August 22

Pokémon Blood Edition

Hattest du jemals ein Lieblingsspiel?

Eines, das du niemals aus der Hand legen konntest?

Ein Spiel, das einfach beendet werden musste?

Nun, mein Freund Steve und ich hingen eines Tages einfach ab, das war damals, als ich noch sehr viel jünger war… zehn oder elf, glaube ich. 

Jedenfalls hatten wir beide einiges von unserem Taschengeld gespart sowie Geld von merkwürdigen, kleinen Jobs, wie den Rasen der Nachbarn mähen und was nicht alles; als wir endlich genug Geld beisammen hatten, konnten wir uns beide einen Game Boy Advance und ein Spiel zusammen leisten.

Steve war sehr aufgeregt, er sprang voller Freude in die Luft, im wahrsten Sinne des Wortes.

Wir betraten den Videospielladen, und es lagen hunderte von Videospielen auf den Regalen, für jede Menge verschiedener Konsolen. Ich drehte mich zu meinem Freund um und sah, wie er mit dem Verkäufer redete.

Der Verkäufer nickte und lief in das Hinterzimmer. Steve schlendere mit einem großen Grinsen zu mir zurück.

„Hey, man! Rate mal, was gerade passierte!“ Hatte er gesagt.

„Lass mich raten… Sie haben keine Pokémonspiele …“. Antwortete ich, leicht enttäuscht klingend.

„Eigentlich, haben sie nur noch ein einziges Spiel übrig.“ Sagte er in einem gierigen Ton.

„So stelle ich mir das gerade vor: wir legen unser Geld zusammen, und dann leihe ich mir das Spiel für eine Woche, dann kannst du das Spiel leihen.“

Ich zögerte, dem zuzustimmen, aber wir waren die besten Freunde, deshalb war ich einverstanden und war glücklich darüber, dass ich bald das Spiel selbst spielen konnte.

Der Verkäufer kam zurück und stand an der Türschwelle, Steve die ganze Zeit anstarrend… Steve ging zu ihm, überreichte ihm einen 20-Dollar-Schein, steckte etwas in seinen Geldbeutel und verließ den Laden mit einem Grinsen.

Der Verkäufer widmete sich wieder, die Regale zu füllen und hatte total vergessen, dass ich noch da war. Naja, ich ging dann einfach nach Hause.

Nach der ersten Nacht.

Ich will ehrlich sein, ich wollte dieses Spiel unbedingt spielen!

Aber ich glaubte, ich konnte noch warten, ich meine, er würde es mir dann schon geben.

Daher hattee ich einfach andere Dinge die Tage getan.

Nun, es verstrichen ein paar Tage und ich entschied mich, Steve anzurufen um zu fragen, ob alles in Ordnung sei… es gab keine Antwort.

Ich dachte, vielleicht war er nicht zu Hause, vielleicht war er mit der Familie weg oder so.

Am sechsten Tag hatte ich eine Eilmeldung im Fernsehen gesehen, dass ein Junge als vermisst gemeldet wurde – es wurde ein Bild von Steve gezeigt.

Ich rannte rüber zu seinem Haus und fand seine Eltern vor der Türe schluchzend sitzen.

„Johnny?.“ Hatte seine Mutter gefragt.

„Hey… geht es Ihnen gut?“

„Das einzige, was er zurück ließ, war das…“, sagte sie in einer murmelnden Stimme, als sie mir ein Stück Papier reichte.

Es war eine Notiz, mit einem fetten, roten Filzstift geschrieben: „Game Over“

„Ich verstehe nicht, was das zu bedeuten hat…“. Seine Mutter weinte.

„Würde es Ihnen etwas ausmachen… wenn ich sein Zimmer durchsuche?“. Hatte ich entschlossen gefragt, da ich irgendwie das Gefühl hatte, die Notiz zu verstehen.

„Nein, geh ruhig.“. Flüsterte sie, fast hoffnungslos.

Ich rannte in sein Haus geradewegs auf sein Zimmer.

Es sah nichts ungewöhnlich aus in seinem Zimmer, er hatte einen alten, holzigen Schreibtisch, und unter den Comics, sah ich einen Teil des Pokémon Moduls.

Als ich es in die Hand nahm, war es… gruselig…, es war kein normales Pokémon Spiel. Das Modul war sehr rot, und darauf war ein Pikachu zu sehen.

Ich hatte nicht viel Zeit, mir das Modul genauer anzusehen… deshalb habe ich es in meinen Geldbeutel gepackt und bin nach draußen gegangen.

