesitzer, die den stetigen Bildern von einem Zeitraum, der über 90 Stunden hinausgeht, ausgesetzt sind, werden SCP-1471-A in ihrer wirklichen Umgebung flüchtig wahrnehmen, oder SCP-1471-A auf reflektierenden Oberflächen sehen. Nachfolgend wird SCP-1471-A vom Gerätebesitzer immer deutlicher erkennbar, dieser Prozess ist unumkehrbar. Gerätebesitzer berichteten, dass SCP-1471-A versucht, mit dem Besitzer zu kommunizieren, jedoch ist es unverständlich oder nicht deutbar in seinen Aktionen.

Die bis zur Zeit einzig bekannte Methode, um den Vorgang des Heimsuchens von SCP-1471’s zu behandeln, ist der Versuch, dem Gerätebesitzer die Erinnerungen an die Bilder die von SCP-1471 gesendet wurden zu nehmen. Bisher wurde keine feindselige Aktivität von SCP-1471-A festgestellt.

[Level 2-Zugang benötigt]
Archiviertes Dokument 1471-01

Hinweis: Review von SCP-1471 in einem App-Store

MalO
ver1.0.0

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Reviews (0)

Beschreibung:
Für ¦¦¦¦¦¦¦¦¦¦¦¦.Es gibt keine Beschreibung für dieses komische Gefühl, nie mehr allein zu sein. MalO ist unglaublich. Es bringt dir eine individuelle und total neue Erfahrung. Die Angst im öffentlichem Umfeld kann schon ziemlich nervenaufreibend sein, aber schon nach wenigen Stunden mit MalO, wirst du alles schmerzhaften und angstvollen Erlebnisse vergessen. Werde Teil einer neuen Welle von Leuten, die eine neue Welt eines sozialen Ersatzes genießen dürfen. Vergiss nicht, je mehr du dich daran beteiligts, desto mehr wird sich MalO daran beteiligen. Deine Erfahrungen sind absolut einzigartig. Absolut KEINE WERBUNG. HOLS DIR!
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[Letztes Bild von SCP-1471 bevor das Gerät außer Betrieb genommen wurde]

Übersetzer: dannyk96

Original: http://www.scp-wiki.net/scp-1471

Februar 7

CreepyPoem #01 – Ich liebe meinen Teddybär

Ich liebe meinen Teddybär.
Er ist so weich und kuschelig.
Ich habe ihn unendlich gern,
denn er war immer da für mich.

Mein Teddy, ist mein bester Freund.
Doch manchmal muss er einfach raus.
Wenn ich in meinem Bettchen träum,
dann schleicht er leise aus dem Haus.

Draußen erkundet er die Welt.
Im Dunkeln kann ihn keiner sehn.
Er jagt sie wie es ihm gefällt.
Hört wie sie laut um Gnade flehn.

Er schleppt sie in den Folterkeller.
Dort reißt er ihn die Arme aus
Wirft es dann auf seinen Teller.
Genießt so seinen Todesschmaus.

Mein Teddy hört sie gerne schrein
Er quält sie, schneidet sie in vier.
Erlöst sie so von ihrem Sein.
Doch bleibt er stehst mein Kuscheltier.

Autor: Melancholibrie

September 2

Pink Lester

„Hey… Wach auf… WACH AUF, Kind!“

„Huh…? Was?“

„Endlich.“

„Oh nein. Nicht du schon wieder! Bitte…“

„Shhhhh. Es ist okay, es ist nur dein bester Freund Lester!“

„Nein! Lass mich sofort alleine! Ich möchte weiter schlafen! Ich wette Mom kommt jeden Moment rein!! Du bist nicht mein Freund Pink Lester!“

„NENN MICH NICHT SO!“

„Tut mir leid! Tut mir leid, ich hatte es vergessen… bitte sei nicht böse, okay? Ich hatte es vergessen…“

„Es ist nicht komisch pink zu tragen oder? Wenn man ein Junge ist, meine ich…“

„Natürlich nicht Lester. Nein aber bitte lass mich jetzt einfach alleine.“

„Nicht bis wir unseren Spaß hatten! Es ist Spaßzeit mein Kind!“

„Nein!“

Ha ha ha! I say yes.“

„Bitte…“

„Was haben wir letzte Nacht gemacht? Erinnerst du dich?“

„Guh-Glas…Glas…“

„JA! Das war witzig!“

„War es nicht!“

„Doch es war wirklich witzig aber jetzt langweil es mich.“
„Was willst du mir antun? Bitte mach einfach gar nichts, okay? Wenn auch nur für eine Nacht, Pink Lester?“
„NENN MICH NICHT SO!!“

Mit einem knarzen ging die Zimmertür auf.

