Juli 22

the Dreameater

Der Tag begann wie jeder andere.
Ich stand auf, machte mich fertig und fuhr mit dem Auto zur Arbeit.
Als ich Abends total erschöpft nach Hause kam, sah ich nur noch ein wenig fern und ging dann sofort schlafen.

Am nächsten Morgen wachte ich auf und lag mitten auf einer Straße. Doch irgendwie war alles menschenleer und die Stadt sah nicht gerade klein aus.
Hier stand alles voller Hochhäuser.

Ich wollte wissen warum hier niemand war und beschloss mich ein wenig umzusehen.
Ich ging mehrere Straßen entlang und schaute in einige dunkle Gassen hinein. Ich versuchte auch einige Türen zu öffnen, diese waren jedoch verschlossen. Nach ein paar Stunden hatte ich immer noch niemanden gefunden.

Ich stand nun mitten auf einer breiten Straße. Doch ich sah weder Autos, noch irgendetwas anderes Lebendes, nicht einmal Pflanzen oder Bäume gab es hier.
Ich schaute auf die andere Straßenseite und sah kurz einen Schatten, der jedoch hinter einer Tür verschwand. Ich rannte über die Straße und blieb wie angewurzelt vor der Tür stehen. Ich legte mein Ohr gegen das verrottete um zu schauen ob, ich etwas hören kann.
Doch ich hörte kein Geräusch, also versuchte ich die Tür zu öffnen. Zu meiner Überraschung war sie nicht verschlossen, also ging ich hinein.
Es war stockduster und um nicht überall dagegen zu laufen berührte ich die Wand und tastete mich an ihr entlang, bis ich an eine Treppe kam, an welcher ich stehen blieb. Ich hörte ein seltsames Geräusch, es klang wie ein Röcheln.
Es schien aus dem oberen Stockwerk zu kommen, also schlich ich die Treppe hinauf und als ich oben ankam sah ich einen Lichtschimmer unter einer Tür hervor scheinen.
Ich näherte mich der Tür, langsam und, wie ich hoffte, lautlos.
Als ich direkt davor stand, fasste ich all meinen Mut zusammen und riss die Tür auf.
Doch alles was ich sah war eine seltsame Kreatur die über einem Haufen aus Eingeweiden und Überresten von Menschen saß und sie nach und nach fraß.
Plötzlich drehte sie ihren Kopf und sah mich direkt an. Ich drehte mich um und rannte so schnell ich konnte die Treppe hinunter. Doch es war schneller als ich und nach kurzer Zeit hatte es mich eingeholt und rammte mir eine ihrer Klauen durch den Brustkorb.

Ich fing an Blut zu husten und sah alles verschwommen, als ich plötzlich eine Stimme hörte die rief, dass dieses Monster von mir ablassen solle. Das letzte was ich hörte, waren Schüsse, dann wurde ich ohnmächtig.

Als ich meine Augen wieder öffnete lag ich in meinem Bett und trug einen Verband um meinen Körper. Ich versuchte aufzustehen doch fiel sofort zurück in mein Bett. Mein Bein war gebrochen.

Von draußen hörte ich den Lärm der Hauptstraße. Es war also alles nur ein Traum gewesen. Doch woher kamen dann diese Verletzungen? Und wer hatte mir diesen Verband angelegt?
Es war doch ziemlich seltsam, doch ich entschied mich erstmal meinen Chef anzurufen, um ihm zu sagen, dass ich heute nicht zur Arbeit kommen könnte, da ich mich verletzt habe.

Er verstand es und sagte, dass ich solange zu Hause bleiben sollte, bis meine Verletzungen verheilt waren und das mir der „Urlaub“ bezahlt werden würde.
Ich war sehr glücklich und bedankte mich, doch ich fragte mich immernoch, woher die Verletzungen kamen.
Ich beschloss, mich erstmal ein wenig schlafen zu legen.