Als ich das Haus verließ, hatte ich mir Gedanken darüber gemacht, wo er hätte hingehen können, aber ich hatte keine Idee.

Um etwa 18 Uhr war ich wieder zu Hause, und nachdem ich meine Jacke ablegte, fiel das Modul heraus  auf den Fußboden, woraufhin ich ein paar Schritte zurückging.

Ich hielt für eine kurze Zeit inne, dann realisierte ich, dass dieses Spiel womöglich die letzte Sache war, die Steve vor seinem Verschwinden getan hatte.

Ich hob das Spiel auf und begutachtete das Cover, es hatte ein Bild von einer Art von Pikachu, jedenfalls dachte ich, dass es ein Pikachu sei, da es schwarz aus sah, mit blutroten Augen.

Ich schnappte mir meinen Game Boy und steckte das Spiel hinein.

Ich wartete einen Moment, dann schaltete ich den Game Boy ein, doch es geschah nichts.

Das war merkwürdig, ich hatte erst vor kurzem neue Batterien hineingetan.

Naja, ich öffnete jedenfalls einer meiner Schubladen und holte eine neue Packung Batterien, es waren gerade noch zwei drin, mein Glückstag!

Ich hatte sofort die Batterien ausgetauscht.

Ich hatte den Einschaltknopf erneut gedrückt.

Und wieder geschah nichts.

„Das ist bescheuert…“, hatte ich gedacht und hatte das Spiel auf meinen Schreibtisch gelegt.

Nachdem ich etwa 1 ½ Stunden TV geschaut hatte, war ich sehr wütend darüber, dass ich das Spiel nicht spielen konnte.

„Johnny! Dein Vater und ich gehen aus, stell‘ nichts Unüberlegtes an. Wir werden bald wieder zurück sein.“ Hatte meine Mutter gesagt, bevor sie die Haustüre hinter mir schloss.

Ich sah zu, wie sie im Regen weg fuhren.

Ich schaute weiter fern, einfach weil es nichts anderes zu tun gab. Es fing an zu regnen, es wurde dunkel, und das verdammte Spiel wollte nicht funktionieren!

Ich stürmte voller Wut in mein Zimmer, bereits ziemlich genervt, aber entschlossen genug um heraus zu finden, warum das Spiel nicht funktionieren wollte.

Ich schloss die Türe hinter und das einzige Licht, was noch brennte, war die kleine Nachtlampe, die ich hatte. Ich hatte keine Angst im Dunkel. Das Licht war ein Schädel und es projizierte einen Schädelschatten auf die Wand.

Als ich auf meinen Schreibtisch schaute, sah es so aus, als sei der Game Boy an.

Ich schnappte ihn mir sofort und schaltete ihn aus, der Bildschirm wurde weiß und nichts geschah. Ich saß für einen Moment da, um das komplette System zu untersuchen, als plötzlich ein lautes Kreischen vom Spiel herkam. So laut, dass ich selbst kurz aufschrie. Nachdem ich mich wieder beruhigt hatte, sah ich, wie der Bildschirm von schwarz zu weiß flackerte.

„GAME BOY“, erschien auf dem schwarzen Bildschirm in blutroter Farbe.

Ich habe so ein Game Boy Start noch nie zuvor gesehen.

Das Spiel begann mit dem Intro, ihr wisst schon, das mit dem Pokémon-Kampf. Der erste Trainer rief ein Glurak in den Kampf, auch wenn die Darstellung hyperrealistisch war, als sei es ein echter Drache gewesen.

Als das willensstarke Pokémon gezeigt wurde, konnte man den Trainer im Hintergrund sehen… es war Gary Eich… er sah aus, als würde er gleich weinen… immer hin und her wippend, dem zuvor in den Kampf geschickten Glurak keine Aufmerksamkeit schenkend.

Dann flackerte der Bildschirm.

Eine Schattenfigur stand plötzlich da blickte auf Gary hinab. Der einzige Grund, warum ich wusste, dass es eine Person war, war die dünne, graue Umrandung seines Körpers.

Der Gegner warf einen schwarzen Pokéball in Richtung Glurak.

Ein Schiggy kam heraus.

Das Schiggy hatte allerdings einen schwarzen Schildkrötenpanzer, der viele Schnitte hatte, es hatte auch diese Sonnenbrille von der TV-Serie.

„Schiggy setzt Schlammbad ein.

