September 6

Slender Man Erlebnis

Nachdem das Mädchen mit einem Schock aufwachte, blieb sie noch ein paar Sekunden liegen. Sie griff nach der Lampe auf ihrem Nachttisch und versuchte sich daran zu erinnern, was ihr den süßen Schlaf geraubt hatte. Als sie sich nicht erinnern konnte, schwang die Brünette ihre Beine über die Seite ihres Bettes und hievte sich nach oben. Sie schaute auf ihr Telefon um die Zeit zu prüfen und schnaufte, als sie sah, dass es Mitternacht war. Wissend, dass ihr der Schlaf aus dem Weg gehen würde, verließ sie ihr Schlafzimmer und ging in die Küche um sich eine Tasse Kaffee zu machen.

Als sie ihre Haustüre passierte, lief ihr ein Schaudern über den Rücken. „Es ist nur der Winter“, sagte sie sich und konzentrierte sich wieder auf ihren Kaffee. Das Ausmessen der Löffel Kaffeepulver und des Wassers hielt sie beschäftigt, aber als die dunkle Flüssigkeit vor sich hin kochte, hatte sie nichts mehr, was sie davon abhielt, abzudriften. Das Schaudern kam zurück und sie konnte nicht anders, als einen Blick zur Haustür zu wagen. Sie stand unschuldig da, genauso wie immer. Der Türriegel war so wie er sein sollte und sie konnte nichts Verkehrtes daran sehen.

Sie drehte sich zu ihrem Kaffee um und tat ihr Bestes um dieses Gefühl zu vergessen.

Mit ihrer Tasse in der Hand machte sie sich wieder auf den Weg zu ihrem Schlafzimmer. Als sie erneut an der Haustür vorbei lief, entschied sie sich, kurz durch das Schlüsseloch zu schauen, damit sie ihre Gedanken beruhigen konnte. Das Schaudern wurde mit jedem Schritt, den sie näher zur Tür und somit weiter weg von ihrer sicheren und warmen Bettdecke machte, stärker. Sie drückte ihre leere Hand gegen die kalte metallene Tür und nahm einen tiefen Atemzug, bevor sie ihr Auge zum Schlüsseloch führte.

Als erstes konnte sie tiefe Schwärze sehen, welche schien, als ob sie in sich selbst wirbelte. Als sie verwundert blinzelte, schmolz diese Leere fort. Dort wo das Schwarz zuvor war, stand nun etwas, wovon sie meinte, dass es einst ein Mann war. Die Glieder waren lang und unmenschlich, mit dicken Gelenken, welche sich in verschiedene Arme ausbreiteten, ähnlich wie die Äste eines Baumes. Die Kreatur war in einen schwarzen Anzug gehüllt, welches dieses Ding noch mehr grauenhafter aussehen ließ. Die Glasur auf der sprichwörtlichen Torte war jedoch das, was das Gesicht dieses höllischen Dings ausmachte. Es war so, als hätte ihr Verstand die grässliche Visage verschwimmen lassen, um sie vor weiterem Schock und Horror zu schützen.

Sie schob sich von der Tür zurück, während ihre Hand immer noch an diese gedrückt war. Die kochend heiße Tasse Kaffee fiel zu Boden, wodurch sie sich ihre nackten Beine verbrannte, als sie zurück fiel und versuchte, von der Tür fort zu kommen. Sie wusste irgendwie, dass ihr Verstand keine Spiele spielte. Als sie von der Tür fort krabbelte, sah sie zu, wie sich Ranken so schwarz wie die Leere durch die Risse der Türe durchschlängelten. Das Mädchen war gefangen zwischen ihrem Instinkt zu fliehen und ihrem Bauchgefühl, die Tür nicht aus den Augen zu lassen. Als die Tür rüttelte, überkam sie das Verlangen, abzuhauen und sie rutschte auf der kochenden Flüssigkeit aus, als sie versuchte wieder in ihr Zimmer zu kommen.

Sie wusste tief in ihr, dass sie sich selbst in eine Ecke einschloss, jedoch musste sie von der Tür weg kommen. Das Mädchen war auf halbem Wege den Gang hinunter gerannt, als sie die zuvor verschlossene Tür sich langsam öffnen hörte. Sie schrie und rutschte in eine Wand, wodurch sie sich ihr Kinn brach und sie bewusstlos wurde.

Danach gab es nur noch Schwärze.

„Nicole?“ Eine warme männliche Stimme holte sie aus ihrer Trance. Als sie sich umdrehte, wurde sie von einem Doktor ihrer Schwester begrüßt. Sie nickte, nicht sicher ob, sie etwas sagen sollte oder nicht. An diesem Morgen bekam sie einen dringenden Telefonanruf vom Krankenhaus. Sie sagten, dass ihre Schwester, Lindsay, dort sei. Bevor sie ihre Schwester sehen durfte, zogen die Doktoren sie zur Seite und beharrten darauf zu klären, was möglicherweise passierte. Begriffe wie „selbst zugefügt“ und „Überfall“ wurden genannt und Nicole fühlte ihren Verstand taumelnd.

Sie verstand immer noch nicht ganz, wovon sie sprachen, bis sie Lindsay mit ihren eigenen Augen sah. Ihre kleine Schwester hatte Verbände um ihren ganzen Kopf gewickelt, welche ihre Ohren, genauso wie ihre Augen bedeckten. Sie sagten, es würde ihre abgetöteten Augen vor dem vertrocknen schützen und versuchen, die Wunden, welche Lindsay ihren Ohren angetan hatte, vor Infektionen zu schützen. Die Doktoren meinten, dass entweder sie oder jemand anderes einen Bleistift in ihre Ohren gerammt hatte, um sie entweder aus ihrer Balance zu bringen oder sie wegen etwas taub zu machen. Es gab eine Mischung aus Verbrennungen ersten und zweiten Grades an ihren Händen, Beinen und Füßen. Die Ursache dafür war anscheinend der Kaffee, welcher überall in der Nähe des Einganges zu ihrer Wohnung verschüttet war.

Als Nicole zum ersten Mal in das Krankenzimmer ihrer Schwester lief dachte sie, dass sie eine Silhouette eines Mannes im Fenster gesehen habe. Das, wie sie wusste, war jedoch unmöglich. Das Zimmer ihrer Schwester war im dritten Stock des Krankenhauses

Übersetzer: MeGustaGamesLP

Original: http://creepypasta.wikia.com/wiki/Slenderman


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Verfasst 6. September 2012 von Icebird in category "Wesen & Personen

4 COMMENTS :

  1. By Steffi on

    WTF meine ältere Schwester heißt Nicole und hat ne Freundin Die Lindsay heißt 0.o

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