Als ich meine Augen aufmachte lag ich in einem Bett, welches scheinbar in einem kleinen Landhaus stand.
Als ich mich umsah, sah ich einen alten Mann. Nach kurzem überlegen erkannte ich ihn als den Mann, welcher mich in meinem Traum vor diesem Ding beschützt hatte.
Als er sah das ich wach war, meinte er, dass ich mich nicht bewegen solle da meine Verletzungen noch nicht verheilt seien.
Darauf entgegnete ich, dass dies nicht wirklich, sondern nur ein Traum sei.

Er lächelte und sagte mit einer rauen Stimme: „Das haben Die anderen auch gesagt, doch nun sind sie tot.
Sie sind im Schlaf getötet worden, von diesem Monster.“
„Wie meinen sie das?“ fragte ich ein wenig verängstigt, denn dieser Traum erschien mir so real.
Ich fühlte den Schmerz der Wunde am Oberkörper und das gebrochene Bein.

„Wo sind wir?“ fragte ich den Mann.
Er antwortete: „In der Stadt.“
„In welcher Stadt?“
„In der Stadt, in der das Wesen sich herumtreibt. Es erscheint dir im Traum und fügt dir unvorstellbare Schmerzen zu, solange, bis es dich satt hat. Dann frisst es dich und sucht sich sein nächstes Opfer aus.“
„Was ist das für ein Wesen?“
„Wir nennen es den „Dreameater“, weil es dich in deinem Traum jagt und dann frisst.“
„Haben sie es denn nicht getötet?“
„Nein, ich habe es nur vertrieben, töten können es nur die, die es in seinem Bann hat. Sein „Futter“ muss ihn umbringen.“

Nun verstand ich, dass dieses Wesen mir diese Verletzungen in meinem Truam zugefügt hatte und das alles, was mir hier passiert, auch in der realen Welt Auswirkungen auf mich hat.
Doch eine Sache musste ich noch fragen:
„Warum können sie es nich töten?“
„Weil es mich mit dieser Welt erschaffen hat. Ich bin sozusagen sein Gegenspieler, sein Gegenteil, ich kann es nicht töten und es mich nicht.“
„Und wie soll ich es töten?“
Er schwieg eine Weile.
„Du musst an eine seiner Klauen kommen und ihm mit dieser dann den Kopf abtrennen und ihm schließlich das Herz heraus reißen. Allerdings gibt es nur 2 Wege an eine Klaue zu kommen. Der erste ist, dass du ihm eine heraus reißt, was allerdings unmöglich ist.
Und die zweite Variante ist…
Du musst vor die Stadttore gehen und dort nach einer Höhle suchen, in welcher ein Skellet von einem seiner Rasse liegt. Einst gab eb es nämlich hunderte und nicht nur einen von ihnen. Es gab auch mehr Leute wie mich, doch mit der Zeit fingen sie an sich gegenseitig zu töten und wenn einer von ihnen stirbt, stirbt auch sein Gegenspieler. Also im Fall dieser Kreatur, Ich.“

„Können sie mich vor die Stadttore bringen?“
„Nein, aber ich kann dir den Weg zeigen.“
Er griff unter einen Tisch und holte ein altes Stück Papier hervor, welches er mir in die Hand drückte.
„Dies ist die Karte, auf der alles verzeichnet ist, was du wissen musst. Welche Türen offen sind und welche verschlossen, doch du kannst noch ni…..“

Ein schriller Ton, ich sah auf und erkannte, dass es mein Telefon war.
Ich nahm ab.
Es war ein alter Freund von mir, er begrüßte mich freundlich und fragte mich, ob ich nicht vielleicht Lust hätte etwas zu unternehmen.
Ich erzählte ihm von den Verletzungen und dass ich mich noch erholen müsse.
Er sagte nur gute Besserung und legte dann auf.
Ich glaube er war sauer, aber warum nur? Es war mir egal.

Die Tage vergingen und ich bereitete mich im Traum, sowie in der realen Welt darauf vor mich dem „Dreameater“, wie er genannt wurde, zu stellen.
Nach ein paar Wochen konnte ich schon wieder laufen und ging auch wieder zur Arbeit.

