November 10

Creepypastas von Fans #020: „Der Süßigkeitenladen“

An meinen Namen kann ich mich schon lange nicht mehr erinnern sie nennen mich Patient #74. Ich lebe in einer Zelle, abgeschottet von der Außenwelt. Doch das war nicht immer so. Ich weiß auch nicht mehr wie lange genau ich schon so lebe. Ich war jedenfalls 16 Jahre alt, als es geschah. Ich war ein Teenager und hatte keine Probleme, außer der Art von Problemen, die man so als Teenager eben hat, Zoff mit den Eltern oder der Freundin, schlechte Noten in der Schule. Das Übliche eben. Doch mein Leben sollte sich schon sehr bald ändern. Ich war als Kind immer sehr gerne in diesem Laden in unserer Straße gewesen, der Süßigkeiten verkaufte. Der Besitzer war ein sehr freundlicher Mensch und gab seinen jüngeren Kunden immer gerne ein paar Gratisproben seiner neuesten Kreationen. Irgendwann schloss er diesen Laden ohne besonderen Grund. Es heißt man fand ihn tot in seiner Wohnung, hängend an einem Strick. Ich konnte nie verstehen wie solch ein glücklicher Mensch so etwas tun konnte. Ich schob es immer auf den plötzlichen Tod seiner Frau, die ein Jahr vorher an Krebs starb. Wie dem auch sei, an jenem verhängnisvollen Abend war ich gerade auf dem Weg zu mir nach Hause. Wie jeden Samstag kam ich auch in dieser Nacht wieder an dem alten Laden vorbei. Das letzte Mal dachte ich, da dieses bereits sehr zerfallene Gebäude in der nächsten Woche abgerissen werden sollte. Jedoch war dieses mal etwas anders. Die Tür stand Sperrangel weit offen. Ich weiß nicht was mich geritten hatte dort hinein zu gehen. Ich glaube ich wollte einfach noch ein letztes Mal in dieser schönen Kindheitserinnerung schwelgen. Ich ging also hinein und das erste was ich wahrnahm war dieser vertraute Geruch, der mir in die Nase stieg. An dieser Stelle erinnerte ich mich sehr an meine Kindheit, als die Welt noch in Ordnung war. 

Als man noch sorgenlos war und nicht im entferntestem über seine Zukunft nachdachte. Als ich tiefer in den Laden ging wurde der Geruch stärker und es wurde immer dunkler. Ich wollte nicht weitergehen, da ich nicht besonders mutig war. Plötzlich spürte ich eine Art Kälte aus der hintersten Ecke des Ladens. Mich packte ein Gefühl der Angst und der Panik. Ich riss mich kurz zusammen und beruhigte mich damit, dass es einfach eine undichte Stelle in der Wand sei. Ich entschloss mich dazu noch einige Fotos zu schießen, bevor ich wieder meinen Weg in mein sicheres zu Hause aufnahm. Ich griff in meine rechte Hosentasche und fingerte mein Handy hervor. Ich öffnete das Fotoprogramm und stellte das Blitzlicht ein. Die Regale, welche schon seit Jahren keinen Staublappen mehr gesehen hatten, waren mein erstes Ziel. Als ich das erledigt hatte wollte ich trotz der Kälte ein wenig weiter in den Laden gehen, um auch ein oder zwei Fotos aus den hintersten Ecken des Ladens zu schießen. Als ich weiterlief wurde es immer kälter. Ich zitterte stark und ich konnte kein gutes Bild mehr hinbekommen. Allerdings riss ich mich noch einmal zusammen und schoss mein letztes Bild. Mein Handy machte das vertraute Geräusch, kurz bevor das Blitzlicht aktiviert wurde. Ich sah etwas. Etwas kauerte in der Ecke im Laden. Irgendetwas nicht menschliches. Das einzige was ich wahrnahm von diesem Wesen war etwas, das wie Blut aussah, das um seinem Mund verteilt war. Ich war einen kurzen Moment lang starr vor Angst und wusste nicht, ob das, was mir gerade widerfahren war wirklich real war. Mir kam die Idee das Foto anzuschauen. Allerdings brauchte ich das nicht mehr. Ich sah plötzlich, an der Stelle, an der dieses Biest saß, zwei rote, stechende Punkte auftauchen. Allem Anschein nach waren es seine Augen.

Im nächsten Moment stieß es einen markerschütternden Schrei aus. Endlich riss ich mich zusammen und rannte so schnell ich konnte aus dem Laden. Ich rannte nach Hause und versuchte mich nicht umzudrehen. Ich vernahm ein letztes Mal den Schrei dieses Monsters. Endlich kam ich zu Hause an. Ich holte meinen Schlüssel aus meiner Tasche und schloss auf. Als ich die Tür hinter mir zuschlug atmete ich durch. Ich stand in meinem Hausflur, der zu meiner Wohnung führte. Dort stand ich sicher zehn Minuten und atmete tief durch. Ich versuchte mich irgendwie zu beruhigen, doch es ging nicht. Ich dachte daran jetzt die Bilder zu betrachten, die ich gemacht hatte. Doch das ging genau so wenig. Ich konnte mich vor Schreck nicht bewegen. Als ich wieder etwas zu mir kam nahm ich meine letzten Kräfte zusammen und schloss die Tür zu meiner Wohnung auf. Als ich eintrat wurde ich von zwei rot glühenden Augen begrüßt. Ich wachte wieder auf, hatte keine Ahnung wo ich war und wie lange ich geschlafen hatte. Die Ärzte dieser Anstalt geben mir Drogen zur Beruhigung. Allerdings können diese Pillen nicht die beiden roten Punkte verschwinden lassen, die ich sehe, sobald ich meine Augen schließe.

Verfasser: Stonie


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Verfasst 10. November 2012 von Icebird in category "Creepypastas von Fans

6 COMMENTS :

  1. By Alakroma on

    hmm gute pasta, aber irgendwie fehlt da noch was, meiner meinung nach könnte da etwas mehr spannung sein ^;)

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    1. By Stonie on

      Nach googlen hab ich gesehen, dass „The Rake“ ne Pasta ist. wusste ich nicht.
      Ist meine erste Pasta und ich hab mich von ein paar anderen Pastas etwas inspirieren lassen. Aber von Rake hab ich bisher noch nichts gelesen oder gehört.

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