Februar 19

Creepypastas von Fans #52: Dreh dich um…

Lieber Leser,

ich muss dich aufklären. Es ist da. Es kann nicht aufgehalten werden. Es schlägt zu, wenn du es am wenigsten erwartest. Zuerst denkst du dir vielleicht, diese Geschichte ist ein Produkt meiner Fantasie, aber es ist real. Es ist da. Es kann nicht aufgehalten werden. Ich will dich mit dieser Geschichte warnen.

Kennst du dieses Gefühl, wenn du im Dunkeln alleine die Hauptstraße entlangläufst? Gedämmte, kaputte und schwach scheinende Straßenlichter in einer Aura von Dunkelheit und Angst umgeben dich. Du hast Angst, dich umzudrehen. Ich kann dir nur raten – dreh dich besser um. Es ernährt sich von deiner Angst. Mit jeder Sekunde des Zögerns, der Angst, der Verzweiflung wird es stärker, schneller, schwerer zu entkommen.

Diese Unruhe verfolgte mich in der Nacht des 31.12.2012 auf den 01.01.2013 auf dem Heimweg in mein Dorf. Kein Auto weit und breit, hin und wieder ein Hundebellen und ein Rascheln im Dickicht, welches jedes Mal aufs Neue einen kleinen Herzstillstand bei mir auslöste. Ich kann mich nicht ganz recht erinnern, nur so weit, dass ich viel Alkohol getrunken hatte und die Umgebungsgeräusche sowie die Umgebung an sich kaum wahrnehmen konnte. Und darüber bin ich froh. Ich ging langsam und torkelnd Richtung Ortseingang, als es geschah. Ein Brummen entstand in meinem Kopf. Es war, als würde es mich schwächen. Ich ging zu Boden und dachte nur: „Was wird meine Mutter sagen, wenn ich in diesem Zustand nach Hause komme?“ Doch ich hatte ganz andere Probleme. Plötzlich geschah etwas, eine fremde Macht übernahm die Kontrolle über meinen Körper, und ich stand wie von selbst auf. Doch das ist nicht alles: Ich könnte schwören, dass ich mit meinen Zehenspitzen etwa 2-3 Zentimeter über dem Boden schwebte. Ein Stechen im Herz. Ich ging erneut zu Boden. Mir wurde schwarz vor Augen und ich übergab mich. Urplötzlich wurde ich todmüde und fiel in einen Schlaf. Einen Schlaf, den man nicht schlafen möchte. Niemand.

Als ich aufwachte, brummte mir der Schädel, und meine Gliedmaßen waren taub, ich konnte mich nicht bewegen. In dem Bild, das das Licht einer Petroleumlaterne verwischt auf meine Netzhaut warf, erkannte ich nichts weiter, als einen jungen Mann. Die Besonderheit an ihm war jedoch, dass er statt einem Gesicht lediglich eine gräuliche Fläche besaß, die mit einer großen Narbe, die von dem linken Auge bis zur Oberlippe reichte, geziert war. Ich hatte keine Zeit, um mich zu fürchten. Das einzige, was mir durch den Kopf ging, war die Frage: „Wie komme ich hier weg?!“

Das Wesen kam langsam auf mich zu und übergoss mich mit einer Flüssigkeit, die nach einer Mischung aus Benzin und Abwasser roch, und genauso schmeckte – im nächsten Moment verschwand es. Zunächst war ich erleichtert, dass es weg ist, doch ich hatte noch immer das Problem, dass ich mich nicht bewegen konnte und dem Geruch nach zu urteilen befand ich mich inmitten eines Sumpfes, nach Hilfe zu rufen, war aussichtslos – zudem ich nicht die Kraft gehabt hätte, nur ein Wort hervorzubringen.

Es geschah. Die Petroleumlampe fing an, sich wie von Geisterhand zu bewegen.
„Nein… NEIN, DAS KANN NICHT SEIN!!“ Doch es war zu spät. In einem Inferno von Flammen und Splittern ging ich mit der Holzhütte in Flammen auf und in das Reich des Vergessens über. Dies geschah in der Nacht, in dem das Menschenreich mit Raketen versucht, die Geister und Dämonen der Finsternis zu vertreiben, also muss das Wesen schon geschwächt gewesen sein, und mit jedem Tag des Jahres, mit jedem Funken Angst, wird es stärker, schneller.

Ich konnte ihm nicht entkommen.
Ich bin tot.
Ich erwarte keine Hilfe.

Jedoch erwarte ich eines:

DREH DICH UM. ES IST DA. ES KANN NICHT AUFGEHALTEN WERDEN.
____

Verfasser: Miguel Bischoff

Korrekturleser: Obscuritas


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Verfasst 19. Februar 2013 von Icebird in category "Creepypastas von Fans

17 COMMENTS :

  1. By Cornholio on

    Also erstens kannst du das ja nicht schreiben wenn du Tot bist und zweitens Säuf das nächste mal weniger. Dann schaffst dus vieleicht auch noch in der nacht nach hause.

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  2. By Sammy on

    Zwar noch relativ simpel gehalten und Rechtschreibfehler scheinen sich ebenfalls nicht zu verstecken, aber die Grundidee ist nicht schlecht. Jedoch, meiner Meinung nach, viel zu schlicht geschrieben – hätte noch vieles beinhalten können, was die Geschichte lesenswerter macht!
    Sammy~

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    1. By Miguel on

      Danke für deine konstruktive Kritik, war meine erste Geschichte, in meiner nächsten werde ich eine bessere Ausdrucksweise haben :P

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  3. By Babo_Hafti_Russia on

    Das passiert halt, wenn man zu viel säuft. So was ähnliches hab ich auch schonmal erlebt. Am nächsten Tag bin ich dann in ner Mülltonne aufgewacht.

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  4. By HalbesDextro on

    Irgendwie episch, passt auch irgendwie zu meiner „Slenderophobie“.
    Naja, ich sollte mich dem Horst da mal endlich stellen ;D

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  5. By Minecrafter2564 on

    Eine Super Idee das ,,Dreh dich nicht um!“ In ein ,,Dreh dich um!“ Umzuwandeln. Eine gute Pasta.

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  6. By Calumniis on

    es heißt doch immer: „dreh dich nicht um“.
    jetzt soll ich mich umdrehen.

    was entsprichte denn jetzt der wahrheit? :O

    p.S.: ganz ok, statt dem narbentyp hätt cih aber lieber eine bekannte gruselfigur gesehen^^

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      1. By Calumniis on

        ich würde dir ja glauben, aber was, wenn du der Slenderman bist, der das sagt, damit ich mich umdrehe? oder sagst du das, damit ich micht doch nicht umdrehe und ich dann von dir erwischt werde? :O :D

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