„Hi, Mom!“

„Was machst du hier drinnen? Es ist Zeit fürs Bett!!

„Ich weiß Mom. Ich hab nur mit meinem imaginären Freund geredet.“
„Du hast morgen Schule. Geh jetzt SCHLAFEN, Lester.“

Übersetzer: Ciisca

Korrekturleserin: Äona

Original: http://creepypasta.wikia.com/wiki/Pink_Lester

August 10

Der Knirps

Meine Augen warfen einen Blick zur Uhr als der Knirps in das Arbeitszimmer kam. Es war ein bisschen spät für ihn um wach zu sein, vor allem in diesem hyperaktiven Zustand.

Er brachte, ein paar wichtige Papiere die ich zu nahe am Tischrand gelassen hatte, durcheinander und das führt dazu, dass er auf sie drauf trat und über den Boden rutschte. Ich stand auf um die zerknitterten Seiten aufzuheben und fast sofort drehte er sich zu etwas anderen um.

Nicht – spiel nicht mit dem!“, schimpfte ich kleinlaut.

Es war zu spät. Der Knirps war schon Ellenbogentief in der verwitterten Holztruhe an der linken Wand. Er hatte das Fotobuch hervorgeholt, welches wie ein kleines Haus vor seinen Füßen stand. Daneben meine alte Uniform, dann die Box mit sortiertem Flickwerk und Medaillen.

Das Klappern der winzigen Metallsterne tönte schmerzvoll als Echo in meinen Ohren… mal wieder.

Als ich mich beeilte das neue Durcheinander aufzuräumen, wankte der kleine Kamikaze mit Vollgas durch den Raum, wild plappernd wie es kleine Kinder halt tun. Er schaute mir zu wie ich mit mir rang um zu knien, als er wie verrückt auf das Sitzkissen sprang.

Ich stoppte für einen Moment und betrachtete den wahnsinnigen Blick auf seinem Gesicht. Er schien meine faltige Visage genauso zu mustern, nach einer Reaktion suchend, die er aus mir herauslocken konnte.

Ich hatte das erwartet. Ich sollte das kennen. Ich bin alt genug um sein Großvater zu sein… oder vielleicht in diesen Tagen, Urgroßvater würde eher passen. Ich sollte die Geduld und die Weisheit haben um mit meinem kleinen Quälgeist angemessen umzugehen.

Trotzdem, jede Erscheinung lässt meine Gefühle wirr werden.

Ich bin auf eine Weise dankbar, dass nur der Knirps mein provisorisches Homeoffice betrat. Die große Figur draußen, stirnrunzelnd mich anstarrend war viel Angst erfüllender. Die gigantische Masse aus blankem Fleisch erinnerte mich an einen Sumoringer der auf der Suche nach einer Herausforderung war.

Er hatte noch nie ein Wort gesagt… an keinem Punkt der ganzen Jahrzehnte hab ich ihn einen Ton machen hören. Der einzige Bote seiner Ankunft war das Knacken des Bodens in der Halle.

Er war ein starker Kontrast zu dem wimmernden, brabbelnden Kind. Ich kann mir nicht vorstellen, dass er der Kindesvater war, obwohl es erklären würde, warum die beiden anscheinend die gleiche Natur hatten.

Am Anfang hatte ich mich gewundert wieso sie auftauchen… warum sie mir von Haus zu Haus folgten… wieso sie darauf bestanden mir zu erscheinen und nur mir alleine. Wie auch immer, in meinen Abschlussjahren hatte ich diese Fragen zur Seite geschoben und mich auf das größte Mysterium konzentriert.

Warum glühten die beiden so hell?

Übersetzerin: Ciiscax3