Es trifft Gluraks Schwanz, es ist sehr effektiv.

Glurak ist gestorben…“

Erneut flackerte der Bildschirm.

Das Original Pokémon-Logo erschien mit den Worten „Blood Edition“ in Rot, bevor das Menü erschien.

„Das soll ein Kinderspiel sein?“. Hatte ich mich gefragt, denn aus welchen Gründen auch immer, saß ich einfach nur da, und starrte auf den Bildschirm.

Es gab nur eine Möglichkeit, zum auswählen – „Weiterspielen“.

Ich drückte den A-Knopf und der gespeicherte Spielstand erschien – es war nur ein Spielstand.

Ein Trainer mit 6 Pokémon, und eine Spielzeit von 99 Stunden, 99 Minuten und 99 Sekunden.

Aber das merkwürdigste war der Name des Trainers. Er war nicht „Ash“… oder „Rot“… oder sogar „Steve“.

Der Name war Johnny… das ist… mein Name.

Rasch drückte ich den A-Knopf um den Stand zu laden.

Das Spiel kreischte nochmal kurz, dann erschien mein Charakter, der an einer virtuellen Klippe stand.

Bevor ich mich bewegte, überprüfte ich die Statistik des Charakters. Eigentlich hatte ich ein ganz solides Team, es war den Pokémon von Ash nachempfunden.

Bisasam, Glumanda, Schiggy, Smettbo, Tauboga… und der letzte Pokéball war schwarz gefärbt, ich nahm an, es sei besiegt, da ich es nicht auswählen konnte.

Und die Pokémon hatten alle sehr wenig KP (Kraftpunkte), alle nur noch in etwa 10 KP.

Ich überprüfte die weiteren Statistiken, und wo eigentlich die Darstellung meines Charakter hätte sein sollen, war nur ein schwarzes Bild.

Ich schloss das Menü und fing an, mich zu bewegen.

Es schien, als sei ich am Mondberg gewesen.

Aber etwas war falsch, es sah aus, als seien dort Knochen, um meinen Charakter verstreut.

Ich lief in die Richtung, die aussah wie der Eingang zur Höhle des Berges.

Als ich in die Dunkelheit lief, wurde mein Charakter zurück gestoßen und Professor Eich lief heraus.

Ich lief zu ihm und drückte den A-Knopf.

Sein Dialogfeld erschien.

„Oh… Gary… warum hast du nicht auf mich gehört?

Du warst der Beste…

Aber du warst so dickköpfig…“

Der Professor hatte am Ende der Klippe gestoppt. Langsam lief ich zu ihm und klickte erneut den A-Knopf.

„… Nur ein Pokémon-Master kann sie kontrollieren.“

Hatte er gesagt, bevor er von der Klippe sprang, und das Spiel erneut flackerte, als hätte es darauf reagiert, dass etwas auf dem Boden aufgeschlagen war.

Dann ertönte plötzlich ein hochfrequentiertes Kreischen, hatte ich wirklich einer Person beim Selbstmord zugeschaut? Ich schluckte all meine Angst herunter und lief zurück zum Eingang

Ich betrat sie und es war pechschwarz um mich herum, mein Charakter lief weiter in die

Ich wollte einfach nur aus dem Berg

Als ich lief, erschien plötzlich ein Dialogfeld.

„Junge, es ist wirklich dunkel hier drin…“

Dann ertönte plötzlich die Kampfmusik und ich erschrak kurz.

Das Dialogfeld erschien wieder.

„Gib auf… und bereite dich vor, zu kämpfen…“

Mein Gegner entpuppte sich als James vom Team Rocket, aber er blickte extrem traurig drein.

„Trainer James hat Smogmog ausgewählt.“

„Jessy hatte nicht… gehört… sie war so dickköpfig…“

Als ich das Smogmog sah, bemerkte ich, dass es nur noch 5 KP hatte und die Darstellung des Pokémon war komplett schwarz, außer seiner Augen und dem weißen X auf dem Körper.

Ich wählte Glumanda.

„Smogmog setzt Erstickung ein…

Smogmog ist gestorben… Glumanda ist gestorben…“

Was zur Hölle?! Ich habe noch nie zuvor von so einer Pokémon-Technik gehört.

Ich war nicht wirklich wütend, ich hatte immer noch vier weitere einsetzbare Pokémon und James hatte nur noch eines.

Nach unserem Kampf, saß der Charakter von James einfach da. Ich drückte den A-Knopf und das Dialogfeld flackerte.