An einem Abend kam ich von der Arbeit nach Hause und ging sofort schlafen, da ich doch sehr erschöpft war. Ich erwacht wieder in diesem Landhaus und sah mich um. Das erste was mir auffiel war, dass der alte Mann verschwunden war. An seiner Stelle sah ich nur einen Zettel.
Ich stand auf, ging zum Tisch und griff mir den Zettel. Ich laß ihn mir durch.
Darauf stand:

„Ich werde ihn ablenken,
er hat verdacht geschöpft.
Hoffentlich schaffst du es.
Viel Glück.“

Ich steckte den Zettel ein, nahm die Flinte, die in der Ecke des Raumes stand, und ging nach draußen.

Als ich an den Stadttoren ankam erkannte ich, dass dort draußen absolut nichts war.
Es war einfach nur eine ebene Fläche, es sollte also nicht allzu schwer sein dort eine Höhle zu finden.
Doch ich wusste gar nicht, wie falsch ich damit lag.
Ich suchte Stunden nach dieser verdammten Höhle. Gerade als ich aufgeben wollte sah ich sie.
Ich rannte darauf zu, überglücklich sie endlich gefunden zu haben.
Als ich eintrat sah ich ein Skellet. Es sah aus wie das Skellet eines Tieres, wie eine Mischung aus Tieger, Bär und Adler.
Es hatte einen Schnabel, Reiszähne, dicke Knochen und um seine Überreste herum lag noch ein wenig Fell.
Es war ein schlimmer Anblick.
Doch ich hatte keine Zeit es lange zu betrachten, denn bald würde mein Wecker klingeln und mich aus dieser Welt zurückholen.
Ich ging auf das Skellet zu und riss die längste Klaue aus einer der Pranken. Als ich das getan hatte spürte ich auf einmal, wie alles um mich herum verschwamm und wie ich mich von der Höhle entfernte, ohne mich zu bewegen.

Plötzlich stand ich wieder an den Stadttoren, die nun verschlossen waren. Verwundert blickte ich in meine Hand, in der ich immernoch die Klaue umklammert hielt.
Ohne lange zu zögern rannte ich zur Stadtmitte wo bereits ein harter Kampf stattfand. Als ich ankam, blickten mich sowohl die Kreatur als auch der alte Mann an.
Der Mann setzte sich im Schneidersitz auf den Boden, während die Kreatur auf mich zu sprang. Ich erhob die Klaue und mit einem gezielten Schlag beförterte ich das Ding in den Hals des „Dreameaters“.
Ein schreckliches Heulen ertönte und er fiel auf den Boden, während er verzweifelt versuchte sich die Klaue wieder aus dem Hals zu ziehen.
Ohne große Umschweife packte ich die Kralle und zog sie durch den kompletten Hals hindurch.
Das Blut des „Dreameaters“ spritzte nur so umher und sein Kopf rollte zur Seite, doch sein Körper wollte wieder aufstehen.
Mit der in warmes Blut getränkten Klaue in der Hand, warf ich mich auf den Boden und rutschte unter ihn.
Man hörte nur ein dumpfes „Bumm“ als ich das Herz des „Dreameaters“ herausriss, in meiner hand zerdrückte und er einfach nur umfiel.

Ich stand auf und blickte zu dem alten Mann hinüber und strahlte, stolz auf meinen Triumpf, doch dann bemerkte ich, dass alles was ich dem „Dreameater“ angetan habe, auch ihm passiert ist.
Die Welt um mich herum begann sich aufzulösen und ich erwachte in meinem Bett, blickte mich um und merkte, dass ein Stück Papier auf meinem Nachttisch lag, auf dem stand:

Danke.
__

Autor: G4bi
Korrekturleser: Mettl




Verfasst 22. Juli 2016 von Icebird in category "Creepypastas von Fans", "Eigenartiges & Unbekanntes