Oktober 8

Der Butler

Mein Name ist Sebastian. Ich bin der Butler der bekannten Familie van Lupus und die Geschichte die ich euch nun erzähle, spiegeln die letzten Momente meines Lebens wieder:

Vor einigen Stunden sollte ich das Abendessen für die Familie servieren. Als ich mit den ersten Gerichten aus der Küche runterkam, hörte ich einen lauten Schrei. Es hörte sich an wie Lady van Lupus, die Dame des Hauses. Ich rannte hinunter, rechnete mit dem Schlimmsten. Auf meinem Weg fand ich einige Angestellte der Familie vor, in ihrem eigenen Blut baden, auf dem Flur verteilt. Ich war von diesem Anblick geschockt, rannte aber weiter. Irgendwann fand ich Lady van Lupus…ebenfalls in ihrem eigenen Blut badent. Ich überlegte nun, was ich tun sollte. Vor einigen Jahren ist Myladys Ehemann gestorben, er wurde anscheinend ermordet, keiner weiß genau, von wem oder wieso. Das Komische war damals, dass er zwar getötet wurde, der Mörder aber weder sein Geld, noch den Schmuck, den er trug, gestohlen hatte. Er wurde einfach getötet, ohne ersichtlichen Grund

Hinter mir ertönte ein schleifendes Geräusch. Ich hielt die Luft an, hatte Angst wer jetzt grade hinter mir steht. ,,Sebastian“, ertönte eine Stimme hinter mir. Ich drehte mich um. Vor mir stand der Sohn der Lady, Croquet, ,,Sebastian, was ist hier passiert? Ich fand diesen Rapier hier grade im Esszimmer liegend. Wer war das. Wer würde meiner Mutter und den Angestellten sowas antun?“ Ich war froh darüber, dass es zumindest dem jungen Lord Croquet gut ging, war jedoch immernoch angespannt, da der Mörder immernoch hier rumlaufen könnte. Ich schaute zur Lady, guckt ob mir irgendwas auffiel. Sie hatte am Körpter mehrere Stichwunden, wahrscheinlich veursacht von dem Rapier. Was mir jedoch viel mehr auffiel war, dass der Schmuck der Lady noch da war. Es war genauso, wie beim Lord damals. Könnte es sein, dass es sich um den selben Mörder handelte. ,,Ich bringe diese Waffe zur Polizei, Sebastian. Vieleicht finden sie an dem Rapier irgendwas, was zur auflösung helfen könnte.“, sagte Croquet. ,,Der Mörder könnte hier immernoch rumlaufen. Bleiben sie lieber in meiner Nähe, Mylord“, erwiederte ich. Croquet Schaute kurz auf den Rapier, dann wieder auf mich. ,,Der Mörder hat doch seine Waffe im Esszimmer liegen lassen und ich habe sie gefunden. Wieso sollte er seine Waffe weglegen, wenn er noch hier wäre? Jeder hätte sie finden können und wäre er noch hier, wäre er schutzlos. Ich denke nicht, dass er noch hier ist.“, sagte Croqeut. Was er sagte, ist eigentlich gar nicht so falsch. Wieso sollte der Täter seine Waffe weglegen und dann weiter im Anwesen verweilen. Andererseits frage ich mich, wieso er die Waffe überhaupt weglegen sollte. ,,Ich mache mich auf den Weg zur Polizei“, sagte Corquet und ging.

Als Croquet weg war, fiel mir auf, wie ruhig er mit der Sache umging. Ich hätte nicht gedacht, dass er nach so einem Vorfall seine Fassung halten kann. Im nächsten Moment fiel mir jedoch noch etwas auf: Die Überwachungskammer an der Wand. Im ganzen Anwesen waren welche. Nach dem Tod von Lord van Lupus hatte Lady van Lupus leichte Paranoier und installierte sie im ganzen Anwesen. Ich dachte mir, müsste auf den Kammeraaufnahmen nicht der Täter zu sehen sein?

Ich ging also nach oben, zu dem Raum, wo die Aufnahmen gespeichert werden. Ich machte die Tür auf, setzte mich an den Rechner und schaute auf die Monitore. Man sah das ganze Anwesen, jeden Raum, jeden Gang. Ich spulte nun etwas zurück. Zwei Stunden zuvor sah ich dann auf den Aufnahmen Lady van Lupus. Sie kam aus ihrem Schlafgemarch raus, sah nach vorne und fing an zu schreien. Ich sah dann den Täter, wie er den Rapier mehrere Male in die Lady rammte und war wie gelähmt. ,,Das darf doch nicht wahr sein…“, murmelte ich leise vor mich her.

Plötzlich hörte ich ein Geräusch. Es war ein leises, schleifendes Geräusch. Ich dreht mich zur Tür. ,,Sebastian…“, ertönte Croquets Stimme.
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Autor: Icebird




Verfasst 8. Oktober 2016 von Icebird in category "Morde & Tode", "Wesen & Personen

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