„Nur ein Pokémon-Master kann sie kontrollieren…“

Seine Darstellung fiel auf den Boden und der Schatten des Berges verschluckte sie.

„Team Rocket… James… ist gestorben.“

Seit diesem Zeitpunkt sind zwei Leute verstorben.

Ich war geschockt, ich wollte es wirklich nicht mehr weiterspielen, das Spiel machte mich krank.

Ich überprüfte mein Inventar, und ich hatte nur einen Beleber. Ich versuchte, ihn einzusetzen, aber ich bekam immer die Antwort: „Es ist noch zu früh, das einzusetzen.“

Deshalb spielte ich weiter, es musste einen Grund geben, warum dieser Spielstand beim Mondberg aufhörte.

„Junge, es ist wirklich dunkel hier drin…“

Ich fand eine Leiter, die zur Spitze des Berges führen sollte, was man eher erkennen konnte, als die unteren Etagen.

Das Gebiet wurde mit Grabsteinen aufgeteilt, wie in Lavandia City.

Ein Charakter stand vor einem Grabstein.

Er weinte.

„Warum hatte er meinen besten Freund genommen?“. Hatte er gefragt.

Die Kampfmusik ertönte wieder und mein Gegner erschien.

Es war die Darstellung von Ash, auch wenn er sehr angeschlagen aussah, seine Augen waren verschwunden, und einige Teile seines Fleisches.

„Trainer Ash setzt Alpollo ein.“

Ich entschied mich Schiggy zu nehmen.

Dieses Alpollo war merkwürdig, es war weiß und es hatte nur 5 KP.

„Alpollo setzte Angst ein.“

Der Bildschirm flackerte ein paar Mal auf und ab und ein schmerzvoller Schrei kam aus den Lautsprechern.

Als sich der Bildschirm normalisierte, war es komplett schwarz.

„Schiggy ist gestorben…“

Das Spiel zwang mich dazu, ein anderes Pokémon zu wählen, nun, leider hatte ich kein Psycho-Pokémon um gegen das Geist-Pokémon zu kämpfen, daher dachte ich, das sei das Ende des Spiels gewesen.

Ich wählte Smettbo.

„Smettbo hat zu viel Angst um sich zu bewegen…“

Wieder flackerte der Bildschirm, und wieder ertönte dieser schmerzhafte Schrei aus den Lautsprechern.

„Smettbo… ist gestorben.“

Das Spiel begann mich traurig zu machen, all die Pokémon, die ich wählte, sind einfach gestorben, und ich kann es nicht verhindern.

„Alpollo ist geflohen…“

Verwirrt davon, drückte ich wieder den A-Knopf und die Darstellung des Junges ist verschwunden.

Zu diesem Zeitpunkt hatte ich nur noch 2 Pokémon.

Bisasam und Tauboga.

Der einzige Weg, der aus diesem schrecklichen Ort herausführen sollte, war die Leiter in der Ecke des Raums.

Neben der Leiter war ein Schild, worauf stand:

„…Nur ein Pokémon-Master kann sie kontrollieren.“

Ich kletterte die Leiter herauf und es schien, ich sei nun auf dem Gipfel des Berges gewesen.

Der Schnee war stark, und der Bildschirm leuchtete schummerig.

Nach ein paar Schritten brach mein Charakter zusammen.

„Es ist schwer… hier zu atmen…“

Der Bildschirm flackerte erneut und ich hätte schwören können, dass ich einen Totenschädel gesehen hatte.

Als sich das Spiel erneut normalisierte, stand direkt vor mir ein anderer Charakter, es war ein Schatten.

Der Schatten sagte eine Sache, und nur diese eine Sache.

„Ich bin ein Pokémon-Master…“

Der Bildschirm begann, in rot und schwarz zu flackern, mit einer geänderten Form der Kampfmusik.

Der Schatten wählte Schiggy. Dieses Pokémon sah merkwürdig aus, der Panzer war schwarz, und auch dieses trug diese Sonnenbrille, aber das merkwürdigste war seine Haut. Es war nicht normal aqua-blau… die Haut war rot und sah aus, als sei sie in Blut getränkt worden.

Ein Schiggy ist immer noch ein Schiggy, dachte ich mir und wählte Bisasam.

Bisasam setzte Rankenhieb ein.

Der Meister lachte über die Bemühungen, sein kleines Wasser-Pokémon zu besiegen.

„Schiggy setzt Säure ein…“

Ich kann immer noch den Schrei meines Bisasam hören. Die Darstellung von meinem Pokémon wurde durch eine verrottende Leiche ersetzt, deren Fleisch bis auf die Knochen gegessen wurde.

„Bisasam ist gestorben…“

Voller Angst, mein letztes Pokémon zu wählen, schickte ich Tauboga in den Kampf.

Der Pokémon-Master wählte Glurak als sein letztes Pokémon. Ich wusste, dass es nur noch eine Frage der Zeit war, bis ich das Spiel verlieren sollte.

Sein Glurak hatte eine schwarze Haut, mit roten Zügen, es hatte nur noch einen Flügel, aber was mir am meisten Angst bereitete, waren seine Augen… es hatte keine… nur schwarze Einkerbungen.

Tauboga setzte Flügelschlag.

„Es zeigt keine Wirkung auf Glurak…

Glurak setzt Flammenwurf ein…“

Mein Tauboga fiel vom Himmel, als es lebendig verbrannt wurde, es schrie voller Schmerzen durch mein ganzes Haus.

Das Spiel wurde still… Ich hatte verloren.

Aber warum war immer noch der Schatten auf dem Bildschirm?

Das Dialogfeld erschien:

„Bist du ein Pokémon-Master?“

Die Auswahl „Ja“ und „Nein“ stand zur Verfügung.

Ich hielt für einen Moment inne, dies wird wahrscheinlich die schlimmste Entscheidung meines Lebens werden.

Ich blickte auf die Auswahl.

Aber ich hatte verloren, ein Pokémon-Master würde nie verlieren. Ich begann mich zu fragen, ob dies vielleicht eine zweite Chance sei.

Ich wählte „Ja“.

Ein grauenhafter Ton fing an zu spielen.

Mein Inventar öffnete sich und der Beleber wurde ausgewählt. Ich entschied mich, das unbekannte Pokémon vom Anfang zu beleben.

Endlich wusste ich, was mein sechstes Pokémon war.

Es war ein Pikachu.

Das Elektro-Maus-Pokémon.

Das kleine Pokémon war die einzige Sache, die zwischen mir und dem puren Terror stand.

„Endlich ein Kampf eines Master!“

Als der Trainer gesprochen hatte, lief es mir eiskalt den Rücken runter.

Dann wählte er sein letztes Pokémon.

Es war ebenfalls ein Pikachu, auch wenn es sehr grotesk aussah, sein Schwanz hatte Bisswunden, sein Körper schön verrottet.

Seine Augen waren leblos und weiß, es starrte mich an, nicht nur im Spiel… es starrte direkt mich an, ich, der gebannt auf den Bildschirm starrte.

„Pikachu setzt Schock ein…“

Plötzlich wurde der Bildschirm schwarz, wie meine Nachttischlampe.

Ich hatte zu viel Angst, mich zu bewegen, alles was ich tun konnte, war den schwarzen Bildschirm anzustarren

Der Bildschirm flackerte, dann sah ich mein Pikachu, auch wenn es sehr angeschlagen aussah, es hatte nur noch einen KP.

Sein Pikachu allerdings hielt einen dunklen, verzerrten Pokéball in der Hand.

„Pikachu setzt Schattenball ein.“

Mein Pikachu wurde komplett eingesogen. Als der Ball vor und zurück wackelte, hörte ich schmerz- und grauenhafte Schreie aus meinem Lautsprecher.

„Du bist kein Pokémon-Master…“

Sagte der Schatten, und das Spiel schaltete sich aus.

Viele Jahre sind seitdem vergangen, und ich habe nie wirklich jemandem über das Spiel erzählt… außer meinem Psychiater.

Und ich hatte alles darüber vergessen, als plötzlich mein Sohn zu mir sagte, dass er ein Pokémon-Master werden wollte… wie Steve.

Ich korrigierte ihn. „Du meinst Ash, richtig?“

Er schüttelte seinen Kopf. „Nein, ich meine Steve…“

Und dann kehrte er in sein Zimmer zurück… mit einem Lächeln.

Original: http://creepypasta.wikia.com/wiki/Pokemon_Blood_Edition


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Verfasst 22. August 2012 von Icebird in category "Eigenartiges & Unbekanntes

4 COMMENTS :

  1. By pokemon- master on

    hack difinitief oder ist es wirklich passiert? man wirt es nie herausfinden

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    1. By ZombieGames on

      Jaaa ich wette einen Hack oder so der regen neustart hack :D

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